Lasset die Kinder zu mir kommen: Commissario Brunettis sechzehnter Fall
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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783257066319
Ausgabe: 1
ISBN: 3257066317
Label: Diogenes
Hersteller: Diogenes
Anzahl Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 2008-06
Herausgeber: Diogenes
Studio: Diogenes
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion:Gustavo Pedrolli ist glücklich. Sanft liegt der stellvertretende Leiter der Pädiatrie in einem Krankenhaus in Venedig an den Rücken seiner Frau geschmiegt im Bett, etwas entfernt schlummert sein kleiner Sohn. Pedrolli stört es nicht, dass der Junge eigentlich nicht sein leiblicher Sohn ist, dass er ihn illegal gekauft hat von einer Frau, die ihr Kind nicht haben wollte und das Geld brauchte, dass er ihn an den Behörden vorbei adoptiert hat, indem er ihn als seinen eigenen, unehelichen Sohn ausgegeben hat. Aber dann steht plötzlich eine vermummte Spezialeinheit der Polizei in seinem Zimmer und richtet Pedrolli so übel zu, dass er für eine lange Zeit nicht mehr sprechen kann. Und dann wird ihm auch sein geliebter Sohn genommen, unwiederbringlich verschleppt in ein Waisenhaus.
Woher kommt das Kind? Warum ist die Polizei dermaßen brutal gegen den dottore vorgegangen? Welche Rolle spielt der zwielichtige Apotheker, bei dem die Ermittler verdächtige Akten über seine Kunden finden? Und warum zeigt Pedrollis Frau keinerlei Gefühlsregung, als man sie über ihr Kind und sein Schicksal befragt? In seinem sechzehnten Fall
Lasset die Kinder zu mit kommen steht Commissario Brunetti vor allerlei Rätseln, denen er in altbewährter Manier nachzugehen versteht. Dabei versteht es die US-amerikanische und in Venedig lebende Bestseller-Autorin Donna Leon einmal mehr, auch das Privatleben des Commissario Revue passieren zu lassen -- bis hin zum offenen, und dennoch runden Ende, das Pedrolli (und Brunetti) einmal mehr verstummen macht.
Vielleicht ist
Lasset die Kinder zu mit kommen Leons bisher routiniertester Roman. Zweifellos hat das Buch einige Längen, die den Leser in Versuchung setzen, die ein oder andere Seite in Erwartung der Lösung des Falls zu überblättern. Und trotzdem ragt Brunettis sechzehnter Fall aus der großen Zahl der Krimineuerscheinungen psychologisch klar heraus. Routiniert erzählt zwar, aber über weite Strecken brillant und spannend.
-- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
Durchschnittliche Bewertung:

Bewertung:

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Einerseits freut es mich ja immer wenn in dieser tristen Schwedenkrimilandschaft mein liebster Commissario wieder ermittelt. Und das Buch ist deutlich spannender als ihre Letzten. Andererseits ist zu viel von ihrem Witz und dem üblichen Ambiente verlorengegangen. So war mein erster Gedanke als ich das Buch zugeschlagen habe, daß dies nun endgültig mein letztes Leonbuch war...danach hab ich mir gleich zum Ausgleich einen leckeren kleinen Berg Pasta gemacht!
Bewertung:

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Donna Leon - und mit ihr Brunetti - beginnen zu resignieren. Nicht mehr die erschütternden Verbechen der Lagunenstadt sind ihr Thema, sondern die allzu forsche Vorgangsweise einer Carabinieri-Truppe gegen den stellvertretenden Leiter der Kinderstation des städtischen Krankenhauses, Pedrolli. Der hat sich, so scheint es, ein Kind illegal gekauft und es adoptiert. Da es davon zahlreiche Fälle geben soll, haben die Carabinieri landesweit Razzien durchgeführt. Brunetti stellt Nachforschungen zu dem Thema an, ohne jedoch zu Ergebnissen zu gelangen. Außerdem gibt es eine Untersuchung gegen Apotheker, die sich durch gefälschte Terminvereinbarungen zu Untersuchungen ein Nebeneinkommen verschafft haben könnten.
Alles nicht besonders gravierende und aufregende Fälle. So rückt Brunettis Privatleben wieder mehr in der Vordergrund, während der Vice-Questore Patta nur einen kleinen Auftritt bekommt und sein Kettenhund Scarpa nur erwähnt wird. Ansonsten haben wir das übliche Personal ...
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In der Tat scheinen Donna Leons Protagonisten so gar nicht zu altern. Unbestritten ist auch, dass die Hauptpersonen recht stereotyp angelegt sind und sich so gar nicht entwickeln. Und vor dem Hintergrund der nun schon über zehn Jahre andauernden Gewaltorgien besonders skandinavischer Provenienz nehmen sich die Kriminalromane von Donna Leon ganz und gar harmlos aus - wenngleich dies nicht mit "heiler Welt" gleichzusetzen ist.
Und dennoch ist es schon selten und ein Verdienst, wenn es einem (Krimi-) Autor gelingt, auch das 16. Buch im jährlichen Reigen zur besten Sommerurlaubszeit - erfolgreich! - herauszubringen. Es muss also etwas geben, was die große Fangemeinde schätzt, denn immerhin ist sie bereit, einen vergleichsweise hohen Preis für die gebundenen Erstausgaben zu bezahlen.
Vielleicht ist es genau diese "Stabilität", die uns als Lesern, die wir auch nicht altern möchten, Halt gibt? Vielleicht schätzen wir Brunetti gerade deshalb, weil er so herrlich ...
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Es beginnt doch sehr spannend. Da vermutet eine Zeugin, daß in einem benachbarten Haus, ein Kind zur Welt gebracht wird und dann sehr schnell dieses Kind und die Mutter wieder verschwindet.
Da brechen die Carabinieri nachts bei einem Arzt ein und holen dessen 18 Monate alten Sohn aus dem Kinderbettchen, schlagen den sich wehrenden Vater nieder und wollen die Polizei Venedigs an dem Fall nicht beteiligen. Brunetti ermittelt, sein Kollege Vianello geht kriminellen Machenschaften von Ärzten nach, die zu viel bei der Versicherung abrechnen. Da stecken auch Apotheker mit dahinter.
Soweit einige Eindrücke.
Nun hätte man einen richtig guten Kriminalroman daraus basteln müssen. Man prangert aber den Kindeshandel an, die Moralapostel, die vor verletzenden Anrufen bei Angehörigen oder der Polizei nicht zurückschrecken, um der Moral zum Sieg zu verhelfen. Da glitzert das Familienleben des venezianischen Kommissars in den buntesten Farben. Da ist nicht einmal sein Vorgesetzter, ...
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Auch der 16.Fall von Commissario Brunnetti ist wieder gelungen. Diesmal handelt er von Kinder bekommen, aber nicht wollen und Kinder wollen, aber nicht bekommen. Auch in diesem Buch fühlt man sich als wäre man in Venedig. Wer die anderen Fälle von Brunetti kennt, weiß wovon ich spreche. Wie immer bei Donna Leon locker leichte Lektüre. Wer eine Thriller erwartet, ist bei Donna Leon falsch. Super Urlaubslektüre.