So eine lange Reise: Ein Indien-Roman
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783596140060
Ausgabe: 6., Aufl.
ISBN: 3596140064
Label: Fischer (Tb.), Frankfurt
Hersteller: Fischer (Tb.), Frankfurt
Anzahl Seiten: 449
Erscheinungsdatum: 1999-12
Herausgeber: Fischer (Tb.), Frankfurt
Studio: Fischer (Tb.), Frankfurt
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Das von Rohinton Mistry 1991 im Original verfasste Buch spielt im Bombay des Jahres 1971, zu Zeiten von Indira Ghandis korrupter Regierung und im Vorfeld bzw. zur Zeit des indisch-pakistanischen Krieges.
Der Protagonist des Romanes, Gustad Noble, lebt im Kholadad Genäude, ist seit über 20 Jahren mit Dilnavaz verheiratet und stolzer Vater von 3 Kindern. Sein ältester Sohn Sohrab hat sehr gut bei den Universitätseintrittsprüfungen abgeschnitten, weigert sich aber ans India Institute of Technology zu gehen, weil er lieber einen Bacherlor of Arts machen möchte.
Gustad und Sohrab geraten in Streit und von dem Zeitpunkt an nimmt das "Unglück" seinen Lauf: der jüngere Sohn macht der "fetten" Tochter des "Dogwalla" schöne Augen und das jüngste Kind, Tochter Roshan, leidet unter einer mysteriösen Infektion. Gustads ehemaliger Freund Major Jimmy Bilimoria setzt sich nach Jahren ohne Kontakt mit Gustad in Verbindung und bittet ihn um einen Gefallen, der ihn den Job ...
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Manche Bücher gleichen Wohnzimmern, in denen nicht viel geschieht, in denen man sich aber durchaus heimisch fühlt - vor allem, wenn es sich um ein exotisches Wohnzimmer mit liebenswerten Bewohnern handelt. Keine Frage, dass die Familie Noble, eine indische Durchschnittsfamilie aus einem Hochhausblock in Bombay, in diese Kategorie gehört - allen voran der wackere Gustad Noble, der hinkt, seitdem er sich für seinen Sohn Sohrab vor ein fahrendes Auto geworfen hat, um ihn zu retten, und seine nicht minder wackere Frau Dilnavaz, die als Hüterin des Hauses und der Kinder Sohrab, Darius und Roshad das Herz der Familie ist. Die Nobles sind eine indische Durchschnittsfamilie, die im Sommer vor lauter Mücken nur mit Mühe durch die Nacht kommt, die die Ankunft des Monsuns wie eine Erlösung begrüßt, sich mit den Nachbarn streitet und versöhnt und ihre ganze Energie in die Zukunft der Kinder steckt. Viel geschieht in dem Roman eigentlich nicht - die nur ganz vage entfaltete Rahmenhandlung ...
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Manche Bücher gleichen Wohnzimmern, in denen nicht viel geschieht, in denen man sich aber durchaus heimisch fühlt - vor allem, wenn es sich um ein exotisches Wohnzimmer mit liebenswerten Bewohnern handelt. Keine Frage, dass die Familie Noble, eine indische Durchschnittsfamilie aus einem Hochhausblock in Bombay, in diese Kategorie gehört - allen voran der wackere Gustad Noble, der hinkt, seitdem er sich für seinen Sohn Sohrab vor ein fahrendes Auto geworfen hat, um ihn zu retten, und seine nicht minder wackere Frau Dilnavaz, die als Hüterin des Hauses und der Kinder Sohrab, Darius und Roshad das Herz der Familie ist. Die Nobles sind eine indische Durchschnittsfamilie, die im Sommer vor lauter Mücken nur mit Mühe durch die Nacht kommt, die die Ankunft des Monsuns wie eine Erlösung begrüßt, sich mit den Nachbarn streitet und versöhnt und ihre ganze Energie in die Zukunft der Kind steckt. Viel geschieht in dem Roman eigentlich nicht - die nur ganz vage entfaltete Rahmenhandlung des ...
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Das erste Buch von Mistry - dieses ist wie alle seine Bücher fesselnd. Er beschreibt auch hier alles wie es ist. Es sind keine schönen Bilder - als Stichwort sei hier der Geierturm erwähnt - aber ist das wahre Leben. Und dies alles vermischt mit den großen Gefühlen - die auch die Männer zeigen. Dies erinnert schon an manchen Bollywood-Film, bloß sind die Farben eher grau. Das Buch vermittelt immer wieder Hoffnung und fesselt den Leser bis zum unerwarteten Schluss. Rohinton Misry versteht es, dem Leser Einblicke in das indische Leben wie es wirklich ist zu geben. Ein sehr empfehlenswertes Buch - sicherlich auch als Vorbereitung auf einen Indien-Aufenthalt.
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"So eine lange Reise", bzw. im englischen Original "Such a long Journey", ist der erste Roman des in Kanada lebenden indischen Autors Rohinton Mistry. Es geht um die Familie Noble, Parsen (eine Religionsgruppe), die in der Metropole Bombay/Mumbai lebt. Politische/historische Ereignisse sind in die Handlung eingeflochten. Die Charaktere werden mit viel Empathie dargestellt und die Umgebung detailliert beschrieben. Wir erleben die Träume und Hoffnungen einer kleinen Mittelklasse-Familie und können uns ihr Domizil, das Kholadad Gebäude, mit Leichtigkeit vorstellen. Durch sein schriftstellerisches Talent läßt uns Mistry viel über die Kultur der Parsen und die politischen Geschehnisse Anfang der 70er Jahre erfahren. "So eine lange Reise" ist ein exzellentes Erstlingswerk. Es ist allerdings ratsam, um Enttäuschungen vorzubeugen, diesen Roman vor Rohinton Mistrys "Das Gleichgewicht der Welt" ("A Fine Balance") zu lesen, denn jener ist nicht zu übertreffen. Dort sind die Charaktere ...
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