Streifzüge durch das Abendland: Europa für Anfänger und Fortgeschrittene
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783442450732
ISBN: 344245073X
Label: Goldmann
Hersteller: Goldmann
Anzahl Seiten: 313
Erscheinungsdatum: 2001-09
Herausgeber: Goldmann
Studio: Goldmann
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Ich habe vor kurzem "Streiflicher aus Amerika" gelesen und war gleich vollkommen fasziniert von Bill Bryson. Wie er sich und sein Land auf die Schippe nimmt - köstlich!
Genauso ging er bei diesem Buch vor. Er reiste wochen- (wenn nicht sogar monate-)lang durch Europa und schreibt seine eigenen Reiseerfahrungen nieder.
Dies hat mich aber eher gelangweilt. In jeder Stadt ging er kilometerweit spazieren, schaute sich Museen an und verschiedenste Straßenzüge.
Und das in jeder Stadt und irgendwie war es immer das Gleiche. Amüsant waren seine Rückblicke, als er das letzte Mal eine Europatour gemacht hat und wenn er mit Menschen in Kontakt kam.
Allerdings reiste er allein und hatte nur hin und wieder jemanden, mit dem er sich unterhalten konnte, wofür ich ihn schon fast bemitleidete. Die meisten Städte, in denen er war, gefielen ihm nicht. Das "echte" Europa fand er nur in Bulgarien... ansonsten war die Stadt entweder total verwahrlost oder zu "touristisch". Abends ...
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da stellt man sich auf ein nettes buch zum schmökern ein und dann das...........vorurteile, widersprüche, sexistisches gelaber. das buch ist schon im papierabfall, zerrissen, damit es niemand mehr lesen kann. da ist der herr bryson so ein vielgeehrter und -gerühmter mann und dann sowas.
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eine bessere Übersetzung wurde unter dem Titel: Wo, bitte, geht's nach Domodossola? Ein Amerikaner entdeckt Europa veröffentlicht. Sie ist zurecht vergriffen, wurde aber leider nie erneut aufgelegt.
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Als erstes eine Vorwarnung: Bill Brysons Berichte aus den seltsamen europäischen Landen sind keine (ich wiederhole: keine) landeskundlichen Erörterungen. Eher erinnern mich die einzelnen Kapitel an eine regelmäßige Zeitungsrubrik der intelligenten Art, die nun als Buch veröffentlicht wird: Ein Amerikaner, der x-mal gescheiter ist als er sich stellt, schert sich nicht um politische Korrektheit und pointiert die jeweiligen Charakteristika eines Landes bzw. einer Stadt. Ganz bestimmt hält Bryson nicht alle Deutsche für lederbehoste Nazis, nicht alle Österreicher für ausgemachte Antisemiten, und Neapel hält er wohl auch nicht für eine dichtbevölkerte Müllgrube in bezaubernder Lage. Aber, soweit ich das nachvollziehen kann (Ich kenne längst nicht alle bereisten Städte und Länder), trifft er ganz gut den Kern, und als guter Beobachter und Satiriker weiß er offensichtlich, dass ein guter Witz niemals auf knochentrockener Reportage beruht.
Das Schöne an Brysons "Berichten" ...
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Abgesehen von dem zeitlosen, entwaffenden Humor Bill Brysons kann man sich hier ein interessantes Zeitbild des Europas der späten achtziger Jahre auf amüsanteste Weise zu Gemüte führen.
Vieles hat sich inzwischen weiterentwickelt (Deutschland ist nicht mehr das reichste Land Europas, Schweden hat sich vom verlotterten Wohlfahrtsstaat zum High-tech-Paradies gewandelt, in vielen Ländern kann man dank Globalisierung eine zwar uniformisierte, aber die lokalen Gebräuche in kulinarischer Hinsicht zu Recht vergessen lassende Küche geniessen, der Endzeit-Kommunismus in Bulgarien ist nicht mehr, andere Ereignisse der Weltgeschichte haben die Dominanz der Erinnerung an das dritte Reich und den Weltkrieg geschmälert, usw...)
Vieles aber auch nicht: Das mit Touristenmassen hoffnungslos überlastete Florenz, der bornierte Anti-Amerikanismus der Franzosen, der Müll in Neapel sowie natürlich Sehenswürdigkeiten, die immer beeindruckend bleiben werden (z.B. Capri, Wien, ...
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