Die Schuld, eine Frau zu sein
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Bindung: Broschiert
EAN: 9783426779439
ISBN: 3426779439
Label: Droemer/Knaur
Hersteller: Droemer/Knaur
Anzahl Seiten: 238
Erscheinungsdatum: 2007-05
Herausgeber: Droemer/Knaur
Studio: Droemer/Knaur
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Durchschnittliche Bewertung:

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Ein sehr spannender Erfahrungsbericht, der Einblick in die pakistanische Realität gibt. Beschrieben wird das Leben, wie es eine einfache Bäuerin und andere Frauen tatsächlich hinter fortschrittlicheren offiziellen Gesetzen erfahren. Die Menschenrechtsverletzungen sind erschütternd. Bewundernswert ist, wie sich Mukhtar Mai im Laufe des Buches persönlich entwickelt.
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Seit Jahren lebt Mukhtar Mai nun unter Polizeischutz und versucht eine rechtskräftige Verurteilung ihrer Peiniger zu erwirken. Vergebung ist nicht ihr Ziel genauso wenig wie Verständnis. Sie fordert lebenslange Haft und noch lieber die Hinrichtung für die Männer, die zuvor über sie gerichtet haben und nun - in der Folge ihres Widerstandes sowohl ihre Familie, wie auch ihre mittlerweile 200 Schülerinnen und Schüler bedrohen. Ihr Kampf geht weiter. Leider weitestgehend unbemerkt.
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Wollte zuletzt nochmal einen Erfahrungsbericht lesen und bin auf dieses Buch gestoßen. Der Text auf dem Buchrücken hörte sich auch schon sehr ergreifend an.
Bin jedoch recht enttäuscht von dem Buch. Die Autorin hat das Buch erstens nicht selbst geschrieben, sondern ihre Lebensgeschichte einer Ghostwriterin erzählt, die diese dann für sie veröffentlicht hat. Die eigentliche Tat wird lang und breit erzählt, alles jedoch sehr nüchtern. Man kann sich zwar vorstellen, dass es ein absoluter Graus gewesen sein muss, jedoch ist alles recht nüchtern erzählt.
Im Anhang befindet sich dann noch ein recht großer Teil über die Geschichte des Landes und überflüssige Worterklärungen, die man aus dem Zusammenhang raus ganz gut auch so verstehen kann.
Im Prinzip ist der Inhalt des Romans nicht wesentlich mehr als der Rückentext. Schade.
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Selten war ich so berührt und gefesselt wie bei der Geschichte von Mukhtar Mai.
Das Buch fesselt ab der ersten Seite, trotz einfachster Sprache und schnörkellosem Erzählstil.
Zu Beginn der Erzählung - ihrer Misshandlung/Vergewaltigung - wehrt sich alles in meinem westlichen Geist. Mein Intellekt brüllt nach Gerechtigkeit, selbst wilde Rachephantasien kann ich kaum (eigentlich gar nicht ) vermeiden. Doch was diese Frau dann leistet ist phänomenal, und ihre Erzählung (von einem franz. Team als Buch herausgebracht) beeindruckt zutiefst.
Ein Frau die zur Stimme wird, für all die misshandelten Frauen Pakistans, und die den Mut hat an Gerechtigkeit zu glauben und dafür zu kämpfen. Hut ab vor so viel Courage. Das Buch gibt einen Einblick in die Sozialstruktur eines Landes, das die meisten von uns grade mal auf dem Globus finden.
Wie gesagt, literarisch ganz sicher völlig anspruchslos, vom Inhalt her aber allerstärkster Tobak .
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Die 28-jährige Mukhtar Mai wird von einem pakistanischen "Stammesgericht" vier Männern zur Vergewaltigung übergeben. Damit soll sie eine Schuld bezahlen, die ihrem kleinen 12-jährigen, unschuldigen Bruder mutwillig angelastet wird. In ihrem Buch berichtet sie nicht nur erschütternd von ihrer eigenen Geschichte. Sie gewährt auch Einblick in uralte Bräuche, die sich neben dem offiziellen pakistanischen Rechtssystem klar behaupten und sich durchaus auch damit arrangieren lassen: Frauen haben die Strafe für die Taten von Männern zu bezahlen, oftmals mit ihrem Körper, der der Vergewaltigung anheim gegeben wird, oftmals mit dem eigenen Leben. Der Leser erfährt Einiges von der gängigen Praxis der Regelung sogenannter "Ehrenschuld" in diesem Land.
Vor allen Augen des Dorfes aus dem Raume gestoßen, in dem sie eine Nacht lang ihre Peiniger erdulden mußte, legt das Brauchtum auch nahe, daß sie ihrem Leben nun selbst ein Ende setzt.
Mukhtar Mai entscheidet sich jedoch für ...
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