Östlich der Sonne: Vom Baikalsee nach Alaska
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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783498006297
Ausgabe: 3., Aufl.
ISBN: 3498006290
Label: Rowohlt, Reinbek
Hersteller: Rowohlt, Reinbek
Anzahl Seiten: 389
Erscheinungsdatum: 2002-12
Herausgeber: Rowohlt, Reinbek
Studio: Rowohlt, Reinbek
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion: Sibirien zehn Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion: Mit welchen Problemen haben die Menschen zu kämpfen, seit der unwegsame Nordosten Russlands strategisch kaum noch von Bedeutung ist? Was hat die neue, oft noch ungewohnte Marktwirtschaft für Folgen? Wie sieht die Situation der lange unterdrückten Ureinwohner aus?
Klaus Bednarz, langjähriger Russland-Korrespondent und Chefredakteur des TV-Politmagazins
Monitor, ist mit einem Kamerateam in mehreren Etappen vom Baikalsee bis nach Alaska gereist, um diesen Fragen nachzugehen: Im Sommer bei fast 40 Grad im Schatten, im Winter bei 30 Grad unter Null, auf rostigen Dampfern und in ausgedienten Militär-Hubschraubern, im Lastwagen oder zu Fuß. Beschwerlicher als das Reisen selbst war allerdings das Organisieren von Genehmigungen und Benzin. Denn die alten Strukturen sind weg, doch neue gibt es oft noch nicht: "Sibirien ist ein Land, das man vergessen hat", hört Bednarz von den Menschen, die hier leben, immer wieder.
Die postsozialistische Tristesse verlassener Städte und verfallener Industrie-Ruinen ist jedoch nur das eine. Das andere Gesicht Sibiriens sind unberührte Flüsse und Gebirge, die weiten Wald- und Sumpflandschaften, in denen sich noch immer Bären, Wölfe, Rentiere und Elche tummeln, und die Vielfalt seiner Völker. Trotz Kolonisation und 70 Jahren Sowjetherrschaft sind viele Traditionen noch lebendig: Bednarz besucht das jakutische Sonnwendfest und fährt mit den tschuktschischen Walfängern zur See. Aber auch mit Wildhütern und Archäologen, mit Überlebenden der Gulags und ehemaligen Piloten der Sowjetarmee hat sich der Autor unterhalten.
Östlich der Sonne ist ein spannender Bericht über das Reisen in Sibirien und eine lebendige Reportage über die Menschen, denen Bednarz in diesem unbekanntenn Land begegnet ist.
--Bernhard Wörrle
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Das Buch ist nichts für zwischendurch, manchmal auch etwas langatmig, aber absolut empfehlenswert. Interessante Reise, schöne Beschreibung von Land und Leuten, von denen man bisher nicht viel wusste. Gefiel mir gut.
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Mit diesem Buch kämpft der Autor, meiner Ansicht nach sehr erfolgreich, gegen das allgegenwärtige Vorurteil an, Sibirien bestehe nur aus ewigen Eis, Schnee und arktischen Temperaturen. Im Stil von Gerd Ruges „Weites Land" erzählt der ebenfalls wie Ruge langjährige Russlandkorrespondent der ARD Klaus Bednarz von den Menschen in diesem „Land östlich der Sonne" und ihren alltäglichen Problemen, wie Knappheit von Benzin oder Diesel, die hohe Arbeitslosigkeit im ganzen Land durch Schließung der staatlichen Betriebe nach Ende des Kommunismus oder gar die Beschaffung von überlebensrelevanten Lebensmitteln in den im Winter durch Schnee und Eis von der Außenwelt abgeschnittenen Dörfern. Bednarz kommt wie es scheint mit jedem Einheimischen vor Ort ins Gespräch und entlockt ihm sein persönliches Schicksal, wie z.B. der Museumsleiterin die vergebens in Moskau nach mehr Geldmitteln für Ihre Forschungsarbeit nachgefragt hat, der alleinerziehenden Küchenhilfe die irgendwann einmal ...
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Klaus Bednarz beschreibt in einer sehr alltagsnahen und historisch interessanten Form das große unnahbare Sibirien und die Weiten Alaskas. Ich habe nur Teile der Fernsehdokumentation gesehen, wollte aber daraufhin direkt die entsprechende Lektüre lesen. Es ist keine packende Geschichte, aber eine hautnahe Beschreibung der sibirischen Bevölkerung mit ihrer Geschichte und der Natur. Klasse fand ich die Mischung zwischen Leben und Überleben in Tundra und Taiga, historische Wegweiser und Anekdoten sowie die Darstellung der Probleme durch den Zusammenbruch der Sowjetunion und der modernen Zivilisation.
Werde jetzt auch bald das Buch zum Thema Ostpreussen lesen. Klaus Bednarz Bücher sind aber eher etwas für die langen Wintertage, als für die heissen Tage am See, dann ist es authentischer. Durch das Buch hat man wirklich Respekt vor dem Kamerateam gewonnen: Welche Land-welch Strapazen.
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Klaus Bednarz gelingt es, wie nur wenigen, die Momente einer solchen Reise in Worte zu fassen. Es ist ein sehr lesenswertes Buch über eine Tour, wie sie nur jemand unternehmen kann, der dieses Land zu lieben gelernt hat, mit all seinen Hindernissen und Problemen. Seit dieser Lektüre habe ich mir auch die "Ballade vom Baikalsee" gekauft, und ich bin hellauf begeistert. Es mag sein, daß es daran liegt, weil es mich selbst oft in diese Gegend zieht. 2000 befuhr ich mit einem Freund die Lena 3.200 km mit Kajaks, und ich muß sagen, ich habe mich in Bednarz' Buch wiedergefunden. Ein, zwei fachliche Schnitzer sind zwar drin, aber dies schmälert keinesfalls den Lesegenuß. Auf meinen Vorträgen merke ich immer wieder, wie sehr diese Gegend dort das Publikum anzieht. Eine Welt außerhalb unseres Gewohnten. Bednarz hat die Gabe, dies plastisch wiederzugeben.
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Das Buch kann nicht mit dem Film mithalten. Sein Schreibstil ist nicht packend. Seine Naturbeschreibungen sind nur Stellenweise genau. Nur wenige Stellen im Buch sind durch Dialoge soweit aufgelockert, dass sie einen zusätzlichen Wert zum Film ausmachen. Zusammenfassung: Ein guter Filmjournalist und Regisseur ist noch längst kein guter Autor. Für mich ist klar, dies ist nur Teil des Merchandising um so viel Umsatz als möglich aus so einer Expedition heraus zu holen. Meine Empfehlung für die nächste: Nimm zumindest einen Schreiberling mit, der dies als Hauptaufgabe hat und daraus etwas wertvolles produziert, das sich wirklich gut lesen lässt.
Empfehlung: Nur lesen, wenn man zeitnah auch den Film sehen kann.