Die weiße Einsamkeit
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783492241861
Ausgabe: 3., Aufl.
ISBN: 3492241867
Label: Piper
Hersteller: Piper
Anzahl Seiten: 350
Erscheinungsdatum: 2003-09
Herausgeber: Piper
Studio: Piper
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion: Reinhold Messner gilt zu Recht als erfolgreichster Extrembergsteiger der vergangenen Jahrzehnte. Das hat der Südtiroler mit Dutzenden gewagter Gipfelbesteigungen ein ums andere Mal bewiesen. Ein Berg spielt für ihn und seine Bergsteigerkarriere dabei eine ganz besondere Rolle: der Nanga Parbat. Die Sonderstellung liegt vor allem darin begründet, dass der oft als "Schicksalsberg der Deutschen" titulierte "nackte Berg" auch Messners persönlicher Schicksalsgipfel geworden ist.
Nicht nur, dass der Himalaya-Riese Messners ersten Achttausender-Erfolg darstellte und dass er gleichzeitig als erster Mensch den Nanga Parbat ins Diamir-Tal überschreiten konnte -- entscheidend ist vielmehr: Bei der Expedition von 1970 kam Messners Bruder Günther ums Leben. Reinholds Beweggründe für sein damaliges Verhalten in der sauerstoffarmen "Todeszone" oberhalb von 7.700 Metern, seine Schuldgefühle und Vorwürfe an den Expeditionsleiter waren bereits Anfang der 70er-Jahre Thema diverser Publikationen und Gerichtsstreitigkeiten.
Um dieselben Fragen geht es auch im neuen Buch. Es entstand vor allem deshalb, da kürzlich Kolportagen, Polemiken und heftige Kritik an der 1970er-Expedition aufkamen -- und in dem schwerwiegenden Vorwurf gipfelten, dass Reinhold seinen Bruder um seines bergsteigerischen Erfolges wegen "opferte". Das vorwurfsvolle Hin und Her konnten Interessierte bereits in
Spiegel,
Stern oder
Bild mitverfolgen -- sowie auch in Buchform in Max von Kienlins
Die Überschreitung sowie in Hans Salers
Die Messner-Tragödie am Nanga Parbat.
Sprachlich gesehen schlägt Messner seine einstigen Kameraden und heutigen Kritiker dabei um Längen, nicht zuletzt deshalb, da er auf verbale Attacken weitgehend verzichtet und stattdessen so sachlich wie möglich seine Sichtweise darstellt. In
Die weiße Einsamkeit geht es aber nicht nur um die Person Messner, seine Schuldgefühle und seine Zeit zwischen 1971 und 2000, sondern auch um die Geschichte des Nanga Parbat von 1895 bis heute, in dessen Mittelpunkt Buhls mutige Erstbesteigung 1953 steht. Das sind die Momente, wo man als Leser erahnt, wie sehr sich Messner nach Einsamkeit sehnt -- jenseits des Medienrummels und jenseits der Konfrontation, zu der er freilich auch seinen Teil beigetragen hat.
--Christian Haas
Durchschnittliche Bewertung:

Bewertung:

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Sein langer Weg zum Nanga Parbat. In diesem Buch setzt sich Messner mit seinem Schicksalsberg auseinander und belichtet die Tage an dem er seinen geliebten Bruder in den Höhen des Berges verloren hat. Auch setzt er sich mit seinen Teamteilnehmer auseinander, die nach 30 Jahren immer noch behaupten, dass Messner seinen Bruder ins Lager zurückgeschickt hat nur um den Berg um alles zu durchqueren.
Bewertung:

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Das Buch "Die weisse Einsamkeit" kann einen so richtig ärgern. Hier schafft es ein Egomane, seine eigene Version von momentan umstrittenen Geschehnissen am Nanga Parbat einfach selber noch einmal umzuschreiben. Gesagtes und Geschriebenes aus vergangenen Büchern hat er für alle Fälle ziemlich skrupellos zu einer neuen Messnersaga zurechtgestutzt, Unpassendes wurde zum Teil einfach entsorgt und findet keine Erwähnung, wodurch sich jedoch die Blickwinkel verschieben. Die Aufmachung, mit Zitaten anderer zu den jeweiligen Kapiteln, sollen den Eindruck erwecken, als ginge es hier bereits um einen Mythos, was einem ziemlich größenwahnsinnig vorkommt. Und auch seine Sicht auf seine Mitmenschen lässt ihn geradezu beängstigend unangenehm wirken. Nix für Abenteurer oder Bergfans, die Wert auf das Gefühl der Gemeinsamkeit und Kameradschaft legen.
Bewertung:

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Hier liegt nun ein großartiges Buch vor. Wie die "Sache" damals mit seinem Bruder wirklich war, wird heute wohl niemand mehr 100%-ig sagen können. Liest man dieses Buch und besucht man Reinhold Messner auf seiner aktuellen Vortragstournee, dann klingt seine Version mehr als glaubwürdig - und tragisch.
Von dem abgesehen, liegt hier ein Buch vor, das die Geschichte dieses wohl schwierigsten Berges vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute fesselnd und informativ aus der Sicht eines Insiders erzählt. Dem großen Bergpionier Hermann Buhl, dem die Erstbesteigung gelungen ist, ist sogar ein ganzes Kapitel gewidmet.
Fazit: Ein fesselndes Buch - Pflichtlektüre für alle "Bergfans". Und - Reinhold Messner ist seinen "Konkurrenten", die auch noch 30 Jahre nach dem Tod seines Bruders versuchen, daraus - und aus der Berühmtheit Messners - Kapital zu schlagen, sprachlich einfach haushoch überlegen ...