Walden: oder Leben in den Wäldern
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783257200195
Ausgabe: 22., Aufl.
ISBN: 3257200196
Label: Diogenes Verlag
Hersteller: Diogenes Verlag
Anzahl Seiten: 342
Erscheinungsdatum: 2007-08
Herausgeber: Diogenes Verlag
Studio: Diogenes Verlag
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Im Juli 1845 baut sich der Schriftsteller Henry David Thoreau in der Nähe seiner Heimatstadt Concord im US-Bundesstaat Massachusetts eine Blockhütte an einem einsamen Waldsee. Dorthin zieht er sich für die nächsten zwei Jahre zurück. Sein Ziel: Zu sich selbst und zurück zur Natur zu finden. In Walden so der Name eines Teiches, der dem Buch den Titel gibt skizziert Thoreau den Verlauf dieses Experiments. Besonderen Stellenwert räumt er ökonomischen Aspekten ein. Der Dichter schildert, wie er sich mit Fischfang, Getreide- und Gemüseanbau selbst versorgt, und erteilt Ratschläge, wie es gelingt, die Bedürfnisse auf ein Minimum zu reduzieren. So erhält der Leser tatsächlich recht handfeste Tipps zur Bewältigung des kargen Alltags. Das generationenübergreifende Kultbuch vieler Wandervögel und Strickpulloverträger hat aber auch eine gewichtige philosophisch-religiöse Seite: Thoreau beschreibt, wie er in der Waldeinsamkeit zu einem erweiterten Verständnis seiner selbst und ...
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Nach der Lektüre des Buches bekommt man augenblicklich den Wunsch, mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Es erscheint einem plötzlich, als hätte Thoreau wie einen Vorhang das Trennende zu kontemplativer Naturerfahrung weggezogen. Thoreau lässt den Leser an seinem Selbsterfahrungsexperiment teilhaben, zwei Jahre allein mit sich nach Wesentlichem zu suchen. Ein großes philosophisches zeitloses Werk.
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Selten hat mich ein Buch so sehr geprägt, wie dieses. Sehr lange schon lag dieses Buch ungelesen in meinem Bücherschrank. Als aber dann der erste wichtige Einschnitt in meinem Leben erfolgte, nämlich der Beginn des Studiums in einer fernen Stadt, nahm ich es aus meinem Regal heraus und begann hinein zu lesen. Zugegebener Maßen das erste Kapitel "Ökonomie" ist etwas zäh, doch spätestens beim nächsten angekommen "Wie und wofür ich lebe" lässt einen dieses Buch nicht mehr los. Thoreaus Sprachgewalt macht sich übrigens auch der Film "Der Club der toten Dichter" zu eigen, wenn Robin Williams aus diesem Werk den Satz, "Ich wollte tief leben, alles Mark des Lebens aussaugen, so hart und spartanisch leben, daß alles, was nicht Leben war, in die Flucht geschlagen wurde." sagt. Viele Menschen wurden von Thoreau wachgerüttelt und erschüttert. Einer der wichtigsten Gründe dieses Werk zu lesen, ist, dass es uns zwingt unser eigenes Leben zu überdenken. Großartige Weltliteratur!
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Thoreau erzählt die Geschichte, wie er zwei Jahre ein einfaches Leben in einem Blockhaus am Waldensee gelebt hat. Das Thema klingt sehr spannend, bald aber wird das Buch immer langatmiger. Mit wissenschaftlichen Genauigkeit beschreibt Thoreau seitenlang die Fauna und Flora in der Umgebung des Waldensees oder untersucht die Temperatur des Waldensees im Vergleich zu den Nachbarseen. Ich habe das Buch mehrmals zu lesen begonnen und bald wieder weggelegt, weil das Lesen zu mühsam war. Erst beim dritten Mal habe ich es fertiggelesen; insbesondere das Schlusskapitel, in dem Thoreau eine Art philosophische Zusammenfassung schreibt, ist wieder sehr interessant. "Walden" ist ein wertvolles Buch mit einem sehr zeitlosen Thema, das viele philosophische Leckerbissen birgt, die sich aber zwischen langatmigen Beschreibungen verbergen.
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Als Henry Thoreau 1845 in eine selbstgebaute Blockhütte in der Nähe des kleinen Walden-Weihers bei Concord zog, um dort zwei Jahre zu leben, war dies der Anfang eines Experimentes, das in einem der großen Bücher der Weltliteratur seinen Niederschlag fand. Thoreau war entschlossen, das Leben selbst zu testen, herauszufinden, zu welchem Erfolg ein Leben führt, das sich - getreu dem Motto seines Mentors Emerson - nur auf die eigenen Kräfte verläßt. Es war bewußt als Kontrapunkt gedacht zur Lebensweise seiner Mitmenschen: mit den christlichen Werten von sozialer Verantwortung und Fürsorge für den Nächsten wollte Thoreau nichts zu schaffen haben. Zeitlebens lehnte er es ab, Hüter seines Bruders zu sein, erlaubte dafür aber auch keinem Bruder, sein Hüter zu sein. Seine Armenpflege bestand nicht daran, warme Suppen auszuteilen, sondern ein Beispiel zu geben, wie ein Leben in Würde und ohne finanziellen Aufwand möglich sei. Doch "Walden" ist nicht nur ein Lehrstück in individueller ...
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