Ich war Staatsfeind Nr. 1: Der Stich des Skorpion. Als Fluchthelfer auf der Todeslister der Stasi
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Bindung: Broschiert
EAN: 9783492261678
Ausgabe: 5
ISBN: 3492261671
Label: Piper
Hersteller: Piper
Anzahl Seiten: 446
Erscheinungsdatum: 2006-03
Herausgeber: Piper
Studio: Piper
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion: Spannung (Geheimdienste, verdeckte Aktionen), Grusel (Folter, unmenschliche Haft), Action (Mordanschläge, Fluchtdramen), Geschichte (DDR, Kalter Krieg, Fall der Mauer): Alles drin! Wer sich auch nur ein bisschen für Zeitgeschichte interessiert, der dürfte den Kauf nicht bereuen.
Wolfgang Welsch hat für seine Überzeugungen sieben Jahre seiner Jugend wortwörtlich
hingegeben: Statt nach drei schrecklichen Jahren in Stasi-Knästen auszureisen (er ist bereits vom Westen freigekauft!), bleibt er in der DDR -- um einen entlarvenden Film zu drehen. Als Leser steht einem schier das Herz still: Wer wäre nicht bis ans Ende der Welt gerannt, um aus diesem Folter-Reich zu entkommen?
Er ist nicht lange draußen. Jahre im Zuchthaus Brandenburg folgen bis zur Abschiebung in den Westen 1971 auf Initiative von Willy Brandt. Bei der Schilderung des Haftalltags, der Gerichtspraxis und der Verhörmethoden steht Welschs Buch lediglich in einer Reihe mit Berichten anderer Zeitzeugen. Wesentlich seltener zu lesen sind jedoch Berichte über die
linke Atmosphäre der 70er Jahre in der Bundesrepublik. Von Opfern des DDR-Systems will man zu jener Zeit nichts mehr hören. Welsch wird während des Studiums von DKP Professoren schikaniert. Einzigartig aber ist das Buch als authentischer Bericht eines der erfolgreichsten Fluchthelfers (der spannendste Teil). Die Stasi jagt ihn mit Killerkommandos. Nur mit unglaublichem Glück überlebt er und das gleich drei Mal! Die Geschichte selbst hat für die Pointe gesorgt: Nach 1990 setzt Welsch die Strafverfolgung der Mörder durch. Der unmittelbare Täter wird verurteilt, der Führungsoffizier erhängt sich in der Zelle.
Es gibt Stellen im Buch, da wankt der Boden und die seelischen Kosten werden sichtbar, die ein Leben im Dienst einer Moral, eines Gedankens, einer Besessenheit mit sich bringt. Da wird der Text selbstgerecht im Ton und verliert an Glaubwürdigkeit. Die Lebensleistung des Verfassers mindert das nicht und auch nicht die Faszination des Berichtes.
--Michael Winteroll
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Ein erschütterndes Schicksal. Für einen Mann der erlebt hat, was Herr Welsch erlebte, kann man nur Verständnis zeigen, wenn er mit Furor jeden Anflug sozialistischen - im übrigen auch christlichen - Denkens "vom Anderen her" und "für Andere mit" für sich ablehnt. Für alle Zukunft möchte Herr Welsch nunmehr für sich selber (ein-)stehen, nie nochmal von staatswegen entmündigt, eingeschränkt und für seine Freiheitsliebe kriminalisiert, sowie seiner Menschenwürde beraubt werden.
Doch die Welt, die mir seine politischen Freunde bereitet haben, will mir auch nicht zusagen. Stichwort: Neoliberalismus, Jeder ist sich selbst der Nächste, soll heißen: Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht, Armut per Gesetz, Wahrnehmung des Menschen nur noch als Arbeitskraft oder Konsument, sprich als Wirtschaftsfaktor. Selbst der Toilettengang kann heute Geld kosten.
Der Spruch der mir dazu einfällt, kommt ausgerechnet von einer iddeologischen Gegnerin von Herrn Welsch ...
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Spannend geschrieben wie ein Krimi, so das man manchmal fast vergisst das es sich um wahre Begebenheiten aus der ehemaligen DDR handelt. Erschreckend ist im Detail zu erfahren wie menschenverachtend dieses verlogene System arbeitete und das das Verfolgen und Auslöschen von angeblichen Staatsfeinden (Menschen mit eigener Meinung, Andersdenkende) oberste Priorität hatte.
Ein Buch über die DDR wie sie wirklich war.
Eine verbrecherische Diktatur die es zum Glück nicht mehr gibt !
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Wenn es so etwas wie deutsche Helden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geben würde - Wolfgang Welsch müsste man sicher hinzuzählen als einen Mann, der immer standhaft seine Überzeugung bis hin fast zur Selbstgerechtigkeit vertreten hat und dafür für heutige Verhältnisse kaum Vorstellbares erlitten hat.
Bei der Lektüre dieses stets packenden Lebensberichts musste ich an eine Zeile aus einem Leonard Cohen-Song denken: "Men will suffer, men will fight, even die for what is right ...".
Stasi-Knast, Eingesperrtsein unter Kriminellen, mörderische Arbeitsbedingungen in Knastjobs, Schweinefraß, Scheinhinrichtungen, Prügel, Folter, Einzelhaft, Psychoterror, Mordanschläge und Vergiftungen.
Welsch hat einige Stasi-Knäste inklusive Bautzen hautnah erlebt und überlebt.
Dazu verraten von der eigenen Ehefrau und seinem engsten Freund - das ist ziemlich viel für ein einziges Leben.
Und alles das, weil Welsch sich den Großteil seines Lebens der SED und ...
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Um es kurz zu sagen: Ein gutes Buch ! Spannend geschrieben, so daß ich es innerhalb von 2 Abenden regelrecht "inhaliert" habe. Und man muß sich immer wieder daran erinnern, daß dieses Kapitel der deutschen Geschichte noch nicht einmal 20 Jahre hiner uns liegt - und wie zu anderen Zeiten sind die Täter auch weiterhin unter uns. Man mage nur an den Doktor denken, der erst ein Gift für Attentate empfohlen hat und dann nach der Wende genau zu diesem Gift Gutachten geschrieben hat - als Experte ....
Dieses Buch ist wirklich zu empfehlen !
Bewertung:

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Ich bin zwar kein unmittelbar Betroffener der Stasi Methoden. Habe aber viel von meinem Großvater erfahren, der Ähnliches wie der Autor des Buches mitgemacht hat. Daher empfand ich die Schilderungen der Haft des Autors sehr echt. Mein Großvater hat Aufzeichnungen über Foltermethoden gemmacht, die ich im Buch von Herrn Welsch wiederfinde. Erschreckend ist aber auch ein Nebenaspekt des Buches. Das die westdeutschen Behörden die Anzeigen von Herrn Welsch entweder gar nicht oder sehr schleppend bearbeiten. Sicherlich war und ist die bestrafung der Täter der DDR ein schwieriges moralisches und juristisches Unterfangen. Dennoch hat es nichts mit rechtsstaatlichem handeln zu tun, das Opfer so lange hinzuhalten und untätig zu bleiben. Auch die rolle Genschers kommt in ein neues historisches Licht. Nach der Wende war er ja ein Held, indem er den Botschaftsflüchtlingen die Einreise in die BRD gewährte. Die mangelnde Unterstützung der deutschen Botschaft von Frau Welsch+Tochter empfand ich als ...
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