Die weiße Jägerin
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Bindung: Broschiert
EAN: 9783426631669
ISBN: 3426631660
Label: Droemer/Knaur
Hersteller: Droemer/Knaur
Anzahl Seiten: 416
Erscheinungsdatum: 2006-10
Herausgeber: Droemer/Knaur
Studio: Droemer/Knaur
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion: Die Massai hatten es längst gewusst. Umbruch hatten sie prophezeit, die farbigen Flusskiesel, die der Stammesälteste geworfen hatte. Ein weißer Schatten mit gläsernen Augen und wallendem Haar würde über die Massai kommen. Eiserne Schlangen sollten im Osten Afrikas ihr Feuer speien. Schließlich würden die Tiere fliehen. Die Visionen des Laibon sollten bald Gestalt annehmen.
Als die Protagonistin des Buches, Margarete Zehe, 1884 auf einem Rittergut in Schlesien zur Welt kommt, ist in Deutschland die Gier nach afrikanischen Kolonien ausgebrochen. Reichskanzler Bismarck stellt einen Erkundungstrupp zusammen, um ertragreiche Handelsgebiete in Ostafrika und Sansibar ans Reich zu binden. Es sind die glühenden und farbigen Briefe des jungen Geographen Alfred Zehe, die in seiner kleinen Schwester Margarete schon früh den Wunsch keimen lassen, diese fremde Welt einst selbst kennenzulernen.
Nach einem etwas zähen Entree, in dem Rolf Ackermann die historische Situation der Kolonialisierung referiert, lässt er schließlich seine ostafrikanische Schicksalsgemeinschaft antreten. Es formiert sich ein Gruppenbild aus teutonischen Herrenmenschen, Handelstreibenden, einer deutsch/sansibarischen Prinzessin, sowie einem wissbegierigen jungen Wissenschaftler. Doch bald darfs romantisch werden: Aus der kleinen Margarete ist eine bildschöne Frau und passionierte Jägerin geworden. Ihre bevorstehende Heirat mit Ulrich Trappe knüpft sie an eine einzige Bedingung: Er soll mit ihr ins geliebte Afrika auswandern.
Auf der eigenen Farm stellt sich unter feuerrotem deutsch-ostafrikanischem Himmel bald die Schicksalsfrage. Margarete ist inzwischen zur legendären weißen Jägerin aufgestiegen, die Ehe mit Ulrich hingegen in der sengenden Hitze des Äquators verdorrt. Weder teilt der Gatte ihre Begeisterung für wochenlange Jagdausflüge, noch hat er Verständnis für Eingeborene, die Margarete als weiße Mutter förmlich anbeten. Zu allem Überdruss gibt es noch Anthimos, den blitzsauberen griechischen Freund ihres Bruders. Dank ihm würde Margarete bald endgültig auf dem Schwarzen Kontinent angekommen sein. Und die Massai hatten es längst gewusst.
Afrika im schneeweißen Kolonialstil, gern genutzte Traumspielwiese diverser Autor/innen. Indes -- weder Hemingway noch Tanja Blixen, auch kein Robert Redford in Sicht. Dafür aber grundsolides Ethnotainment, basierend auf einer wahren Begebenheit.
--Ravi Unger
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Habe gerade das Buch ausgelesen und war entsetzt. Es strotzt vor Rechtschreibfehlern (die Schlechtschreibreform mal beiseite gelassen). Dann wird hin und her gesprungen, die Zeitangaben muß man sich mühsam selbst durch Rücklesen verständlich machen (so z.B. die Heirat der M. Zehe mit U. Trappe). Plötzlich ist der Bruder verstorben, die Umstände nur mit einem Nebensatz erwähnt. - Der Oberhammer ist aber, daß später eine englische Königin auftaucht! Das gleich nach WK1, als die Engländer die deutsche Kolonie beschlagnahmten!!! Welche das wohl war? Eine heimliche Zwischenkönigin, von der die Geschichtsschreibung nichts weiß? Wie allgemein bekannt herrschte von 1910 - 1936 King George V. in GB. Spätestens an dieser Schilderung war ich fertig mit dem Buch. Sehr schlampig und schluderig, ist meine Meinung über dieses Buch.
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Sie ritt wie ein Mann, schoss wie ein Mann und dachte wie eine Eingeborene. Als Margarete Trappe, geborene Zehe, während des Ersten Weltkriegs ihre Farm in Ostafrika allein mit drei Massai bewirtschafteten musste, während ihr Mann in einem indischen Gefangenenlager saß, war ihr Verhalten für die englischen Besatzungstruppen eine Provokation. Sie ritt von der Farm, ein paar Massai folgten ihr zu Fuß, kurze Zeit später waren alle aus dem Blick der Beobachter verschwunden. Welch Zufall, dass in dieser Zeit auffällig viele Großtiere von einem auffällig guten Schützen geschossen wurden und später als Fleisch, Leder und Horn wieder auftauchten.
Rolf Ackermann gibt in seinem Romanportrait Einblick in die Epoche deutscher Kolonialpolitik, die von Carl Peters, von Caprivi und Lettow-Vorbeck geprägt wurde. Ackermanns Hauptfigur Margarete erscheint leider nur in weniger als der Hälfte des Buches. Als Leser fühlt man sich von Buchtitel und Klappentext leicht an der Nase ...
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Als ich die erste Folge des ZDF-Films Afrika, mon amour gesehen hatte, stieß ich im Internet auf das Taschenbuch "Die weisse Jägerin" von Rolf Ackermann. Wauhhh! Das ist ein Buch. Die Lebensgeschichte einer deutschen Siedlerin, die 1907 nach Deutsch-Ostafrika ging. Wirklich phantastisch. Ein unglaublich schöner Roman, der sich offensichtlich sehr nahe an der Biographie dieser legendären Margarete Trappe bewegt. Faszinierend, spannend, einfühlsam und unheimlich athmospärisch erzählt! Für mich ist dieses Buch mindestens so gut wie "Jenseits von Afrika". Und wie ich jetzt mit Freude las, wird die weisse Jägerin vom ZDF auch verfilmt.Kommt am 30. Jan. und irgendiwe dann auch im Februar auf Sendung. MOMELLA wird der Titel heissen, was sich wohl am Namen der Farm dieser couragierten Deutschen orientiert. Dort würde übrigens der Film "Hatari" mit Hardy Krüger gedreht. Mich wundert es ehrlich gesagt, dass Die weisse Jägerin noch nicht auf den Bestsellerlisten auftaucht. Man spürt ...
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Eine wunderbare Geschichte, die Rolf Ackermann hier erzählt, und er versteht es, zu erzählen.
Die Geschichte von Margarete Trappe ist so aufregend, dass sie es Wert wäre, erfunden zu werden, wenn sie nicht der Wirklichkeit entstammte. So ist es umso besser. Gerd von Lettow-Vorbeck hat schon 1957 ein Buch über die Heldin gechrieben (Am Fuße des Meru) und nun hat ihr Ackermann zu neuem Leben verholfen.
Eigentlich hätte mir das Buch gefallen müssen, aber die Unzahl der Druck- und Satzfehler - bis hin zu einem offensichtlich falsch eingefügten Absatz - haben mir die Laune beim Lesen immer wieder verdorben. Schade!
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Als Urgroßnichte von "Mama Trappe", wie sie noch heute im südlichen Afrika respektvoll genannt wird, habe ich natürlich jede Zeile dieses Buches in mich eingesogen. Herrn Ackermann ist es in eindrucksvoller Weise gelungen, deutsche Geschichte und das Leben einer außergewöhnlichen Frau zu einer spannenden Symbiose zu verknüpfen. Jeder, der auch nur einmal seinen Fuß auf afrikanischen Boden gesetzt und sich von der Faszination dieses Kontinents hat vereinnehmen lassen, wird dieses Buch verschlingen und sich wehmütigen Träumen hingeben. Ich habe wieder "Heimweh" nach Aftika.
Sehr gelungen - fabelhaft!!!