Göttin auf Zeit. Amitas Kindheit als Kumari in Kathmandu
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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783453120334
ISBN: 3453120337
Label: Heyne
Hersteller: Heyne
Anzahl Seiten: 416
Erscheinungsdatum: 2006-02
Herausgeber: Heyne
Studio: Heyne
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion:Zweimal hatte der Autor sie bereits gesehen. Im Dezember 1991 durfte er zum ersten Mal den Kumari Bahal, den Wohnsitz der "lebenden Göttin" in Kathmandu betreten. Ein kurzer Blick auf die damals dreijährige "Amtsträgerin" wurde ihm bewilligt. Neun Jahre später kehrte Gerhard Haase-Hindenberg nach Nepal zurück. Im Rahmen einer "Puja", eines Opfergottesdienstes, wurde er Zeuge eines magischen Auftritts der mittlerweile 12-jährigen in vollem Ornat. Dem betörenden Anblick dieser "heiligen Femme fatale", ihrem dritten Auge auf der Stirn, den grellroten Lippen, märchenhaften Gewändern und dem bis zur Schläfe gezogenen Kajalstrich, konnte sich auch der Autor nicht entziehen. Es entstand der Bericht aus einer fernen und fremden Kultur.
War dieser fast 16-jährige Teenager Amita, der ihm jetzt in Jeans und T-Shirt mürrisch schweigend gegenübersaß, wirklich die ehemalige legendäre Mädchengöttin? Und würde sie, abgeschottet hinter Palastmauern großgeworden und nicht eben mit westlichen Kommunikationsformen vertraut, überhaupt mit dem fremden Journalisten sprechen? Nachdem der wachsame Vater entfernt werden konnte, brach sie ihr Schweigen. Am Tag vor ihrem dritten Geburtstag hatten ihre Eltern die künftige Kumari in den Palast gebracht. Königliche Astrologen hatten in ihr (ein Ritual, nicht unähnlich dem Auffinden des nächsten Dalai Lama), die Inkarnation Talejus, der Schutzgöttin Nepals ausgemacht. Das Märchen hinter vergitterten Fenstern begann. Es sollte tragisch enden!
Von einer normalen Kindheit keine Spur. Rituelle Handlungen und Einsamkeit bestimmten den Alltag. Lediglich an hohen Feiertagen verließ die Kumari den Tempel, um als verehrte Prozessionsstatue in den Straßen ihren Segen zu spenden. In langen, separaten Interviewsitzungen mit Amita, ihren Eltern, sowie hochrangigen Priestern, erschließt sich Haase-Hindenberg langsam eine hochkomplexe Glaubenswelt; sogar die bislang geheimen tantrischen Riten des Kumari-Kults werden ihm nahegebracht. Nach zehn Jahren "Göttin auf Zeit" dann der Schock. 2001 gingen die Schlagzeilen um die Welt: Massaker im nepalesischen Königspalast! Die gesamte königliche Familie kam im Kugelhagel ums Leben! Das Land gelähmt! Für die Schutzgöttin des Königs begann eine gefährliche Zeit. Noch gefährlicher könnte für Amita Shakya nur die Rückkehr ins wirkliche Leben werden.
--Ravi Unger .
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Amita, deren Lebensabschnitt als Kumari (Mädchengöttin) der Autor in dieser Geschichte erzählt, wird spätestens mit 12 Jahren vor der Menarche in Pension geschickt und durch eine neue Kumari ersetzt. Danach wird sie in das normale Leben entlassen, ohne darauf ausreichend vorbereitet zu sein wie alle ihre Vorgängerinnen.
Man ist geneigt, diese Geschichte als Märchen aufzufassen, aber sie ist kein Märchen, so unglaublich sie auch für uns klingen mag. Sie hat sich nur wenige Flugstunden von uns so zugetragen.
Der Autor beschreibt in anrührender Weise dem Leser aus Sicht der Kumari das Leben der Mädchengöttin, die - abgeschottet von allen normalen Menschen und möglichen Spielgefährten - in einem eigens für sie gebauten Palast, dem Kumari Bahal, residiert und deren Tagesablauf von religiösen Ritualen bestimmt wird, die für Europäer völlig fremd sind.
Gerhard Haase-Hindenberg schildert höchst anschaulich die für uns so fremde Welt Nepals. ...
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Dem Autor gelingt es mit großer Eleganz, Selbstverständlichkeit und einem authentischen "sich einfühlen" die Zerissenheiten aber auch glückhaften Momente eines Kindes. dann jungem Mädchens, in einer durch und durch ungewöhnlichen Lebenssituation zu beschreiben. Das liest sich ungemein spannend. Wenngleichen man sich auch im vorliegenden Buch dem Wunsch des Autors nach Entschleierung und Entmystifizierung nicht immer entziehen kann, so gelingt es der jungen Kumari und ihrer Geschichte doch immer wieder ein sehnsuchtsvolles Mysterium zu bewahren.
Ich habe das Buch mit "bebendem Herzen" gelesen, sehr, sehr zu empfehlen.
Bewertung:

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Das Buch beschreibt das Leben der Kumari (Mädchengöttin) Amita, die bis vor wenigen Jahren Ihre Kindheit Kumari Bahal verbracht hat. Das besondere an diesen sehr guten Buch ist, dass nicht nur das Leben der Kumari genau Beschrieben ist, sondern auch ihre Gefühle, sowie die Gefühle Ihrer Familie und Freunde. Dadurch wird das Buch sehr lebendig und man kann als Außenstehender erstmals die Wünsche, Konflikte und Sehnsüchte aller Beteiligten hineinversetzen. Besonders bewegend sind die persöhnlichen Schilderungen von Amita nach verlassen des Kumari Bahal, wo sie mit Ihren Ängsten in die Welt entlassen wird.
Dieses Buch ist wirklich sehr empfehlenswert und war leider viel zu schnell zu Ende. Hoffendlich wir der Autor in ein paar Jahren noch eine Fortsetzung schreiben, damit man erfährt, was aus Amitas Träumen und Wünschen geworden ist.
Bewertung:

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Ich weiß noch gar nicht so recht was ich schreiben soll. Fest steht nur eines: dieses Buch MUSS die maximale Punktezahl bekommen.
Am Anfang habe ich mich ein wenig schwer getan, mit den vielen, fremd klingenden Begriffen und Eigennamen. Nachdem ich diese verinnerlicht hatte, konnte ich das Buch (fast) nicht mehr weglegen. Das Wechselspiel zwischen der Beschreibung aus der Sicht Außenstehender mit den eigenen Gedanken und Gefühlen der Kumari Amita, macht den besonderen Reiz dieses Buches aus. Man hat in jedem Moment den Eindruck, live bei den Geschehnissen dabei zu sein. Es ist weiterhin überaus interessant zu lesen, wie mechanisch und unreflektiert (vom westlichen Standpunkt aus) die religiösen Rituale durchgeführt werden und trotzdem eine so große Bedeutung für die Menschen in Nepal haben. Wenn man liest, wie z.B. am jährlichen Indra-Jatra-Fest versucht wird, die (göttliche) Kumari mir Münzen "abzuschießen", wird einem auch mal wieder klar, dass die Menschen in Asien ...
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