Sturz ins Leere (Serie Piper)
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783492212472
Ausgabe: 4. A.
ISBN: 3492212476
Label: Piper
Hersteller: Piper
Anzahl Seiten: 256
Erscheinungsdatum: 2007-10
Herausgeber: Piper
Studio: Piper
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Durchschnittliche Bewertung:

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Das Buch ist ohne jeden Zweifel äußerst spannend. An zwei Abenden hatte ich es ausgelesen. Die Story der beiden Bergsteiger, von denen der eine das Seil durchschneidet, an dem der andere hängt, ist fast unglaublich. Beide schaffen es zurück vom Berg in die Zivilisation - der eine unter unvorstellbaren Schmerzen, die sich beim Lesen auf einen zu übertragen scheinen, so anschaulich werden die Strapazen und die Qualen geschildert.
Zwischendurch habe ich mich immer wieder gewundert, wie man so leichtsinnig einen Berg besteigen kann, was die Ausrüstung betrifft, die Absicherung und die Planung insgesamt. Aber vielleicht ist das bei 25-jährigen Bergsteigern so? Einmal schreibt Autor Joe Simpson sogar: 'Wie dumm, sich mit der Masse aus Schnee und Eis und Fels messen zu wollen'. Lange hat die Erkenntnis nicht gedauert: Joe Simpson klettert noch immer.
Wahrscheinlich begebe ich mich auf dünnes Eis, wenn ich die allgemeine Harmonie durchbreche, die hier unter den ...
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Ergriffen legte ich das Buch bei Seite, nachdem ich es in einem Zug gelesen habe. Ich konnte es einfach nicht beiseite legen, viel zu Ergriffen war ich von den Ereignissen. Schonungslos offen berichtet Joe Simpson von seinen Gefühlen und Ängsten. Bewundernswert sein starker Wille und die Kraft, diese entsetzliche Schmerzen zu ertragen. Mein Herz ging schneller als er in naher Ferne das Basislager erahnen konnte...aber die Ungewissheit, was ihn dort erwarten würde...ich fühlte so intensiv mit...
Ein Buch, welches sicherlich vom Autor viel Mut erforderte, auf eine Zeitreise zu gehen in eine Situation, die sich kein Mensch als Real vorstellen könnte und die er doch erlebt und vor allem überlebt hat. Ein Wunder ! Ein MUSS für jeden Alpinisten.
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Joe Simpson und Simon Yates wollen den Andengipfel Siula Grande über die bisher unbezwungene Westwand besteigen. Sie machen sich auf die Reise und errichten ihr Basislager im Schatten der Anden. Für die Besteigung setzen sie zwei Tage an und erreichen tatsächlich am ersten Tag, nach schwierigem Aufstieg, den Gipfel. Dann schlägt das Wetter um und die beiden Briten versuchen eine schnelle Abstiegsroute zu finden. Joe stürzt dabei unglücklich und zerschmettert sein Bein. Der Unterschenkelknochen wird in die Kniescheibe getrieben und zersplittert diese. Simon versucht Joe ins Tal abzuseilen, obwohl er sicher ist, dass sein Freund dem Tod geweiht ist. In einer stürmischen Nacht seilt er Joe über einen Abgrund hinab und dieser hängt hilflos im Nichts. Simon kann das Gewicht nicht mehr halten und durchschneidet das Seil. Joe stürzt 30 Meter tief und verschwindet in einer Gletscherspalte. Spätestens jetzt gibt es keinerlei Chance mehr auf ein Überleben. Aber Joe lebt. Und er gibt nicht ...
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Joe Simpson und sein Freund Simon Yates wollen in den peruanischen Anden eine Erstbesteigung wagen. Joe stürzt ab, zerschmettert sich das Knie und wird über eine lange Strecke von Simon den Berg hinab abgeseilt. Nach einem weiteren Absturz wähnt Simon seinen Freund tot und schneidet das Seil, das beide verbindet durch, um wenigstens sich selbst zu retten.
Das hört sich brutal an, war in diesem Fall aber eben die einzige Möglichkeit. Schonungslos ehrlich schildern die beiden Ich-Erzähler ihre Gedanken in den betreffenden Momenten. Absolut beeindruckt bin ich von Joes Kampf ums Überleben, obwohl die Aussicht es zu schaffen nicht wirklich groß war.
Obwohl man als Leser sich ja schon denken kann, dass die ganze Sache im weitesten Sinne gut ausgeht, bleibt die Spannung bis zum letzten Moment erhalten, man fiebert und leidet mit Joe.
Ein gigantisches Buch ...
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Dieses Buch schildert autobiografisch zunächst die Besteigung eines Berges in den Anden. Beim Abstieg verunglückt der Autor und er schildert seinen Überlebenskampf und alleinigen Abstieg mit gebrochenem Bein ins Lager.
Ich muss zugeben, ich habe zuerst den Film gesehen und dann das Buch gelesen. Simpson schildert seinen Bericht so detailiert und nachvollziehbar, dass man es kaum noch aus der Hand legen kann. Ich muss zugeben, dass es mich (obwohl ich die Geschichte schon kannte) so mitgerissen hat, dass ich das Buch so schnell (!!) gelesen hab, nur damit Simpson endlich lebend im Lager wieder ankommt.
Aber das Buch schildert noch mehr. Es verdeutlicht die Gedankengänge, die ein Bergsteiger hat. Wieso man sich derart Gefahren aussetzt, wieso das Durchschneiden des Seils nun mal die einzige Möglichkeit war zu Überleben.