Arschfahl klebte der Mond am Fenster...: Die Kommissar Schneider Romane 1 - 4
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783462034318
Ausgabe: 1
ISBN: 3462034316
Label: Kiepenheuer & Witsch
Hersteller: Kiepenheuer & Witsch
Anzahl Seiten: 521
Erscheinungsdatum: 2004-11
Herausgeber: Kiepenheuer & Witsch
Studio: Kiepenheuer & Witsch
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion: Auf nachtschwarzem Cover prangt in hastig hingeworfenem Strich der Protagonist. Blutrot leuchtet neben dem ermittelnden Strichmännchen-Kommissar die Botschaft, die diese Nacht verheißt: Arschfahl klebte der Mond am Fenster. Allein dieser erste Blick lässt frösteln. Nun ist die Zeit für eine umfassende Werkschau. Die vier Thriller um Kommissar Schneider, die die meisten Amazon-Leser bei ihrem Erscheinen schier aus dem Häuschen geraten ließen, liegen nun als Sammelband vor. Helge Schneider präsentiert:
Allein die düsteren Titel verheißen nichts Gutes:
Zieh dich aus du alte Hippe entspricht dem zarten Begehr des Kommissars, der beim Eisdessert unversehens scharf wird, seine Frau zum Schnellverkehr zu bitten. Müßig im Helge Schneider-Kosmos, Inhaltliches ergründen zu wollen. Zeit und Raum, Mann und Weib, Mensch und Tier, Täter und Opfer -- all dies wirbelt in Schneiders wohlbekanntem erzähltechnischen Absurdistan in Schwindel erregender Weise und bis zur Unkenntlichkeit durcheinander.
Beim nächsten Fall
Das scharlachrote Kampfhuhn vom August 1995, in dem ein Huhn gleich serienweise Menschen dahinpickt, haben wir den ernst gemeinten Rat eines Amazon-Lesers beherzigt und zwischen den Zeilen gelesen. Ähem! Nicht viel weiter gekommen. Aber die Sache wird langsam amüsant. Und an Sex mangelt es auch nicht, wie Streifenpolizistin Monika M. am eigenen Leib erfahren darf.
Der Mörder mit der Strumpfhose lässt den Anarcho-Ermittler zeitweilig zum Elch mutieren (mehr darf hier nicht verraten werden). Der Zyklus des Irrsinns schließt mit der orientalischen Schauermär
Der Scheich mit der Hundehaarallergie, dem jüngsten Fall. Während der Kommissar auf Dienstfahrt einen unsichtbaren Scheich dingfest zu machen versucht, geht Schneiders Frau zuhause fremd. Wenn das nicht Lust aufs Weiterlesen macht?
Krudester Geschmack, derbster Sex, Blut- und Schleim satt, ein Personal wie dem Irrenhaus entsprungen, das Ganze ein einziger stilistischer und semantischer Supergau. Sollten jemals Außerirdische auf die Überreste eines letzten erhaltenen Buchexemplars auf der Erde stoßen und arschfahl werden angesichts des Gelesenen, was sagt man denen nur? Ja, peinlich, Leute. Aber so war eben unser Helge Schneider. Verstanden hat ihn nie jemand so recht. Aber höllischen Spaß gemacht hat er allen.
--Ravi Unger
Durchschnittliche Bewertung:

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Ich habe mich bei den ersten seiten fast weggeschmissen vor lachen dabei muss ich bei büchern normalerweise nie laut loslachen sondern höchstens schmunzeln.
Das ganze Buch schmeisst alle Normen in einem Satz über den Haufen, sodass im Ergebnis unglaublich ineinander verkeilte Nebensätze in einem Satz die unglaublichsten und unzusammenhängendsten Gedankensprünge hervorbringen, die man sich vorstellen kann. Der Inhalt ist einfach nur der geballte Schwachsinn hoch 10. Aber genau das ist das tolle und erfrischende. Wie mans von Helge gewohnt ist, befreit sich das Buch von Zusammenhang und Anspruch und das ist in diesem Fall höchst erheiternd ;-). Völlig banale Brutalität (Kommissar Schneider bringt einen Ober um, weil im Restaurant die Toiletten dreckig sind) und Sexgeschichten (Kommissar Schneider poppt eine Polizeikollegin 10 stunden lang. am nächsten Tag reicht er eine Beschwerde wegen behinderung am Arbeitsplatz ein) sind das Sahnehäubchen.
Ich habe das Buch öfters ...
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Bewertung:

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Ich habe erst das erste Buch gelesen und muss schon eine Rezension schreiben - das sagt eigentlich alles.
"Zieh Dich aus Du alte Hippe" (Kommaregeln werden nicht nur einmal vergewaltigt) lautet der Titel des ersten Buches und wirkt auf mich sehr irreführend, denn ich halte den Titel für einen Hinweis auf recht schlechten und banalen Inhalt und Stil. Wer in den Rezensionen lediglich ein oder zwei Sterne vergibt, der kennt wohl Helge Schneider nicht; sicher kann man so bewerten, aber wer erwartet schon einen durchgestylten, schlüssigen, runden Kriminalroman, der vielleicht auch noch nach bewährten Spannungs-Schemata geschrieben ist? DAS ist natürlich bei Schneider NIE der Fall - und deshalb lese ZUMINDEST ICH genau solche Sachen. Es erweitert den Horizont, weg vom engstirnigen Denken, bringt Lacher ins Leben, durchbricht (manchmal mit der Brechstange) Logik-Automatismen der eingefahrenen Denkschemata. Mag das erste Buch durchaus Schwächen haben und nicht auf jeder Seite ein oder zwei ...
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Bewertung:

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Sitzt man mit diesem Buch im Zug, werden sich die Leute denken: "Sag mal - was liest die denn da!" Denn die Gesichtsausdrücke beim Lesen schwanken zwischen Schmunzeln, angewiedertem Blick, ungläubigem Stirnrunzeln über halbe Lachanfälle bis hin zum Kindchenschema-Blick. Sämtliche Schnulz-Kriminalromane zusammengenommen in einem kindlichen Schreibstil veralbern dieselben und bilden eine absurd komische Essenz. Aua!... und doch - wenn man mal eine Abwechslung braucht: perfekt!
Bewertung:

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Helge Schneider auf der Bühne - ein Hochgenuß! Schräger Humor, Improvisationskunst vom Feinsten, erstklassige Musik (Schneider sollte als Jazzer nicht unterschätzt werden!)... Als Romanautor jedoch ist Schneider eine Zumutung. Solche wild fabulierten Geschichten haben mein Bruder und ich als Kinder geschrieben (freilich ohne die Schmuddel- und Ekeleffekte, die Helge sehr zu lieben scheint). Schneiders Romane sind überhaupt nicht lustig, gar nicht unterhaltend, sie sind schlicht und ergreifend infantiler Schrott. Was ist nur aus dem einstmals seriösen Kiepenheuer-und-Witsch-Verlag geworden... Er druckt der schnellen Kohle wegen meistenteils minderwertige Kabarettprogramme oder "literarische" Schnellschüsse von allen möglichen Fernsehheinis ab. Dagegen ist jeder Groschenheftroman hohe Literatur.
Bewertung:

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Dieses ist ein äußerst makabres Buch, vom Anfang bis zum Ende vollgestopft mit schwarzem Humor. Kommissar Schneider ist ein brutaler Kerl, der alle in seiner Umgebung verprügelt (bis sie sogar teilweise „Matsch“ sind) und seine Frau Ursula „Schlampe“ nennt.
Die Morde, die er aufzuklären hat, rücken vollständig in den Hintergrund. Es handelt sich auf keinen Fall um Krimis der herkömmlichen Art, und haben kaum etwas mit der Lösung eines Falles zu tun. Man hat den Eindruck, als befände man sich direkt in einer extremen Ulk-Komödie. Keine einzige Zeile ist ernsthaft zu verstehen, der Text ergibt teilweise überhaupt keinen Sinn.
Das Werk hat sicherlich seinen Reiz für Liebhaber von derart schwarzem Humor, aber wirklich auch nur für diese Leser! Für alle Anderen ist es sicher zuviel an Ulk und ungeeignet.