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CIA: Die ganze Geschichte

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CIA: Die ganze Geschichte
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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783100910707
Ausgabe: 5., Aufl.
ISBN: 3100910702
Label: Fischer (S.), Frankfurt
Hersteller: Fischer (S.), Frankfurt
Anzahl Seiten: 850
Erscheinungsdatum: 2008-02
Herausgeber: Fischer (S.), Frankfurt
Studio: Fischer (S.), Frankfurt




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Produktbeschreibung:

Aus der Amazon.de-Redaktion:
An dem amerikanischen Auslandsgeheimdienst haben sich schon viele so genannte Enthüllungsjournalisten abgearbeitet, schnelle Urteile gefällt und dabei oft auf einen schnellen Verkaufserfolg geschielt. Tim Weiner ist ein anderes Kaliber: Der zweifache Pulitzer-Preisträger bereitet auf über 800 Seiten 60 Jahre Geschichte der CIA aus - und nennt diese eine Geschichte des Scheiterns.

"Mit ihren Triumphen hat die CIA hier und da Menschenleben gerettet und Geld gespart. Mit ihren Fehlern hat sie beides vergeudet." Die Geschichte dieser eigenwilligen Maschinerie erzählt der Autor chronologisch, beginnend mit der ungewöhnlich späten Gründung zum Ende des Zweiten Weltkriegs (ein spezielles Vorwort zur deutschen Ausgabe gibt interessante Einblicke in die Rolle, die damals die Rekrutierung deutscher Geheimdienstler spielte). Die Kapitel sind systematisiert nach den Amtszeiten der US-Präsidenten, also der höchsten Stelle, an die die CIA berichtet und die wiederum über ihre Alimentierung entscheidet. Die Untersuchung dieses schwierigen Verhältnisses bildet denn auch den Kern des Buches, das u. a. von der Beratungsresistenz vieler Präsidenten und dem Entstehen besonderer Informationsfilter in Richtung Weißes Haus erzählt.

Fasziniert und erstaunt erfährt der Leser, wie Einschätzungen der CIA während des Vietnam-Kriegs ignoriert wurden, weil sie der aktuellen Militärdoktrin widersprachen. Weiner erzählt von den improvisierten Anfängen, dem erfolglosen Anwerben von Spionen der Gegenseite, von überzüchteter Spionagetechnik, die kaum brauchbare Informationen sammeln konnte. So wurde die CIA Anfang der 90er-Jahre nurmehr zu "einer Außenstelle des Pentagon". Doch es sollte noch schlimmer kommen: Die CIA war nicht in der Lage, vor den Anschlägen vom 11. September 2001 zu warnen. Später lieferte sie falsche Berichte zu angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak. Weiner mahnt einen radikalen Neuanfang an - organisatorisch wie moralisch -, will sich die CIA aus der aktuellen Bedeutungslosigkeit befreien.

Es ist der Fleißarbeit Weiners sowie seiner analytischen Schärfe zu danken, dass der Band mit zahlreichen neuen, teils brisanten Einsichten zu neuralgischen weltpolitischen Konflikten aufwartet. Der Autor kann für sich in Anspruch nehmen, das erste Buch über die CIA verfasst zu haben, das sich ausschließlich auf Primärquellen stützen kann - konkret sind das 50.000 teils vertrauliche Dokumente, 2.000 Zeitzeugenberichte sowie 300 Interviews, die er seit 1987 führte.

Tim Weiner, Journalist bei der New York Times, erhielt verdientermaßen für CIA. Die ganze Geschichte. den National Book Award 2007. --Henrik Flor, Literaturtest



Kunden-Rezensionen
Durchschnittliche Bewertung:  out of 5 stars

Bewertung: 4 out of 5 stars - Viel Stoff
10 Präsidenten und 17 Direktoren der CIA auf 667 Seiten (ohne den umfangreichen Anahng), dieser Aufwand ist dem Thema angemessen. Der Leser wird nach der Lektüre die Politik der USA besser verstehen, genauso, wie er weniger Illusionen über den Lauf der Geschichte hegen wird.

Nur soviel: Es wird zwischen Nachrichtenbeschaffung (Spionage) und Operationen (Manipulation) unterscheiden, wobei der Organisation zu keiner Zeit ein wirklicher Blick hinter den eisernen Vorhang gelang.

Für die derzeitige Situation steht folgendes Zitat: Nachdem es fünf Jahre lang eine auswärtige Politik verteidigt hatte, die auf religiösem Erweckungsbewusstsein beruhte, hatte das Außenministerium die Orientierung verloren und war nicht mehr in der Lage, demokratische Werte überzeugend zu vertreten.

Was zu wünschen übrig bliebe, wäre ein liebevolleres Lektorat bezüglich der einen oder anderen holperigen Übersetzung und vielleicht ein kleiner expliziter Aufriss der ... weiter



Bewertung: 3 out of 5 stars - journalistisch
Diese Geschichte des CIA ist im guten wie im schlechten Sinne journalistisch: Im guten, denn sie ist flüssig geschrieben, wartet mit einer ungeheuren sorgsam aufbereiteten Materialfülle auf und die historische Abfolge von durch Inkompetenz hervorgerufenen Fehlschlägen liest sich gut weg. Im schlechten, denn sie verbleibt zu sehr auf der Oberfläche beim Beschreibenden, Darstellenden und geht zuwenig ins Analytische. Es wäre des Nachdenkens und Reflexierens wert, warum eine Organisation, die die Demokratie und die freie Welt verteidigen will, sich regelmäßig mit den finstersten Diktatoren verbündet hat, Hauptsache, es handelt sich dabei um stramme Antikommunisten. Wie hätte sich der kalte Krieg, die ganze Welt entwickelt, wenn die USA einen Geheimdienst gehabt hätten, der sich wirklich den Idealen der Freiheit verpflichtet gefühlt hätte? Denn ganz so dilettantisch hat die Agency wohl nicht agiert, wenn man sich ihren immensen Einfluß auf nahezu alle Staaten Lateinamerikas(Chile!) ... weiter



Bewertung: 4 out of 5 stars - Ein neuer Blick auf die weltpolitische Rolle der USA
Das die USA eine bedeutende Rolle in der Gestaltung unserer (politischen) Welt haben, dürfte vielfach bekannts ein. Aber die von Tim Weiner gelieferte Verdichtung (gerade für Jahre, die man selbst nicht miterlebt hat) hat mich erschrocken. Eine Essenz der diletantisch und unsensibel ausgeführten, hochgradig egositisch orientierten Operationen eines Geheimdienstes, der seines Namens nicht würdig ist.

Die Übersetzung hat an der ein oder anderen Stelle Schwächen, dafür ein Punkt Abzug.



Bewertung: 5 out of 5 stars - Die CIA - eine Geschichte des Scheiterns
Tim Weiner ist als zweifachen Pulitzer-Preis-Träger mit seinem Werk "Legacy of the Ashes: The History of the CIA" ein mit dem National Book Award ausgezeichneter New York Times Bestseller gelungen. Dazu hat er sich intensiver Recherchen und zahllosen Interviews mit Insidern und 10 ehemaligen CIA-Direktoren bedient, um die Geschichte der Central Intelligence Agency von 1945 bis 2007 nachzuzeichnen. Es handelt sich hierbei um die erste frei erhältliche CIA-Chronik anhand von Primärquellen wie den oben erwähnten Interviews und teils erst kürzlich freigegebenen Dokumenten des US-Bundesarchivs NARA (National Archives and Records Administration).

"In diesem Buch geht es um die ersten 60 Jahre des amerikanischen Auslandsnachrichtendienstes Central Intelligence Agency (CIA). Geschildert wird, dass und wie das mächtigste Land in der Geschichte der westlichen Zivilisation an der Aufgabe gescheitert ist, einen erstklassigen Spionagedienst aufzubauen. Dieses Scheitern stellt eine Gefahr ... weiter



Bewertung: 5 out of 5 stars - Geschichte und honorige Persoenlichkeiten neu belichtet.
Spannender kann ein Kriminalroman auch nicht sein. Aber hier handelt es nicht um Fiktion, sondern um eine gut recherchierte und sauber belegte Aufarbeitung der Geschichte der CIA. Gewiss, Krieg ist immer ein schmutziges Geschaeft und die Mitarbeiter von Geheimdiensten sind keine Waisenknaben. Was Tim Weiner aber hier gelingt, ist nicht nur eine gute Aufarbeitung der Geschichte der CIA, sondern auch eine neue Betrachtung vieler Ereignisse der Geschichte der letzten 60 Jahre. - Deshalb finde ich den Titel "Die ganze Geschichte" in seiner Doppeldeutigkeit so passend.

Wie wir schon seit Sun Zi ("Die Kunst des Krieges") oder anderer Kriegsstrategen (siehe auch besonders die Buecher von Robert Greene: "Die 48 Gesetze der Macht", oder "The 33 Strategies of War") wissen, ist es der groesste Wert eines guten Geheimdienstes, vor allem Kriege zu verhindern.

Wie Weiner hier anhand von kuerzlich freigegebenen Dokumenten zeigt, war die CIA wohl immer eher eine Moerdergrube von aktiven ... weiter




 

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