Briefe gegen den Krieg
Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783442152667
ISBN: 3442152666
Label: Goldmann
Hersteller: Goldmann
Erscheinungsdatum: 2003
Herausgeber: Goldmann
Studio: Goldmann
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion: Oriana Fallaci und Tiziano Terzani -- sie, die leidenschaftliche, kulturkämpferische Verteidigerin der westlichen Werte- und Lebenswelt, er, der Versöhnung und Frieden suchende Mahner. Beide stammen aus Florenz. Sie war als Kriegsreporterin und er als
Spiegel-Korrespondent viele Jahre in Asien unterwegs. Und für beide waren die Anschläge auf das World Trade Center der Anlass, jahrelanges Schweigen sprachgewaltig zu durchbrechen. Damit sind die Gemeinsamkeiten aber erschöpft, denn die Schlussfolgerungen, die beide ziehen, können unterschiedlicher nicht sein.
Während Fallaci ihren überwallenden Gefühlen mit einer anklagenden Standpauke über die Blindheit der westlichen Welt vor der islamischen Gefahr die Schleusen öffnet (
Die Wut und der Stolz), fällt Terzanis Antwort auf den Wutausbruch seiner Literatenkollegin sehr viel besonnener aus. Er verbindet mit dem 11. September 2001 vor allem Hoffnung: Hoffnung darauf, dass sich die "Menschen des Westens auf ihre besondere Verantwortung besinnen", indem sie ihre überhebliche Sicht der islamischen Kultur und Lebensart überdenken.
Was er dann in Form von sieben Briefen beschreibt, sind allerdings die Stationen der Enttäuschung dieses Wunsches. Auf einer Reise durch das Krisen- und Kriegsgebiet erfährt Terzani, wie sehr unausrottbare Vorurteile die gegenseitige Wahrnehmung prägen. Den US-amerikanischen Weg hält er für grundlegend falsch. Es bringe nichts, so Terzani, die Gewaltspirale noch schneller zu drehen, vielmehr wäre es sinnvoll, den islamischen Ländern bei "der Isolierung ihrer fundamentalistischen Splittergruppen" zu helfen.
Terzanis Mahnung, intensiver darüber nachzudenken, warum Menschen sich selbst zu Bomben umfunktionieren, ist notwendig. Seine Ankündigung, dass "im Chor der Meinungen auch jene Stimme zu Wort kommt, welche auf die andere Seite der Wahrheit hin weist", hat er mit seinem Kontrapunkt zu Fallacis Wutausbruch mehr als eingelöst.
--Dr. Manfred Schwarzmeier
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Vorab: Terzanis Buch "Noch eine Runde auf dem Karussel.." habe ich verschlungen und geliebt.
Dieses Buch kann ich aber absolut niemand empfehlen.
Es ist eigentlich eine Frechheit. Genauso oberflächlich wie Fallacis Buch/Artikel. Nur eben in die andere Richtung.
Besonders übel muss ich ddm mittlerweile verstorbenen Terzani aber die Verteidigung der Taliban nehmen. Bei den Taliban war Afghanistan sicher???
JA, Friedhofsstille. Die Taliban waren/sind eine Mörderbande, ihre Herrschaft die grausamste und unmenschlichste die Afghanistan je erlebt hat.
Und Gandhi? Den hat er auch nicht erkannt. Aber dies tut wenig zur Sache. Die Taliban zu verteidigen ist lächerlich und zeigt das der Autor sich zu wenig mit deren Herrschaft auseinandergesetzt hat.
Die Taliban haben religiöse und ethnische Minderheiten verfolgt, Frauen grausamst unterdrückt, die Kultur zerstört kurzum es ist lächerlich sie zu verteidigen.
Dies ist sowohl naiv ...
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Tiziano Terzani, eigentlich italienischer Staatsbürger, ist ein ehemaliger Spiegel Korrespondent, der mittlerweile die Hälfte des Jahres unter einfachsten Bedingungen im indischen Himalaja lebt. Das Buch „Briefe gegen den Krieg" schrieb er als Reaktion auf den 11.September 2001 und die Lawine von Ereignissen, die daraufhin unsere Welt beunruhigte und immer noch bedroht.
Als ein Journalist, der seit vielen Jahren in Asien lebt, und durchaus als Kenner der dortigen Verhältnisse gilt, hat er zur Mobilmachung von Teilen der westlichen Welt gegenüber den vermeintlichen islamitischen Schurkenstaaten einen anderen Standpunkt, als den, der uns tagtäglich durch den Hauptstrom der Medien vermittelt werden soll. Von der Lehre Mahatma Ghandis beeindruckt, hat er eher eine neutrale Perspektive zu den Austragenden des Konfliktes, daher mögen verschiedene Überlegungen, die er in seinem Buch ausführt, durchaus auch für uns provozierend und unbequem sein.
In insgesamt acht Briefen ...
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Endlich hat mal jemand den Mut, die Medien-Praktiken der Amerikaner im Afghanistan-Krieg zu durchleuchten und ihre wirtschaftlichen Interessen bloß zu legen. Terzani dürfte wohl der einzige sein, der zur Zeit des Afghanistan-Krieges durch dieses Land gereist ist und mit den Menschen dort und in Pakistan gesprochen hat. Was er dabei entdeckt hat, ist auf jeden Fall die Lektüre wert. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Amerika ja schon wieder versucht, Europa in einen Krieg zu ziehen. Dass er nebenher auch noch mit Fallacis unsäglichem Buch über dasselbe Thema abrechnet, macht ihn noch sympathischer. Ein mutiger Mann!!