Was würde Jesus heute sagen? Die politische Botschaft des Evangeliums
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783499615948
Ausgabe: 10
ISBN: 3499615940
Label: Rowohlt Tb.
Hersteller: Rowohlt Tb.
Anzahl Seiten: 160
Erscheinungsdatum: 2004-11
Herausgeber: Rowohlt Tb.
Studio: Rowohlt Tb.
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion: In Zeiten, in denen man in der CDU den Abbau der sozialen Sicherungssysteme bejubelt und die Nase über die "Herz-Jesu-Sozialisten" rümpft, kommt das neue Buch von Heiner Geißler gerade recht. Während andere das C im Namen der Partei am liebsten streichen würden, plädiert der ehemalige Generalsekretär der CDU dafür, das Evangelium als politische Botschaft ernst zu nehmen. Geißler weigert sich, die Bergpredigt als religiöse Romantik abzutun. Statt dessen zeigt er, wie sich das, was Jesus vor 2.000 Jahren gepredigt hat, auf die Probleme unserer heutigen Gesellschaft übertragen lässt.
Geißler, der vor seinem Jurastudium bei den Jesuiten Philosophie studierte, ist dabei alles andere als ein religiöser Fundamentalist: Er klammert sich nicht an den Wortlaut der häufig ungenauen Überlieferung. Wenn er die Botschaften der Bibel interpretiert, geht er vom historischen Kontext aus und sucht nach Parallelen zu heute. Die Bergpredigt wird so zum Plädoyer gegen Sozialabbau ("in einem modernen Industriestaat zeigt sich die Nächstenliebe nicht mehr allein in warmen Suppen") und einen ungezügelten Sharholder-Value-Kapitalismus, in dem nur noch die Dividende zählt.
Asylrecht, Drogen, Sexualität und Frauenrechte, Irak-Konflikt und Internationaler Währungsfonds -- es gibt kaum ein Thema, für das Geißler kein passendes Gleichnis in der Bibel findet. Seine Kritik -- oft beißend, aber immer unbestechlich -- spart weder die politischen Parteien, noch die Kirche aus.
Was würde Jesus heute sagen? kann man als Grundsatzprogramm für eine christdemokratische Politik im 21. Jahrhundert lesen, die diesen Namen auch verdient. Angela Merkel sollte sich das in erfrischend flottem Ton geschriebene Büchlein ganz oben auf den Schreibtisch legen.
--Bernhard Wörrle
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Zum Inhalt des Buches möchte ich nicht mehr so viel sagen, da meine Vorredner dies schon getan haben. Ich finde viele Informationen, die vor allem Übersetzungsfehler der Bibel aber auch die damalige Situation der Menschen zur Zeit Jesu betreffen sehr interessant.
Die politische Interpretation des Textes gefällt mir nicht besonders, da sie mir z.T. willkürlich und auch oberflächlich erscheint. An einigen Stellen, die gerade eine neue Dimension bringen könnten, weicht der Autor aus und vertieft den Gedanken nicht.
Nun zum Hörbuch: Es ist eine schlechtesten Aufnahmen, die ich je gehört habe!!! Glücklicherweise habe ich es mir nur aus der Bibliothek ausgeliehen, anstatt es zu kaufen. Offensichtlich liest hier der Autor selbst, obwohl er gar nicht lesen kann! Fast in jedem Satz ist die Betonung falsch und er unterbricht sich mitten im Redefluss mit "Ähhs", die eher vermuten lassen, er müsse den Text frei vortragen als vorlesen. Vielleicht hat er auch seine Lesebrille ...
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Heiner Geißler ist mir als guter Redner im Bundestag bekannt, jedoch nicht als Schriftsteller; dementsprechend neugierig war ich, als ich mir bereits vor einiger Zeit dieses Buch kaufte. Leider hat das Buch nicht meine Erwartungen erfüllt. Ich werde beim Lesen den Gedanken nicht los, daß Geißler auf Teufel komm raus (!!!) versucht, die Botschaft Jesu auf politische und gesellschaftliche Ereignisse zu übertragen. Der Beginn ist gut, aber spätestens ab dem zweiten Kapitel (von insgesamt zehn) wirkt der Inhalt hölzern, zusammenhanglos und wie zufällig zusammengewürfelt. Die Botschaft Jesu im Zusammenhang mit politischen/gesellschaftlichen Ereignissen aus der Sicht Geißlers wird verhackstückelt und nur sehr lückenhaft dem Leser präsentiert.
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Der politische Querdenker beweist als Autor eine erfrischende Unabhängigkeit seiner Argumentation, was heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich ist. Dass er dabei die Lebens- und Wirkungsgeschichte Jesu einseitig auf die politische Botschaft, die aus dem Evangelium hervorgeht, reduziert, ist kein Nachteil, da er diese Einschränkung auch explizit benennt. Grundlage seiner Ausführungen ist das - seinerzeit wie auch heute! - als revolutionär zu bezeichnende Menschenbild von Jesus, das von der Gleichheit aller Menschen, dem befreienden Gebot der Nächstenliebe und der Einheit von Wort und Tat ausgeht. Anhand vielfältiger Bereiche (Friedenspolitik, Kapitalismus, Gleichberechtigung etc.) leitet er die Praxisrelevanz und Aktualität eines lebendigen Evangeliums ab, kritisiert auf dieser Basis gegenwärtige politische und gesellschaftliche Strukturen und unterbreitet Alternativen. Im Grunde genommen erschöpft sich sein Plädoyer keineswegs nur auf einer abstrakten politischen Ebene, sondern ...
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Schon der Buchtitel von Geißlers falschem Moralappell ist anmaßend: niemand sollte von sich behaupten zu wissen, was Jesus nun genau zu heutigen Problematiken sagen würde.
Wir können lediglich an Hand der Bibel versuchen zu rekonstruieren, wie sich Jesus wahrscheinlich äußern würde. Geißler argumentiert äusserst fragwürdig, denn die Frage, an welcher Bibelstelle Jesus verzweifelt nach einem Umverteilerstaat schreit, bleibt offen. Die Bibel fordert einen ethischen Umgang mit wirtschaftlichen Mitteln, allerdings unter der selbstverständlichen Vorraussetzung einer freien Marktwirtschaft.
Somit instrumentalisiert Geissler biblische Werte, um seinen eigenen politischen Überzeugungen Gehör zu verschaffen und um die Zielgruppe der gläubigen Christen zu manipulieren, in dem er einen Wissensanspruch stellt, den er nicht erfüllt.
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Ich habe diese Buch in einem Rutsch durchgelesen und stehe völlig hinter den Aussagen. Es ist wahr geschrieben, moralisch, wenn auch manchmal stark der Zeigefinger erhoben wird. Dies tut Geißler jedoch völlig gerechtfertigt und bleibtdabei überzeugend und authentisch!
Ich bin das Gegenteil eines Anhängers der CDU, muss aber diesem Buch wirklich Anerkennung und Respekt zollen!