Seegrund: Kluftingers neuer Fall
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Bindung: Broschiert
EAN: 9783492049542
Ausgabe: 15
ISBN: 3492049540
Label: Piper
Hersteller: Piper
Anzahl Seiten: 336
Erscheinungsdatum: 2007-09
Herausgeber: Piper
Erscheinungsdatum: September 27, 2006
Studio: Piper
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion:Kleine schaurige Heimatkunde vorweg: Wer den Zugang zur Hölle suche, heißt es drohend auf der Website des Bayrischen Rundfunks, Abt. Land und Leute, liege beim Alatsee nahe Füssen genau richtig: Blutrote Färbung, purpurnes Nebelgewalle, tief unten, mangels Sauerstoff, nichts als der Tod!!!! Als wäre dies und der infernalische Schwefelgeruch nicht genug, soll auch noch ein verfluchter Mönch aus dem 17. Jahrhundert mit Rassel und Geheul seinen Soundtrack beisteuern. Ach ja, ein düsteres Geheimnis aus Deutschlands dunkelster Zeit soll hier angeblich auch noch versenkt liegen. Davon erwähnt der Bayrische Rundfunk allerdings nichts. Alles in allem also, kein schlechter Startplatz für Kommissar Kluftingers langerwarteten dritten Fall.
Dabei wollten der bärbeißige Allgäuer und seine Erika lediglich ihren Sohn und dessen neue Freundin in Füssen zum gemeinsamen Weihnachtsfest abholen. Nachdem Kluftingers xenophobes Hassgebrummel gegen japanische Neuschwansteinbesucher abrupt endet, als er entgeistert feststellen muss, dass Markus' Neue aus dem Lande Nippon stammt, entschließt man sich zu einem Beruhigungsspaziergang entlang des idyllischen Bergsees. Der letzte Rest vorweihnachtlicher Stimmung fleucht ins Gebirg', als die vier auf eine männliche Leiche in einer riesigen Blutlache stoßen. Angesichts der rätselhaften Zeichnung, die der Tote vor seinem gewaltsamen Ableben in den Schnee gekratzt hat, startet Kluftinger durch!
Bajuwarisches Mythengewaber, heimatlich wohliges Kässpätzle-Feeling, ein grantelnder Kriminaler, der die Maske voralpenländischer Betulichkeit oft genug herunterreißt --, das Autorenduo Klüpfel und Kobr scheint auf eine Goldader gestoßen zu sein, wie die Leserzuschriften beweisen. Ob im Nahkampf mit dem Fotohandy, seinem krudem Englisch (
your sunbrill, Miss!), oder dem größten anzunehmenden Ungemach in Gestalt einer neuen Assistentin an seiner Seite --, gemächlich tapsend wie Braunbär Bruno treibt Kluftinger seine Allgäuer Ermittlungen um den toten Taucher vom Alatsee voran. Gestalten die sich anfänglich noch unerwartet zäh, so führen bald alle Hinweise auf den Grund des Alpengewässers und seines blutroten Geheimnisses, von dem der Bayrische Rundfunk, Abt. Land und Leute partout nichts wissen wollte. Wir aber sind gerne eingetaucht in den schaurig-schönen Höllenschaum und freuen uns jetzt schon auf den vierten Kluftinger-Fall.
--Ravi Unger
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Tauchverbot im sagenumwobenen Alatsee. Als Kluftinger die japanische Freundin seines Sohnes mit einem beschaulichen Spaziergang mit den Naturschönheiten des Allgäus beeindrucken will, ahnt er nichts von dem grauseligen Anblick, der sich seiner Familie bald bieten wird. Denn im Schnee am Seeufer liegt ein lebloser Taucher in einer roten Lache. Der Kommissar checkt die Lage und stellt gleich zu Anfang fest: Bei seinem neuen Fall ist nichts so wie es erscheint und um die Lösung des Rätsels zu finden, muss er buchstäblich dem See auf den Grund gehen.
Der Kultkommissar von Kempten ist nach seiner Rettungsaktion am See ziemlich verschnupft, aber er lässt nicht zu, dass eine kleine Erkältung sein Hirn verkleistert oder ihm seinen bärigen Humor nimmt. Der Taucher, der mit eingedelltem Schädel gerade noch so mit dem Leben davon gekommen ist und nun im Koma liegt, hatte ein rätselhaftes Zeichen in den Schnee gemalt. Was wollte er damit sagen? Gar nicht begeistert ist er von ...
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Bewertung:

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Bei der Romanmotivsuche hat sich das Autorenduo diesmal offenbar von Fräulein Smillas Gespür für Schnee inspirieren lassen: eine dubiose Gruppe auf der Jagd nach einem imaginären Schatz, der bislang aufgrund mangelnder technischer Möglichkeiten nicht geborgen werden konnte.
Ansonsten handelt die Geschichte wie immer von den kleinen Nickligkeiten mit einer neuen Kollegin, sowie dem Nachbarn Dr. Langhammer. Das ist zwar teilweise recht lustig, bringt die Handlung aber nicht voran.Einer der beiden Autoren gibt Georges Simenon als sein Vorbild an. Da hat er wohl bislang nicht allzuviel gelernt. Simenon hätte für diesen Roman nur halb soviel Seiten gebraucht. An den Vorgängerroman "Erntedank" kommt Seegrund nicht heran.
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Diesen dritten Fall von Kommissar Kluftinger hatte ich mir zuerst zugelegt, nachdem ich mehrerer Berichte zu diesem Buch im TV gesehen hatte und der Titel vielversprechend war (Teil 1 und 2 hatte ich kurz darauf nachgeordert). Ich wurde nicht enttäuscht. Der Fall hat es in sich und verbindet die berufliche Tätigkeit des Kommissars gekonnt mit Witz und den Privaten Aktivitäten von Kluftinger (z. B. die Szenen im Schwimmbad, das Essen im japanischen Restaurant, etc.), die recht humorvoll sind. Die beiden Autoren verbinden das Fachwissen (z. B. über den Alatsee und den Forgensee) gekonnt mit Krimiinszenierung im schönen Allgäu. Weiter so.
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...geben Klufti und seinem Team wieder einmal die Gelegenheit zu ermitteln.
Die Zutaten für diesen 3. Krimi des Autoren-Duos lauten: ein im Koma liegender junger Mann, der nicht ist, der er zu sein vorgibt, ein verschwörerischer Club alter Männer, der nicht so seriös erscheint, wie er gerne möchte, ein am See lebender selbsternannter Schamane, der nicht so verrückt ist, wie unser Kommissar zunächst glaubt, ein alter Eigenbrötler, der nicht der Spinner ist, für den ihn alle halten und dann auch noch ein Forscherteam, das mehr mit dem Fall zu tun, als dem Professor lieb ist. Und alle Fäden laufen in der Vergangenheit zusammen. In seiner bekannt grantigen Allgäuer Art gelingt es Kluftinger und seiner Füssener Kollegin Marx auch dieses reichlich verwickelte Knäuel zu entwirren.
Auch in seinem privaten Umfeld muss sich Kluftinger mit allerlei Problemen auseinandersetzen. Nicht genug, dass ihm eine heftige Erkältung zusetzt, nein, muss ihn doch ausgerechnet Intimfeind ...
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Seegrund ist nun wirklich mehr als gelungen. Die Geschichte um den Alatsee im 2. Weltkrieg mit einzubinden, echt super gemacht. An Spannung nicht zu überbieten. Da der Alatsee ja tatsächlich im 2. Weltkrieg eine Rolle spielte. Nachzulesen in dem Buch Hitlers Gold, Devisen usw.
Den Allgäuer Humor liebt man oder man lässt die Finger von den Büchern. Denn wer diesen Witz nicht versteht hat es nicht verdient diese Bücher zu lesen. Immer wieder kommen zwischen Spannung und dem Ernst der Lage, Wortlaute und Situationen, die zum Schmunzeln sind. Liebe Leser, das sind die Bücher, die unserer Alltag bereichern. Und mit Seegrund ist der 3. Fall des Kommissar Kluftinger den Autoren wirklich mehr als gelungen.