Stille Post in Kleinöd: Ein Niederbayern-Krimi
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Bindung: Broschiert
EAN: 9783492247696
Ausgabe: 7
ISBN: 3492247695
Label: Piper
Hersteller: Piper
Anzahl Seiten: 322
Erscheinungsdatum: 2007-01
Herausgeber: Piper
Studio: Piper
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Durchschnittliche Bewertung:

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Ein gelungener Krimi mit gut gezeichneten Personen. Gewöhnungsbedürftig für mich als Nichtbayern waren die wörtlichen Reden in bayrischer Mundart, die manchmal sehr holprig zu lesen waren. Lesenswert.
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Ein kleines scheinbar idyllisches Dorf in Niederbayern, bestehend aus 14 Einfamilienhäusern, die alle an der Hauptstrasse stehen. Aber mit eigenem Bürgermeister und, man höre und staune, sogar mit eigener Polizeistation. Auch ein eigenes Dorf-Wirtshaus gibt es, viel Luxus für ein derart kleinen Weiler.
Man kann ernsthaft bezweifeln, ob sich das Autorenteam überhaupt einmal in ein niederbayerisches Dorf bequemt haben, denn solche Orte bestehen in der Regel nicht aus Einfamilienhäusern, sondern aus Bauernhöfen. Naja, vielleicht erfolgte die Recherche in den Schlafdörfern rund um München, -und Land ist halt Land.
Die schlechte Recherche ließe sich ja noch verschmerzen, wenn wenigstens die Handlung spannend wäre. Aber auch hier Fehlanzeige. Die Charaktere sind oberflächlich und klischeehaft, die Handlung langweilig und die Auflösung dazu unlogisch. Oder wie kann jemand mitten in der Nacht eine Hofeinfahrt mit auf Maximum gestellten Wasserdruck vom Blut sauberspritzen ...
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Unter herzhaften Flüchen stochert Bauer Joseph Langrieger in seiner Jauchegrube - haben ihm seine Enkelsöhne doch anscheinend wieder irgendwas hineingeschmissen. Diesmal sind die Jungen allerdings unschuldig: eine Leiche liegt in der stinkenden Brühe, der Tote ist ein junger Mann von einem nahegelegenen Bauernhof.
Das bayerische Dörfchen Kleinöd ist gleichzeitig erschüttert und sensationsgierig aufgeregt. Jeder verdächtigt jeden, und die Ermittlerin Franziska Hausmann tut sich nicht leicht, an die verschrobenen Menschen im Dorf wirklich heranzukommen.
Der Tote wird als sehr zurückhaltend und zurückgezogen beschrieben, nicht einmal seine wortkargen Eltern wissen viel über ihn, nur, dass er ständig "computert" hat ...
Nach dem rundum gelungenen "Kluftinger" von Klüpfel & Kobr hatte ich ähnlich hohe Erwartungen an diesen Dorfkrimi aus Bayern, die aber weder beim Kriminalfall noch bei der Charakterzeichnung erfüllt wurden.
Der ...
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Leider hat der Roman meine Erwartungen nicht erfüllt. Ein "Niederbayern-Krimi", da hätte ich mir Selbstironie über Bayern, Witz, packende Charaktere und natürlich Spannung erwartet. Leider wurde keine diese Erwartungen erfüllt.
Die Autorin verstrickt sich derart in plumpe Klischees über das Landleben, daß es einen frösteln läßt. Echtes Bayrisch wird trotz der Assistenz des Co-Autors völlig verfehlt, allein die überbordende Verwendung der doppelten Verneinung ist mehr als unrealistisch (im Bayrischen wird das zwar schon eingesetzt, aber sehr selten und dosiert - etwa um einen Akzent zu setzen).
Eine Identifikation mit der Hauptperson ist schwer. Wenn die Kommisarin herablassend über den Beruf ihres Mannes ("Kinderspielzeug") und ihren jungen Kollegen spricht (dem sie absolut nichts zutraut), dann muß die Autorin ihr dafür in der Handlung handfeste Gründe geben.
Im Grunde habe ich mich durch einen Roman gequält, bei der ich die Hauptperson ...
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Das Buch ist anstrengend zu lesen, da die Grammatik und Sprechweise gewöhnungsbedürftig sind. Dialekt zu sprechen und Dialekt zu schreiben (und das dann aber im Hochdeutschen) ist ein Unterschied. Die Geschichte um den Mord in Kleinöd ist einfach gehalten, aber was ich an dem Buch im Nachhinein interessant fand, waren die kleinen Dinge um die Bewohner und Ermittler - wenn man mehr darüber nachdenkt, kann es einem schon mal frösteln. Aber einen großen Showdown mit grausigem Hintergrund ist nicht zu erwarten. Dennoch fand ich das Buch kurzweilig, 20 Minuten in der U-Bahn in die Innenstadt waren doch viel schneller vorbei als ich dachte.