Der Weltensammler
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Bindung: Broschiert
EAN: 9783423135818
ISBN: 3423135816
Label: Dtv
Hersteller: Dtv
Anzahl Seiten: 480
Erscheinungsdatum: 2007-08
Herausgeber: Dtv
Studio: Dtv
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion:Der uralte Rhythmus einer indischen Tabla-Trommel, ein Menschenmeer, der Geruch von Henna und faulem Fisch -- tausend Eindrücke schwappen dem Neuankömmling entgegen. Als Kundschafter der englischen Krone soll Richard Francis Burton in der Kolonie Britisch-Indien dienen. Für den wissensdurstigen Burton ist dies eine verlockende Aufgabe. Doch aus Neugierde erwächst bald eine regelrechte Obsession, das Fremde zu enträtseln und darin aufzugehen.
So spannend Ilija Trojanows Roman
Der Weltensammler beginnt, so spannend geht es weiter: Einen Brahmanen fleht Burton an, sein Lehrer zu sein. Binnen kurzem ist er in der Lage, Tradition und Sprache wie Kleider an- und abzulegen. Als ein englischer General Burtons Wandlungsfähigkeit erkennt, schickt er ihn als Spion unter die Einheimischen. Burton jedoch geht eigene Wege: Von Indien aus reist er nach Arabien, wo er sich als Moslem ausgibt und die Hadsch, die Pilgerreise beginnt. Vom Strudel der Pilger lässt sich Burton treiben, sucht die heiligen Orte Medinas auf und erreicht völlig ausgezehrt Mekka. Wunderbares und Schreckliches gräbt sich tief in sein Gedächtnis ein. Aber auch dieser Fleck Erde kann den Rastlosen nicht halten, der längst ein neues Ziel vor Augen hat -- die Suche nach der Quelle des Nils in Ostafrika.
In drei Etappen und aus der Perspektive vieler Figuren erzählt, nähert sich Trojanow einem außergewöhnlichen Menschen. Dabei spielt er mit Fiktion und Realität, denn
Der Weltensammler Burton lebte tatsächlich zwischen 1821 und 1890. Trojanow selbst hat eine Vita, die ihn von Bulgarien nach Deutschland, Kenia, Indien, Arabien bis nach Südafrika führte. In den Reisereportagen
An den inneren Ufern Indiens und
Zu den heiligen Quellen des Islam verarbeitete er als scharfer Beobachter eigene Erfahrungen. Kein Wunder also, dass
Der Weltensammler ein so gelungener historischer Roman geworden ist.
--Fenja Wambold
Durchschnittliche Bewertung:

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Grundlage dieses Romans ist das abenteuerliche Leben des britischen Offiziers Sir Richard Francis Burton (1821-1890), der im 19. Jahrhundert Nordindien, Arabien und Ostafrika intensiv bereiste. Um die Bräuche der verschiedenen Völker zu studieren, lernte er deren Sprachen, um nach Mekka reisen zu können, wurde er Mohammedaner. Er spionierte die fremden Völker aus, während er versuchte sie zu verstehen, und gab sein pedantisch gesammeltes Wissen an die >Ostindische Kompanie< weiter, DEM Handelsriesen jener Zeit.
Ilija Trojanow beschreibt die verschiedenen Regionen und ihre Menschen im 19. Jahrhundert sehr intensiv und farbenfroh. Er weiß wovon er spricht, denn sein Lebenslauf ist ähnlich Facettenreich wie der seines Protagonisten. Bis weit über die Mitte des Romans hinaus ist seine Prosa durch die schön gemalten Bilder und die ungewöhnlichen Metaphern sehr reizvoll und erinnert in seiner Verschlungenheit an Cruegers >Experten<. Sie ist den exotischen Schauplätzen durchaus ...
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Viele Stimmen erzählen von Richard Burton, dem Weltensammler, der als erster Europäer nach Mekka kam, der die Quellen des Nils suchte, der Indien erforschte: Es gibt den Autor, der aus der Sicht des Entdeckers berichtet. Was das Buch so spannend macht, sind die anderen Stimmen, die sich hineinmischen - Stimmen der "Eingeborenen", des indischen Dieners von Burton, der die gemeinsamen Abenteuer einem Briefeschreiber diktiert; der Reisegefährten nach Mekka, die im Nachhinein bei der Behörden über ihre Beziehungen zu diesem Mann Auskunft geben müssen; des afrikanischen Führers der Expedition, der als alter Mann seinen Freunden und Nachbarn in Sansibar von den Strapazen und Entbehrungen berichtet. Für sie ist das Fremde ja nicht fremd, fremd ist ihnen oft das Verhalten der Kolonialherren. Immer wieder wird deutlich, wie wenig die Weißen wirklich verstanden haben.
Ein wichtiger Erzählstrang in diesem Buch sind die Religionen, denen Burton begegnet und von denen er fasziniert ...
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Der Roman ist eine gelungene Mischung aus Fiktion und Geschichte. Erzählt werden drei Episoden aus dem Leben des Richard Francis Burton:
1) sein Aufenthalt Indien
2) sein Aufenthalt im Nahen Osten und die Pilgerreise nach Mekka
3) die Suche nach den Quellen des Nils in Ostafrika.
Die Erzählperspektive wechselt dauernd zwischen dem Ich-Erzähler Burton und einer Person die über das Leben des Burton Auskunft gibt (Diener (Indien), Reisebegleiter (Naher Osten) und Karawanenführer (Afrika).
Die ersten beiden Teile sind großartig, leider fällt der Afrikateil doch deutlich ab, deshalb auch nur vier Sterne.
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Bei einer Lesung war ich fasziniert von Ilija Trojanow und der Vorstellung seines Buches. Die Neugierde auf Richard Burton, der sehr viele Sprachen spricht, was mich an Personen von je her fasziniert, war geweckt. Ich will das Ende vorwegnehmen. Ich habe das Buch nicht fertig gelesen.
Laut Inhaltsverzeichnis erwarten den Leser die Stationen Britisch-Indien, Arabien und Ostafrika. Britisch-Indien habe ich noch geschafft. Hier wählte Trojanow erzählerisch einen Sichtwechsel. Ein Kapitel schildert die Erlebnisse Burtons in der Gegenwart. Im nächsten Kapitel erzählt sein Diener Naukaram einem Schreiber, der ein Empfehlungsschreiben aufsetzen soll, nachdem sich Burton und Naukaram augenscheinlich getrennt haben, die Geschehnisse der Vergangenheit aus seiner Sicht, usw.
Auch im Abschnitt Arabien wechseln sich die Betrachtungsweisen Kapitel für Kapitel ab. Der Part von Naukaram wird hier durch einen Dialog zwischen einem Kadi, Gouverneur und Sharif abgelöst. Burton ...
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Angeregt durch die durchweg positiven Rezensionen gängiger Literatur-Podcasts, habe ich zu dem preisgekrönten Werk von Ilija Trojanow gegriffen.
Die Grundproblematik mit der sicher jeder Leser wohl oder übel gleich anfangs anfreunden muss ist, dass das Werk einen Mischmasch aus biographischen Daten des britischen Offiziers Sir Richard Burton aus dem 19. Jahrhundert sowie fiktiven Ereignissen aus seinen Reisen darstellt. Berichtet wird in sehr poetischer Form, sprich es kann sich lohnen, den einen oder anderen Satz ruhig ein zweites oder drittes Mal zu lesen. Die Verständlichkeit und allgemein das Lesetempo kann man bei diesem Buch nicht so zügig ansetzen - wie beispielsweise bei einem Harry Potter Roman - sprich, man braucht Zeit um sich durchzuarbeiten. Durchzuquälen braucht sich jedoch niemand. Davor sorgt Trojanow bzw. seine halbbiographische Titelfigur Burton - mit seinem wundervollen, ganzheitlichen und kritischen Blick auf die für uns Europäer so fremde Kulturen. Namentlich ...
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