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UT, Nr.29, Die Zivilisation, Mutter!
Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783293200296
ISBN: 329320029X
Label: Unionsverlag
Hersteller: Unionsverlag
Anzahl Seiten: 144
Erscheinungsdatum: 1993
Herausgeber: Unionsverlag
Studio: Unionsverlag
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Durchschnittliche Bewertung: 
Bewertung:  -
Selten habe ich ein so "lebendiges" Buch gelesen.Es gelingt dem Autor sehr gut erst die Situation der Ehefrau und Mutter in der häuslichen Umgebung, denn "die Mutter" kennt nur diese,sehr humorvoll zu beschreiben und nimmt den Leser mit in eine Welt die den meisten "westlichen" Lesern wohl nicht so bekannt sein dürfte.Dabei erfährt man einiges über die Lebensweise der Ehefrau und Mutter im Marokko der 50er Jahre(was z.T. heute noch so gelebt wird!)Und dann die Wandlung, mit Hilfe der Söhne, zu einer selbstständigen unabhängigen Frau.Keine riesengroße Revolution, sondern die pure unschuldige Neugier auf das Leben.Ein Buch für alle die sich vor Veränderungen nicht scheuen.
Bewertung:  -
Marokko in den 50er Jahren. Eine Frau - Ehefrau und Mutter zweier Söhne -. Sie kennt sich nicht, hat keine Schulausbildung, kann weder lesen noch schreiben und hat seit ihrer Hochzeit im Alter von 16 Jahren nie die Schwelle ihres Hauses überschritten. Es fehlt ihr an nichts Materiellem. Sie lebt in Wohlstand und ist damit zunächst auch zufrieden. Doch eines Tages bricht sie zu neuen Horizonten auf. Mit Hilfe ihrer Söhne entwickelt sie ihre Fähigkeiten bis hin zu dem Punkt, wo sie Anführerin einer Frauengruppe wird und es sich traut, sich gegen ihren Mann aufzulehnen. Eine Geschichte, bei der man nicht immer weiss, ob man weinen oder lachen soll. Ein utopisches Porträt, ein Wunschbild, eine Vorstellung davon, wie es sein könnte. Humorvoll, oft witzig und dennoch anspruchsvoll und sensibel geschrieben.
Bewertung:  -
Für Driss Chraibi ist es Zeit seiner schriftstellerischen und journalistischen Tätigkeit ein Anliegen gewesen, die Lebensverhältnisse in seinem Heimatland Marokko zu beschreiben und zu kritisieren. Glücklicherweise macht Chraibi dies nicht mit der Betroffenheitskeule, sondern er ist ein Meister der Ironie und grotesken Übersteigerung. Mit dem Roman "Die Zivilisation, Mutter" hat Chraibi sich der Situation der Frauen im Magreb angenommen. Eine klassisch marokkanische Hausfrau und Mutter erkennt eines Tages ihr Interesse an der Welt außerhalb des ihr auferlegten Mikrokosmos. Mit unglaublicher Unschuld und Energie geht sie auf die neuentdeckte Welt zu, und beginnt eine Hoffnungsträgerin für die marokkanischen Frauen und ihr Volk zu werden. Dabei begeht Chraibi nicht den Fehler, die marokkanischen Traditionen zu verteufeln. Seine Heldin nimmt ihren Erfolg vielmehr aus einer Vermischung von kulturellen Traditionen und den modernen Erfordernissen. Sie mutiert aber nicht zu ... weiter
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