Steig oder stirb: Geständnisse eines Bergsüchtigen
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Bindung: Broschiert
EAN: 9783492248648
Ausgabe: 2
ISBN: 3492248640
Label: Piper
Hersteller: Piper
Anzahl Seiten: 381
Erscheinungsdatum: 2007-01
Herausgeber: Piper
Studio: Piper
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion:"Was hast du für ein Problem? Ich glaube, ich weiß es. Du siehst es jeden Morgen im Spiegel. Boff, das sitzt. Für Menschen, die nichts riskieren und ihr Leben abseits von Leben und Tod verbringen, hat Mark Twight eben nur Verachtung übrig. Etwa für diejenigen, deren mutigen Taten darin bestehen, morgens aus dem Bett zu steigen, sich mit ihrem Chef zu streiten oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu fahren. Wer sich bei solchen Formulierungen auf den Schlips getreten fühlt, der sollte das Buch schnell zur Seite legen. Denn in diesem Ton geht es schonungslos weiter. Twight, einer der besten Extrem-Alpinisten Amerikas, ist auf den gesamten 384 Seiten zutiefst provokant, arrogant und extrem. Zu Tourvorbereitungen genügt ihm etwa nicht normales Konditionstraining. Nein, er rennt Treppen rauf und runter, bis er sich übergeben muss und zerstörte sogar Beziehungen, nur um sich an das Gefühl des Scheiterns zu gewöhnen.
Solche Töne sind selbst erfahrene Bergliteratur-Leser nicht gewöhnt. Wer Twight kennt, schon. Denn das Enfant terrible der Bergsteigerszene ist schon immer viel mehr als andere getrieben von Wut, Leidenschaft, Kompromisslosigkeit und schonungsloser Ehrlichkeit. Und genau das vermittelt auch sein Buch, das vielleicht ehrlichste und radikalste Buch über die Sucht nach dem Berg.
Der ist Twight zweifel- und gnadenlos verfallen. 24 Storys und Essays machen das überdeutlich. Sie alle handeln von Allein- und Erstbegehungen, vielmehr aber noch von Versuchen und Rückzügen in den Alpen, im Himalaya, im Pamir-Gebirge und in Alaska, und generell vom Leben und Sterben in den Bergen. Konkret handelt es sich um eine Zusammenstellung von zum Teil überarbeiteten und radikalisierten Zeitschriftenartikeln, die zwischen 1985 und 2000 veröffentlicht wurden. Spätestens beim Redigieren und Radikalisiern seiner eigenen Texte wunderte es Twight oft selbst, dass er bislang alle Abenteuer überlebte. Angesichts der Zahl tödlich verun-lückter Kletterkameraden könnte der Buchtitel nämlich genauso gut Steig und Stirb lauten.
-- Christian Haas
Durchschnittliche Bewertung:

Bewertung:

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Ein Buch voller Ehrlickeit, voller Schmerz, voller Wut !
Dramatische Begebenheiten am Berg beschreibt Mark Twight offen und schonungslos, aber auch Freundschaften die ein Leben halten. Mark Twight offenbart sich in seinem Buch ganz - es ist die Bittersüße Symphony eines Bergsüchtigen !
Ein Ausnahmebuch, dass ich verschlungen habe und das ich empfehlen möchte !!
Bewertung:

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nein, es ist kein buch der gängigen art. mark ist schließlich kein auf bergliteratur spezialisierter courths-mahler-clon (schreibt sich die dame so?). mark ist einer der - wohl vielen - tief depressiven hochleistungssportler, und er macht mir eines deutlich: die suche nach einem ausweg aus der depression kann nicht draußen stattfinden. ihm ist all' das gegeben, von dem ich gehofft habe, daß es diesen ausweg bieten sollte: kraft, härte, willen, selbstkritik, fähigkeit und vor allem die möglichkeit (wohl auch finanzieller art), das zu tun, was er will: klettern unter eigener kontrolle, ohne auf die geifernde neidische meute rücksicht nehmen zu müssen, die nun beispielsweise schon seit jahren versucht, reinhold ans bein zu pissen. ohne seine schuhsohlen auch nur erreichen zu können. schlimm, aber gut, daß ich diesen ausweg dank "steig oder stirb" streichen kann. dank dir, punk (auch wenn ich mehr ein gothiker bin.....).
Bewertung:

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Geschichten, Reportagen und Biografien rund ums Bergsteigen faszinieren mich seit eh und je. Darum habe ich natürlich auch zu diesem Buch gegriffen.
Ich denke, an dem Menschen Mark Twight scheiden sich die Geister. Mir persönlich ist er erst im letzten Kapitel "Rechtfertigung einer elitären Haltung" etwas sympatischer geworden. In den Kapiteln zuvor hat er sich völlig anders dargestellt. Er ist einfach besessen, hasserfüllt - auch sich selbst gegenüber - und nur wenig kompromissbereit.
Von dem oft bewährten Slogan 'In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist' ist bei ihm leider nicht sehr viel zu spüren. Manchmal hat es mich gewundert, dass er überhaupt zu den wenigen echten Freundschaften fähig ist. Außerdem äußert er sich sehr abfällig über die Dritte Welt (z.B Katmandu) und lässt auch kaum einen guten Faden an Frankreich, wo er jahrelang gelebt hat.
Nun, man kann über die Wertigkeit dieses Buches geteilter Meinung sein, ...
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Heutzutage findet man Berge von Literatur über
Berge. Ganz obenauf sind die sogennanten autobiographien, mit denen heutzutage beinahe jeder zweite Bergsteiger versucht ein kleines bisschen Ruhm zu erlangen. Große Gefühle werden geschildert, meist so übertrieben dass es schon beinahe trivial erscheint.
Anders dieses Buch. Nichts wird heiliggesprochen, eher wird einfach erzählt von guten tagen, schlechten Tagen und der Zeit dazwischen die er irgendwie zu überbrücken versucht. Teilweise schreibt er wie im Wahn, nur der ernst der erlebnisse scheint ihn immer wieder auf den Boden zu holen. Der Schreibstil ist nicht immer einfach aber doch erkennt man immer die Botschaft, den Flow der Menschen erst zu solchen höchstleistungen treibt. Und höchstleistungen vollbringt er, die größten vielleicht sogar bei einem seiner rückzüge, die flucht vor seinem ersten achttausender. Mark twight strebt nach perfektion wie kein zweiter und in diesem buch "Rechtfertigt er sich auch für ...
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Die Leistungen von Mark sind unbestritten aber ueber dieses Buch kann man sich leider auch streiten.
Ich konnte mit dem Erzaehlstil von Mark nicht so richtig viel anfangen. Bergliteratur bewegt mich, gibt mir ueblicherweise Anregungen, etc. Dieses Buch jedoch hat mich absolut kalt gelassen.
Wer ein interessantes Bergbuch sucht sollte weiter suchen.
Wer sich einen Spass daraus macht, alpine Literatur zu sammel muss wohl durch... :-)