Mordskind
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783492226318
Ausgabe: 7., Aufl.
ISBN: 3492226310
Label: Piper
Hersteller: Piper
Anzahl Seiten: 359
Erscheinungsdatum: 1998-07
Herausgeber: Piper
Studio: Piper
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion: Max ist der Inbegriff eines bösen, destruktiven Kindes, er ist ein beängstigendes Monster. Als Max eines Tages verschwindet, gerät die bayerische Kleinstadt in Panik, weil das der zweite Fall in kurzer Zeit ist; wer Max allerdings kannte, atmet auf. Max' Mutter Doris hat es der Sohn ihrer besten Freundin Paula angetan: Sie wickelt Simon ein und manövriert die beruflich engagierte Paula allmählich aus ihrer Mutterrolle heraus, er wird zu ihrem Ersatzkind. Dabei entwickelt sie eine bemerkenswerte Fantasie und bringt Paula immer mehr in Bedrängnis. Nicht genug, dass ihr die anderen Kindergartenmütter auf die Pelle rücken, weil Paula einen in ihren Augen verdächtigen Ausländer als Gärtner beschäftigt, Doris schafft es sogar, Paula einen Mord unterzuschieben. Im Dorf beginnt eine Hexenjagd jeder gegen jeden. Die Kindergartenmütter zünden die Hütte an, in welcher der Gärtner lebt, der Kommissar hält Doris für die Mörderin ihres Sohnes, eine alte Jungfer vom Jugendamt verdächtigt Paula, Simon zu vernachlässigen und ertappt sie am hellichten Tag mit einer leeren Schnapsflasche in der Hand, schließlich wird die Dame vom Jugendamt ebenfalls ermordet. Der Leser wird in einen atemberaubenden Strudel von Abgründen und Intrigen hineingerissen und kann genausowenig Atem schöpfen wie Paula, die immer verzweifelter wird. Paulas alte Tante Lilli, eine resolute und wohlhabende Schauspielerin, greift immer wieder in das Geschehen ein und rettet Paula schließlich vor den Hausfrauen, dem Jugendamt und sogar vor einem Mordversuch von Doris.
Die 1960 geborene Autorin Susanne Mischke skizziert beiläufig und mit viel Ironie das Leben in einer typischen süddeutschen Kleinstadt, in welcher die Mütter morgens in knallbunten Jogginganzügen aus ihren idyllischen Häuschen treten und die Journalistin Paula tyrannisieren, die statt eine biedere Hausfrau zu sein das heimische Kulturleben im Lokalblatt verreißt. Dass Mischke sich dabei gelegentlich zu Klischees hinreißen lässt, etwa in der Beschreibung der Mütter oder dem Gärtner als Mörder, der obendrein seine Arbeitgeberin Paula verführt, stört nur wenig.
Mordskind ist ein beklemmender Psychokrimi, den man am besten mit viel Zeit in einem Sessel sitzend verschlingt.
--Matthias Kehle
Durchschnittliche Bewertung:

Bewertung:

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Kinder und Krimi? Spielzeug, Mord und Totschlag? Doch, das geht. Allerdings: Es gelingt nicht immer. Die deutsche Journalistin Susanne Mischke hat versucht, in "Mordskind" einen guten Einfall literarisch umzusetzen.
Paula, soeben gechieden, Redakteurin beim "Stadtkurier" in einem Provinzort, kümmert sich viel zu wenig um ihren Sohn Simon. Doris dagegen erfüllt alle Merkmale einer Mustermutter. Nur: Ihr Sohn Max entpuppt sich als ein Monsterkind, während Simon prächtig gedeiht. Plötzlich verschwindet Max spurlos. Ein russischer Aussiedler benimmt sich verdächtig. Oder hat ein mysteriöser Kindermörder zugeschlagen? Doris entwickelt einen satanischen Plan ...
Schade, daß die Autorin partout keinen treffenden Sprachton findet. So aber löst sich die Spannung über den Fortgang des Psychokrimis zu oft in Ärger über mißratene Formulierungen auf.
Bewertung:

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Doris und Paula sind Nachbarinnen, Freundinnen - und doch ganz verschieden. Während Doris (anscheinend) glücklich verheiratet ist, sich mit ganzer Hingabe ihrem fünfjährigen Sohn Max und dem Haushalt widmet, Brot backt und in ihrer Freizeit pädagogisch wertvolle Kinderbücher schreibt, ist Paula geschieden, lebt mit ihrem vierjährigen Sohn Simon allein und arbeitet als Redakteurin bei der örtlichen Lokalzeitung. Im Ort ist Paula ziemlich verschrien, weil sie ihr Kind ganztags in den Kindergarten schickt, Motorrad fährt und einen russischen Aussiedler als Gärtner beschäftigt, der in dem Ruf steht, gerne mal auf Spielplätzen zu spannern. Merkwürdigerweise hat sich Doris umhegtes Wunschkind zu einem aggressiven, sadistischen Satansbraten entwickelt, während der kleine Simon ein wahrer Prachtjunge ist. Als Max eines Tages verschwindet, gerät die Kleinstadt in Aufruhr, weil dies der zweite Fall innerhalb von kurzer Zeit ist. Allerdings trauert niemand um Max, nicht einmal seine ...
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Bewertung:

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Nach all den Elogen auf Frau Mischke: ich finde diesen Krimi nicht gut, er ist teilweise sehr vorhersehbar, die Figuren sind mir zu eindimensional, die Story zu konstruiert... Frau Mischke sollte mal einen Stapel guter Krimis lesen, um zu wissen wie man so was richtig macht, ich empfehle Ian Rankin, Reginal Hill, Anne Chaplet, Elizabeth George und die frühe Martha Grimes...
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Als ausgesprochener Fan von Susanne Mischke war ich von diesem Buch ziemlich enttäuscht. Zuerst einmal ist es zwar ein sehr guter Krimi und ließ sich zügig lesen. Zusätzlich jedoch ist es eine sehr heikle Sache, so ein Thema mit Kindern zu verbinden und wenn, dann sollte es zumindest so aufbereitet werden, dass der Leser die Relevanz des Themas und die Gründe begreifen kann. Hierfür fehlte es dem Buch allerdings an Tiefe.
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"Mordskind" ist ein sehr spannender Krimi mit einer feinen Prise Ironie. Das Kleinstadtleben, seine Bewohner, die Super-Muttis, Vorurteile gegen Fremdes und Unangepasstes, alles wird ironisch aufs Korn genommen, auf den Punkt gebracht und genial beschrieben. Die Story an sich ist sehr spannend, ich konnte das Buch kaum weglegen. Stellenweise leider etwas übertrieben geraten (z.B. die Ereignisse in der Theatergruppe), aber 5 Punkte sind trotzdem gerechtfertigt.