Zu den heiligen Quellen des Islam: Als Pilger nach Mekka und Medina
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783492246095
Ausgabe: 2
ISBN: 3492246095
Label: Piper
Hersteller: Piper
Anzahl Seiten: 172
Erscheinungsdatum: 2006-01
Herausgeber: Piper
Studio: Piper
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Durchschnittliche Bewertung:

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Der aus Bulgarien stammende und weit gereiste Autor bricht 2003 aus Indien zur Hadsch auf und berichtet freudig und zugleich nüchtern von seinen Eindrücken. In Rückblenden gibt er kurze Exkurse zu seinen Erfahrungen mit Islamgelehrten und dem Sufismus.
Er kritisiert den Umgang mit den Pilgern durch die Behörden sowie den Missbrauch des Islam durch die politische Kaste in Saudi-Arabien, unterstreicht jedoch auch die Verbesserungen, die für die Pilger durch die Regierung erwirkt wurden.
Insgesamt bleibt der Text für mein Empfinden sehr an der Oberfläche. Weder ein intensives inneres Erleben war mir nachvollziebar, noch gab es grundlegend neue sachliche Informationen. Als ergänzende Lektüre ist das Buch jedoch durchaus eine Bereicherung, zudem schnell und leicht zu lesen.
Bewertung:

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Man muss differenzieren: Gerade hier im Westen gibt es inzwischen einige Otto-Normal-Muslime, die den Islam wirklich als eine Religion des Friedens sehen und praktizieren. Wie sie das machen, bleibt ihr Geheimnis, aber sie tun es. Jedoch: In der weiten Welt und vor allem in der Welt der islamischen Theologie sehen die Dinge anders aus. Leider.
Von dieser anderen Realität erzählt Trojanow wenig bis nichts. Eine Realität, der man gerade im saudi-arabischen Mekka hätte begegnen müssen.
Trojanow hat ein unfasslich unkritisches Buch geschrieben.
Bessere Autoren zum Islam sind z.B.:
- Hans-Peter Raddatz.
- Tilman Nagel.
- Necla Kelek.
- Mark A. Gabriel.
- Adel T. Khoury.
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Für die einfühlsame Beschreibung anderer Kulturen bring Ilija Trojanow die besten Voraussetzungen mit: in Bulgarien geboren, in mehreren Ländern (Italien, Deutschland, Kenia) aufgewachsen und auch heute ein Schriftsteller, der mit den Wohnorten Kapstadt und Bombay neue Perspektiven vermittelt.
In seinem Buch "Zu den heiligen Quellen des Islam" setzt er diese Tradition fort: freilich bleibt er ein Fremder, einer mit europäischen Ansichten über Mekka und den Islam, doch öffnet er sich ganz seinen moslemischen, meist indischen Freunden, die ihn den Quellen des Islam und v.a. seiner derzeitigen Glaubenspraxis näher bringen.
Damit leistet er etwas, was praktisch keinem Journalisten mit Reportagen für ein klar definiertes (westliches) Publikum und kaum einem Ethnologen gelingen kann und was auch Beschreibungen orientalischer/islamischer Autoren nicht schaffen: mehrere Perspektiven zu vereinen und mit viel Verständnis und Einfühlungsvermögen, dabei gleichzeitig ...
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