Dem eigenen Leben auf der Spur: Als Pilger auf dem Jakobsweg
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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783502150930
Ausgabe: 4
ISBN: 3502150931
Label: Scherz
Hersteller: Scherz
Anzahl Seiten: 224
Erscheinungsdatum: Februar 23, 2007
Herausgeber: Scherz
Studio: Scherz
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion:Wandern ist in. Erst recht seit
Manuel Andrack und seinen Buch gewordenen Liebesschwüren an deutsche Mittelgebirgsrouten. Noch größerer Beliebtheit als Rennsteig und Co. erfreuen sich in den vergangenen Jahren jedoch Pilgerwanderungen auf dem Jakobsweg. Erst recht seit Hape Kerkelings Dauerrenner
Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg. Doch schon vorher sind in immer kürzeren Abständen Dutzende von Büchern zu diesem Thema erschienen. Egal ob allein, in der Gruppe, mit dem Rad oder auf dem Esel unterwegs, spirituell veranlasst oder sportlich angetrieben: Die Buchpalette ist groß und war dennoch nicht vollständig.
Jetzt also greift Felix Bernhard zur Feder und beschreibt seine persönlichen Erfahrungen auf der bekanntesten Pilgerroute Europas. Das Besondere: Der junge Banker bewältigt die südliche, rund 1200 Kilometer lange Variante von Sevilla nach Santiago de Compostela mit dem Rollstuhl; eine wahrhaft beachtliche Leistung, die der 32-jährige vollbringt, noch dazu, da er noch zwei weitere 700 und 550 Kilometer lange Touren vorab meisterte. Und mit ihnen steile Pässe, weite Ebenen in sengender Hitze und schlammige Pfade im strömenden Regen, einsame Momente und verzweifelte Situationen, wenn er mal wieder mit einem Platten oder nervigen Barrieren in Form unüberwindbarer Passagen konfrontiert wurde.
Um Barrieren geht es ohnehin viel in diesem autobiografischen Buch -- auch um familiendynamische und soziale, die eine mobile Beeinträchtigung mit sich bringt. Diesbezüglich gewährt Bernhard dem Leser tiefe Einblicke in die -- auf anderer Ebene schwierige -- Zeit vor sowie nach dem schicksalhaften Motorradunfall, den er mit 20 Jahren erlebte. Und er berichtet davon, dass "es noch mal mehrere Jahre dauert, bis auch der Kopf im Rollstuhl sitzt". Doch zugleich versprüht er einen beeindruckenden Optimismus und eine vorbildhafte Willenskraft. Kurz: ein mutmachendes Buch, besonders für Menschen, die mit großen Widrigkeiten im Leben kämpfen müssen und/oder mit religiösen Gedanken etwas anfangen können.
-- Christian Haas
Durchschnittliche Bewertung:

Bewertung:

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Ein überaus begeisterungsfähiges Buch über eine Pilgerreise nach Santiago; dieses Mal auf der "Südroute" von Sevilla nach Nordspanien. Und das alles mit dem eigenen Rollstuhl, an den F. Bernhard gefesselt ist. Er schildert seine Strapazen bei Hitze und Regen, bergauf und bergab; blickt auf seine Lebensgeschichte zurück - oft agressiv und voll Zorn aber immer grundehrlich und mit grossem Optimismus in seine Zukunft.
Man wünscht dem Buch eine noch grössere Verbreitung als dem "Ich bin dann mal eben weg", dessen Autor man garnicht mehr zu nennen braucht.
Bewertung:

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Felix Bernhard nimmt den Leser sprichwörtlich mit auf die Reise auf den Jakobsweg und hinterlässt dabei Spuren. Er versteht es, seine Erlebnisse als Pilger eindrucksvoll zu schildern, sodass man in Gedanken mit ihm geht und die Reise nicht vor dem Ziel abbrechen möchte. Jede Tagesetappe auf der insgesamt 1.200 km langen VÃa de la Plata von Sevilla über Santiago de Compostela bis Finesterre birgt für ihn als Pilger im Rollstuhl neue Herausforderungen, positive Erfahrungen und Erkenntnisse über sich selbst und das Leben. Eigene biografische Elemente sind mit der tagebuchartigen Reiseerzählung inklusive Fotos verwoben, sodass sich nach und nach immer mehr Puzzleteile des Lebens und der faszinierenden Persönlichkeit des Autors zusammenfügen. Das Buch ist beeindruckend, intelligent und sehr ehrlich. Es weckt zum einen die eigene Neugier auf das Pilgererlebnis, zum anderen regt es zum Nachdenken an und macht Mut, persönliche Herausforderungen genauso gut zu meistern. Felix zeigt, dass ...
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Bewertung:

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Nachdem ich angefangen hatte "Dem eigenen Leben auf der Spur" zu lesen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Als Jakobspilgerin war ich natürlich an der Thematik interessiert aber Felix Bernhard hat viel mehr als einen Pilgerbericht verfasst.
Er bescherte mir ein aussergewöhnliches Leseerlebnis zwischen "Genau so war's - Gedanken" bei seinen Begegnungen unterwegs, den Blasen und dem Regen in Gallicien, Lachen über skurille Situationen und Kommentare, Betroffenheit über seine schwierige Familiengeschichte und Nachdenken über die eigene Lebenseinstellung. Scheinbare Widersprüche wie Rollstuhlfahrer und Wandern, Banker und muffige Herbergen, Rock n' Roll und Pilgern legt er humorvoll und doch bestimmt zu den Akten und lässt den Leser erkennen, dass solches "Schubladendenken" nur limitiert.
Dem Autor ist es durch seine lebendige Sprache und eine beeindruckende Offenheit gelungen, zu zeigen, dass man mit einer positiven Einstellung, Ksmpfgeist und Mut auch ...
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Bewertung:

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Pilgern ist nicht nur eine neue Modebewegung sondern eine neue Geisteshaltung, die viel Antworten auf die Fragen des modernen Menschen hat.
Felix Bernhard ist nicht nur Pilgerbruder sonder auch Rollstuhl-Geher Sohn, Freund, Arbeitskollege und Zeitgenosse. Er macht in seinem Werk, das wohl zu einen der Klassiker des Jakobswegliteratur werden wird, anschaulich, wie es Tat für Tag gelingt, sein Leben mit körperliche und spiritueller Kraft zu meistern.
Das Buch ist ein Geschenk an alle, die glauben, dass Ihr Lebensweg durch unumgehbare Hindernisse versperrt ist und eine Ermutigung für all jene die ein großes Ziel vor Augen haben und den Mut suchen, diesem begeistert zu folgen.
Danke!!! ...und natürlich fünf Stern !
Bewertung:

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Mag sein, dass für jemanden, der nicht behindert ist, oder keinen Kontakt zu behinderten Menschen hat, dieses Buch beeindruckend ist. Für mich war es das nicht. Vieles bleibt im Ansatz stecken, die menschliche und sprituelle Tiefe wird hier nicht annähernd ausgelotet.
Und dann möchte man auch nicht ständig über sich wiederholende Dinge, wie platte Reifen, schlechte Straßen usw. lesen. Auch in welcher Stadt die Biergläser am größten sind, ist nicht wirklich das, was man über den Jakobsweg und seine historischen Städte erfahren will.
Felix Bernhard träumt davon, eines Tages wieder gehen zu können, er ist gepilgert, aber noch lange nicht angekommen.