QQ
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Bindung: Broschiert
EAN: 9783499247620
ISBN: 3499247623
Label: Rowohlt Tb.
Hersteller: Rowohlt Tb.
Anzahl Seiten: 155
Erscheinungsdatum: Oktober 01, 2008
Herausgeber: Rowohlt Tb.
Studio: Rowohlt Tb.
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion:Max Goldt ist ein Meister der freischwebend-assoziativen, dabei aber überaus präzisen und sich aus (teils absurden) Alltagssituationen aufs Wundervollste speisenden Sprache. Das fängt schon bei den Überschriften an. So ließ es sich Goldt 2006 nicht nehmen, einen seiner Zweiseiter in der Satirezeitschrift
Titanic nach der gesellschaftlich damals gerade viel diskutierten Hochschulqualitätshebungsaktion Die Exzellenzinitiative zu nennen -- wohl deshalb, weil er dieses Kleinod deutscher Sprache nicht ungenutzt an sich vorüberziehen lassen wollte. Der Text freilich handelte gar nicht von eben jener, sondern unter anderem von den diversen Verwendungsmöglichkeiten der Pelikane in einer immer hitziger werdenden Welt und hätte auch einen ganz anderen Titel haben können: was er im Sammelband QQ -- dort taucht er als Die Prophezeiung auf -- auch hat.
QQ ist auch einer von diesen freischwebend-assoziativen Titeln, zumindest auf den ersten Blick. Laut Auskunft seines Trägers steht er als Kürzel für quiet quality, einem Schlagwort aus den USA für alles, was nicht schreit und spritzt. Der zweite Blick offenbart also bereits, wie klug der Titel ist. Denn in den 21 Essays, die allesamt auf Erstveröffentlichungen in
Titanic aus den Jahren 2005 und 2006 basieren, schreit und spritzt es an keiner Stelle, ganz im Gegenteil: es fließt alles in einer so wohlfeilen Stille dahin, dass man richtig erschrickt, wenn sie einmal ins Plätschern gerät: dann nämlich, wenn Goldt -- wie in seiner grandiosen Reflexion Über Fernsehmusik -- die fulminant komische Dichte des Anfangs (es geht um die Legende zweier lesbischer Heiliger, die sich im Mittelalter in ein und denselben Turm einmauern) nicht halten kann. Aber das ist, wie gesagt, nicht oft der Fall.
An einer Stelle von QQ zeigt sich Goldt irritiert darüber, dass offenbar kein griechischer Name für die Angst existiere, einen mit Denkerstolz und Manneskraft geschriebenen Aufsatz auf eine so schlaffe, ja sogar Heckenknöterich angähnende Weise zu beschließen, aber, mein Gott, angstlösende Tabletten muss man wegen einer solchen Angst wohl keine schlucken -- da muss man einfach durch, das werden die Leute schon akzeptieren in ihrer herben, volkstümlichen Milde. Ja, die Leute würden sogar das, wenn sie denn müssten. Aber heckenknöterichgähnende Schlüsse kann Goldt, so scheint es, ohnehin gar nicht schreiben. --
Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
Durchschnittliche Bewertung:

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Ich teile die Meinung einiger Vorrezensenten, dass QQ nicht 100%ig an andere Kolumnensammlungen von Max Goldt heranreicht (wie zum Beispiel "Der Krapfen auf dem Sims", "Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens" oder "Die Kugeln in unseren Köpfen"). Trotzdem ist mir QQ immer noch 5 Sterne wert, weil allein die Sprache von Max Goldt beinahe unübertroffen ist. Als Leser weiß man beim schnellen Konsum von Literatur vermutlich gar nicht zu schätzen, wie viel sprachliches Handwerk in jedem noch so kleinen Satz steckt. Aber bei Goldt fällt es auf. Hier sitzt jeder Satz, jeder Übergang, jede noch so abgedrehte Wendung.
Und die Tatsache, dass es NOCH bessere Bücher von Max Goldt gibt, zeigt nur, wie begabt und voller Ideenreichtum er ist. Denn QQ bietet immerhin in einem Großteil der Kolumnen immer noch gewohnten Sprachwitz, geliebte Alltagskuriositäten und irrsinnige Gedankengänge, wie man es von ihm kennt. Ob schrullige alte Damen ("Affenbesitzerinnen"), die Überlegung über ...
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Bewertung:

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Ich mag Max Goldt sehr und habe viel seiner Artikel und Buecher gelesen, bin also kein Neuling was seinen Schreibstil und Humor betrifft. Und genau darauf hatte ich mich auch beim Kauf diese Buches gefreut. Aber leider scheine ich den Humor dieses Mal verpasst zu haben. Ich konnte nur an wenigen Stellen schmunzeln, und dann auch nur zaghaft, und die Schachtelsaetze und Wortgewandheiten erschienen mir lahm und gestelzt. Irgendwie ohne eigentlichen Inhalt, nur ueberverkompliziert -weil man das wohl so von ihm erwartet - aber ohne Aussage. Ohne Pfiff und Biss, ich bin eher enttaeuscht.
Bewertung:

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In Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens hatte Max Goldt erläutert was QQ (Quiet Quality) bedeutet. Es soll also nicht mehr schreien und spritzen und mit den Erlösen aus dem Schreiben soll später ein schicker Platz im Altenheim finanziert werden. Das sagte zwar nicht Goldt selbst, sondern eine seiner Figuren, dennoch scheint Goldt ruhiger und langweiliger zu werden. Daniel Kehlmann und Elke Heidenreich empfehlen Bücher von Max Goldt. Die Ausstattung (Hardcover und Lesebändchen) wird immer edler, gleichzeitig die Seitenzahl immer geringer. Und auch die unkonventionellen Ideen und Lacher werden weniger. Wenn das so weitergeht wird Max Goldt stinklangweilig. Texte wie Die Verbesserung von Jessicas Mutter mit Hilfe eines Mülleimers könnten auch von Harald Schmidt stammen. Aber es gibt auch wieder einige Juwelen, ganz besonders:
Über Fernsehmusik
Staunen
Hannah Arendt hat recht
So machen es die klugen Sprachen
Unheimliche Geschenke
Tropfen, Klingeln ...
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Bewertung:

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Der begnadete Sprachkenner wirft seinen bitterbösen Blick auf die Lebenswirklichkeit unserer Zeit und seziert dabei Alltäglichkeiten. Mit solchen oder ähnlichen, stets zuverlässigen, bewährten und sinnentleerten Phrasen und Phrasalalliterationen wird Max Goldt in der Regel in Rezensionen beschrieben. Mit Sicherheit auch wieder anlässlich seiner neuesten Veröffentlichung QQ (Quiet Quality), die einmal mehr eine Auswahl seiner Glossen aus der Titanic enthält. Max Goldt selbst allerdings ist ein Mann, der gerade solches in unserer Sprach und unserem Handeln aufzudecken bemüht ist, was phrasenhaft und leer daherkommt, jemand, der alles, was nur entfernt nach Phrase klingt in Anführungszeichen setzt, um sich davon zu distanzieren. Wenn man also etwas über ihn sagen will, sollte man auf die Sicherheit von Phrasennetz und Begriffsdoppelboden verzichten.
QQ, was ausbuchstabiert für Quiet Quality steht, erinnert sofort an das amerikanische Wort von der Quality Time, was kurz gesagt, ...
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Bewertung:

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QQ steht nach Max Goldt für stille Güte, und für alles was nicht schreit und spritzt. Ob das nun auf Goldts Texte zutrifft, möge jeder Leser für sich selbst entscheiden. Was ihn in diesem Buch erwartet, ist Verschiedenes: Zum einen sind es kurrile Ideen, wie der Gedanke, dass ein gesellschaftslähmender und wirtschaftsschädigender Doppel- bis Dreifachfeiertag im Frühherbst fehle. Goldt schlägt vor, ihn Masern zu nennen und versuchshalber regional begrenzt einzuführen. Seine Assoziationen zu dem Feiertag führen ihn allerdings dann doch zu der Erkenntnis, das Maserfest besser uneingeführt zu lassen. Zum anderen werden einige zeitgenössische Phänomene besprochen, wie beispielsweise das Phänomen der Miniatur-Teddybären, die an Rucksäcken oder Handtaschen erwachsener Frauen baumeln. Nach Goldt scheinen sich diese Frauen der verheerenden sozialen Signale, die sie aussenden, nicht bewusst zu sein, denn kein Personalchef würde jemandem einen verantwortungsvollen Posten überlassen, der ...
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