Der Multikulti-Irrtum - Wie wir in Deutschland besser zusammenleben können
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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783550086946
ISBN: 3550086946
Label: Ullstein Hc
Hersteller: Ullstein Hc
Anzahl Seiten: 281
Erscheinungsdatum: 2007-10
Herausgeber: Ullstein Hc
Studio: Ullstein Hc
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion:Der Multikulti-Traum vom Nebeneinander verschiedenster kultureller Gesellschaftsentwürfe in einem Land war von Anfang an ein Irrtum! Das jedenfalls ist die wohlbegründete Überzeugung der in Istanbul geborenen und ab ihrem sechsten Lebensjahr in Deutschland aufgewachsenen Rechtsanwältin Seran Ates, die in ihrem lesenswerten Buch darlegt, welch ebenso gravierende wie lässliche Denkfehler diesem Traum aus ihrer Sicht zugrundelagen -- und was stattdessen zu tun wäre, um den wirklichen Notwendigkeiten eines Einwanderungslandes Rechnung zu tragen und eine wirkliche gesellschaftliche Integration zu erreichen.
Gegen die Multikulti-Ideologie und deren Toleranzgebot, in dessen totem Winkel sich verschiedene gegeneinander abgeschottete Gesellschaften etabliert hätten -- Gesellschaften, in denen unter der Herrschaft eines selbst völlig intoleranten, archaischen Patriarchats zum Beispiel junge Frauen von ihren Vätern gegen ihren Willen verheiratet werden oder Männer über ihre Frauen wie über ein Eigentum verfügen --, setzt die Autorin auf das Leitbild einer transkulturellen Gesellschaft. In einer solchen erst könnte aus dem Nebeneinander der Gesellschaften der Urdeutschen, der Deutschländer und Immigranten ein wirkliches Miteinander werden. Und in ihr böte auch das Zugeständnis einer eigenen kulturellen Identität keinen Deckmantel mehr für die Missachtung elementarer Menschenrechte wie dem (sexuellen) Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Männern, der freien Partner- und Berufswahl etc.
Und in der Tat: Für eine gelingende Integrationspolitik ist mehr als Entschlossenheit bei der Rechtsdurchsetzung nötig. Auch das eigene kulturelle Selbstverständnis gehört hier nach Ansicht der Autorin auf den Prüfstand. So fordert Ates unter anderem (und zwar entschieden) die Abkehr von grundsätzlich jedem konfessionsgebundenen Religionsunterricht in unseren Schulen: Es kann nicht sein, heißt es hierzu an einer Stelle, dass Eltern unter Missachtung individueller Persönlichkeitsrechte, die auch Minderjährigen zustehen, ihren Kindern ihre Religion aufzwingen. Stattdessen sollten unsere Kinder in einem allgemeinen Religionsunterricht alle Weltreligionen kennenlernen. Das würde nicht nur das gegenseitige Verstehen und die Reflexion über das eigene kulturelle Herkommen befördern: Zu glauben oder nicht zu glauben, beides ist ein Menschenrecht. Das muss den Kindern in der Schule vermittelt werden. Eine bedenkenswerte These auch dies. --
Hasso Greb
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Die Probleme der Integration lösen sich leider nicht von selbst, wie viele noch vor Jahren gehofft haben. Die Probleme müssen also analysiert und angepackt werden. Aber der gelernte BRD-Bürger weiß: Das Thema Integration ist ein ideologisch hochgradig vermintes Gelände. Und im Stillen ahnt er, dass eine echte Problemlösung bereits an der äußerst mangelhaften öffentlichen Problemanalyse scheitert.
Und genau hier überrascht das Buch "Der Multikulti-Irrtum" von Seyran Ates: Sie kennt keine ideologischen Scheuklappen und wagt es, sich ihrer Vernunft ohne die Anleitung eines anderen zu bedienen, um die Dinge so zu beschreiben, wie sie nun einmal sind; darauf aufbauend kann sie intelligente Lösungsansätze entwerfen. Diese Natürlichkeit des Denkens und ihre herzerfrischende Menschlichkeit lassen Seyran Ates alle Sympathien des Lesers zufliegen. Ihre Glaubwürdigkeit baut auf ihrer Lebenserfahrung auf: Selbst eine transkulturelle "Deutschländerin" - ein Begriff, den Ates ...
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Die Berliner Rechtsanwältin Seyran Ates ist bekannt als engagierte Kritikerin der Zustände in türkischen und kurdischen Parallelgesellschaften in Deutschland; als Kritikerin von Ehrenmorden, Zwangsverheiratungen, ehelichen Vergewaltigungen, Verschleppungen von Frauen und Kindern und der schier allgegenwärtigen körperlichen Gewalt innerhalb muslimischer Zuwanderungsfamilien. Sie hat vor Gericht unzählige Opfer solcher Praktiken, meist Frauen, vertreten. Entsprechend häufig ist sie Angriffen bis hin zum Mordanschlag, Drohungen und Verleumdungen ausgesetzt.
In ihrem vorliegenden Buch setzt sie sich mit den genannten Missständen auseinander, wobei die Situation muslimischer Frauen im Mittelpunkt steht. Sie führt die Probleme zurück auf
- patriarchalisch-autoritäre Familienstrukturen die vom Herrschaftsanspruch des Patriarchen ausgehen, den dieser auch mit Gewalt durchsetzen darf, ja beinahe muss,
- den sozialen Druck, der von der Großfamilie, aber ...
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vor allem für Politiker ...
Ich bin von Seyran Ates' klarer Sprache und eindeutiger Stellungnahme beeindruckt. Ihre Darstellungen sind ausgewogen, ihre Meinung fundiert und praxiserfahren, bei ihr wird nicht schwarz-weiß-gemalt und über einen Kamm geschoren.
Ich habe Seyran Ates bei einer Diskussionsveranstaltung in meiner Heimatstadt erlebt, bei der die Zeit leider fast nur für die Problemdarstellung reichte. Ihre Lösungsvorschläge kamen in der anschließenden lebhaften Diskussion nur ansatzweise zur Sprache.
Deshalb wollte ich unbedingt ihr Buch lesen. Hier gibt es sehr viele vernünftige Vorschläge für die Lösung der vielschichtigen Problematik und deshalb sollte dieses Buch jedem Abgeordneten in die "Schultüte" gesteckt werden.
Nur eines bedrückt mich sehr - da mag man zu Frau Ates und ihren Ansichten stehen wie man will -: dass sie öffentliche Auftritte nur mit Polizeischutz wahrnehmen kann, dass ihr Leben bedroht wird und sie zu einem ...
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das buch ist gut geschrieben und es ist durchaus angebracht, der autorin aufgrund ihrer biographie respekt zu zollen. sie bemüht sich sichtlich, die argumente so zu finden, dass sie nicht von den falschen leuten gelobt wird. das buch ist eine absage an das konzept einer multi-kulturellen gesellschaft, also einer, in der laut autorin verschiedene kulturen nebeneinanderleben. stattdessen fordert sie transkulturalität, die ethnische und kulturelle vermischung bei bewußtsein der geschichte. eine sympathische vorstellung. sie setzt sich in dem buch insbesondere mit den islamischen, vor allem mit den türkischen communitys auseinander. was sich gut liest, aber eben oft im persönlichen erfahrungsbereich oder im verallgemeinerten verbleibt. man kann es der autorin nachsehen, sie hat schließlich als anwältin gearbeitet und sicher einen besonderen blick , aber ich fand es oft recht unbefriedigend, dass sie überhaupt keine (soweit ich das sehe) aktuelle relevante wissenschaftliche literatur zitiert. oft ...
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Danke, Frau Ates, für diesen wichtigen, überfälligen Weckruf an unsere Gesellschaft - die ganze Gesellschaft, die hierzulande lebt.
Seyran Ates' Buch informiert und provoziert schonungslos und fundiert mit langjähriger Erfahrung in beiden Welten und Religionen.
Es schockiert und macht wütend, bietet aber auch konstruktive Lösungsansätze und Ideen an. Dieser Text sollte Pflichtlektüre für alle Lehrer (insbesondere in Grundschulen) und Politiker sein.