Sieben Jahre in Tibet: Mein Leben am Hofe des Dalai Lama
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783548357539
Ausgabe: 29., Aufl.
ISBN: 3548357539
Label: Ullstein Tb
Hersteller: Ullstein Tb
Anzahl Artikel: 1
Anzahl Seiten: 447
Erscheinungsdatum: 1997-10
Herausgeber: Ullstein Tb
Studio: Ullstein Tb
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Man merkt dem Buch an, dass es aus Tagebuchaufzeichnungen erzeugt wurde, wobei sicherlich sehr viele Details ausgelöassen werden mußten, um einen einigermaßen erträglichen Umfang zu erreichen. Dadurch entsteht ein Erzählfluß, der das Buch nie langweilig werden läßt; andererseits wäre es auch interessant gewesen, an der einen oder anderen Stelle zu verweilen und die Menschen und die Einrichtung ihrer Hütten bzw. Nomadenzelte noch näher zu schildern. Dies betrifft vor allem Harrers Erlebnisse bei seiner nördlichen Umgehung der "üblichen" Route nach Lhasa, denn hier muß er an Orte gekommen sein, die vorher nie ein Europäer betreten hat.
Das Sein bestimmt das Bewußtsein: derselbe Tagebuchschreiber, der in seiner Zeit als Flüchtling über die unterdrückung des Volkes durch ein fortschrittsfeindliches Feudalsystem entsetzt ist, schildert eben dieses System in seiner Zeit als Günstling des hohen Adels weit milder. Es ist Harrer hoch anzurechnen, dass er die offensichtlichen ...
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Wenn wir heute erleben, dass China Termine mit deutschen Politikern oder Unternehmen absagt, weil Kanzlerin Merkel den Dalai Lama empfangen hat, so gibt es kaum ein geeigneteres zeitpolitisches Dokument, etwas über die Anfänge dieser Entwicklung zu erfahren, wie das (Hör-) Buch von Heinrich Harrer.
Auf sechs CDs trägt Martin Schwarz - leicht gekürzt - die Aufzeichnungen des Bergsteigers und Forschers Harrer vor, der mit seinen Gefährten im Jahre 1939 mit Kriegsbeginn von den Briten "interniert" wird. Nach mehreren Fluchtversuchen gelingt es Harrer, seinem Expeditionsleiter Peter Aufschnaiter und einigen anderen im Jahre 1944 nach über 2000 km Fußmarsch über höchste Pässe und grimmige Kälte in die für Ausländer verbotene tibetische Hauptstadt Lhasa zu gelangen.
Dort lernt er den jungen Dalai Lama kennen und begleitet diesen bis zur Annektion Tibets durch China und bis hin zu dessen Flucht.
Fazit: Ein zeitloses Zeitdokument für alle Leser / ...
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Ein absoluter Klassiker, so spannend wie ein Roman. Meilen besser als die Verfilmung, da im Film etliche Details ausgelassen, verfälscht oder kaum wiedergegeben werden. Leider ist Harrer in der Zwischenzeit verstorben. Mit seinen Büchern hat er dazu einen Beitrag geleistet, das Tibet, so wie es einst einmal war und leider nie mehr sein wird, in Erinnerungen aller bleibt. Was bleibt, ist die Wut auf das damalige China, das ein einzigartiges kulturelles Erbe ruiniert und ausgelöscht hat.
Max Hungerbuehler
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Das Buch liest sich wie ein Abenteuerroman: Der Autor wird während des 2. Weltkriegs als im britischen Indien im Gefangenenlager Dehra Dun interniert.
Mit viel Chuzpe gelingt ihm die Flucht : Verkleidet spaziert er mit einigen Leidensgenossen eines Tages einfach rotzfrech aus dem Lager! Während der eine Teil der Geflohenen sich durch Indien nach Burma zu den japanischen Linien durchschlagen wollen, entscheidet er sich für die Flucht nach Tibet. Diese Flucht wird sodann packend beschrieben - aber noch faszinierender und packender ist die beschreibung des lebens im damaligen Tibet, am Hofe des Dalai Lama.
Es ist der Dalai Lama, der noch heute lebt und der damals ein Kind war! Er war zu dieser Zeit noch Oberhaupt des unabhängigen Staates Tibet - bis die Chinesischen Truppen einrückten und Tibet besetzten, was in sehr erschütternder Weise auch beschrieben wird. Der Leser erfährt viel über das Leben in dieser Welt, die es so heute nicht mehr gibt und wohl nie mehr ...
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„Sieben Jahre in Tibet“ stellt die ausgearbeitet Fassung des Tagebuches von Heinrich Harrer dar, der als erster Ausländer Tibet und später dem Dalai Lama so nah war.
Das vorliegende Buch ist mehr als bemerkenswert, betrachtet man allein die Fotografien, die sowohl Tibet als auch seine Menschen zeigen. Leider passen diese nicht immer exakt zum Text, doch muss man hierbei bedenken, dass es sehr lange gedauert hat, bis Heinrich Harrer schließlich einen Fotoapparat zur Hand hatte und diesen auch benutzen durfte. Dadurch lässt sich diese kleine Ungereimtheit leicht erklären und angesichts der Ausdrucksstärke der Bilder, von denen in der Buchmitte sogar einige farbige Abzüge abgebildet sind, auch schnell verkraften.
Leider ist „Sieben Jahre in Tibet“ sehr anspruchsvoll und damit auch anstrengend zu lesen. Der Leser muss sich sehr auf die Erzählung konzentrieren, doch sollte er sich davon nicht abhalten lassen, durchzuhalten ...
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