Die alltägliche Physik des Unglücks
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EAN: 9783596170739
Ausgabe: 1
ISBN: 3596170737
Label: Fischer Taschenbuch Verlag GmbH
Hersteller: Fischer Taschenbuch Verlag GmbH
Anzahl Seiten: 608
Erscheinungsdatum: September 09, 2008
Herausgeber: Fischer Taschenbuch Verlag GmbH
Studio: Fischer Taschenbuch Verlag GmbH
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion:Marisha Pessl ist ein Phänomen. Gerade einmal dreißig Jahre ist die US-amerikanische Autorin alt -- und hat doch nach eigener Aussage nicht nur schon einige mehrere hundert Seiten starke unveröffentlichte Romane in der Schublade liegen, sondern mit
Die alltägliche Physik des Unglücks auch ein 600-seitiges Romandebüt vorgelegt, das die New York Times 2006 zu den zehn besten Büchern des Jahres wählte. Heldin ist die brillante 16-jährige Halbwaise Blue van Meer, die sich durch einen Ozean an Literatur- und Filmklassikern durchgelesen und -gesehen hat und mit ihrem geheimnisvollen Vater Gareth, einem Universitätsdozenten, durch die Lande reist. Während letzterer die Damenwelt in Verzweiflung stürzt, gerät Blue in den Bann der charismatischen Lehrerin Hannah Schneider und ihres erlesenen Schülerkreises. Doch bald wird Schneider bei einem Ausflug erhängt aufgefunden. Und bei ihren Recherchen nach möglichen Hintergründen wird Blue ein ums andere Mal erschüttert...
Die alltägliche Physik des Unglücks ist ein schwieriges Buch. Das hat nichts mit dem Umstand zu tun, dass es besonders schwer zu lesen wäre, im Gegenteil: Hier überrascht der Roman durch eine Machart, die für einen Erstling fast schon zu perfekt daherkommt. Schwierig sind vielmehr der ständige Rekurs der Autorin auf die Postmoderne und ihre überschäumende Zitierwut. Denn
Die alltägliche Physik des Unglücks ist zu einem Gutteil aus Sätzen und Stimmungen anderer Autoren gebastelt, aus denen sich das Weltbild Blues zusammensetzt -- und deren Quellen dem Buch zudem noch in Klammern hinter den Sätzen beigegeben sind (siehe
Unterwegs, Jack Kerouac, 1957). Das hemmt beizeiten nicht nur den Lesefluss, sondern verselbstständigt sich als Strategie auch dermaßen, dass man als Leser selbst da nach Zitaten Ausschau hält, wo (vielleicht?) gar keine zu finden sind.
Aber vielleicht ist gerade das der Reiz von Pessls Debüt. Irgendwie hat man das Gefühl, als hätte man alles anderswo schon einmal gelesen. Und doch wirkt es zugleich erfrischend neu.
-- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
Durchschnittliche Bewertung:

Bewertung:

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Ich habe meiner Buchhänderlerin glücklicherweise vertraut, dass ich trotz des haarsträubenden Covers dieses Buch gekauft habe. Mit den kitschigen Rosen auf dem Cover hätte man eine Art Pilcher-Roman erwarten können-glücklicherweise nicht! Nach ersten Anfangsschwierigkeiten, da die Autorin Unmengen von Zitaten und Filmverweisen einfließen läßt, konnte ich mich dem Sorg dieses Buches nicht mehr entziehen. Sprache und Wortwitz, als auch spannenden Charakterstudien lassen einem nicht aus dem Drang weiterzulesen. Letztendlich nimmt das Buch im letzend Drittel nochmals so Fahrt auf, dass man versucht ist die ganze Nacht bis zum Ende durchlesen.
Das Ende des Buches haut einen auf jeden Fall um, ich war erst einmal sprachlos.. Mit eines der erstaunlichsten Bücher, die ich dieses Jahr verschlungen habe
Bewertung:

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Herausragendes literarisches Debüt oder überbewertete amerikanische Gegenwartsliteratur? Eine außerordentliche Vater-Tochter Beziehung oder überzüchtete US amerikanische Jugend mit überspanntem Vater? Atemberaubende Spannung oder doch langwieriges Unterfangen mit Anfang, Höhepunkt und Schluss?
Die Meinung über Pessl's "Alltägliche Physik des Unglücks" ist geteilt.
Die Auswahl der Charaktere bietet Vielfalt, wenn diese auch kategorisiert ist: die Bluebloods - Clique um die Hauptdarstellerin Blue van Meer, die Junikäfer (?) - vorübergehende, hysterische und austauschbare Gespielinnen des Vaters Gareth van Meer und die Außergewöhnlichen, die Herausragenden, die Bestechenden - Blue, Gareth und die wundersame Lehrerin Hannah Schneider.
Der Start des Romans, der in einer Reihe von Situationen das Leben, die laufend wechselnden Lebensmittelpunkte und die verhinderte Kindheit Blues sehr gut darstellt, bindet den Leser in die Geschichte ein, macht ...
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Bewertung:

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...und die pure Bildungshuberei. Anfänglich waren die eingestreuten Zitate und Querverweise ja noch witzig, irgendwann ist es aber nur noch eine lästige Unterbrechung. Vielleicht wird es ja noch spannend oder die Autorin beginnt gut zu erzählen - ich werde es nie erfahren und das nach 250 Seiten Quälerei auch nicht bereuen.
Bewertung:

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Am schönsten sind die vielen Buchzitate aus anderen Werken und das jedes Kapitel die Überschrift eines anderen Klassikers hat. Ansonsten war die Geschichte ganz nett zu lesen, aber irgendwie hatte ich mir größeres erhofft als eine Teenie-Amerika-Geschichte mit einem bischen Verschwörungscharakter. Aber schon allein wegen der Zitate lesenswert.
Bewertung:

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Dies bezieht sich sowohl auf die Autorin Marisha Pessl, als auch auf ihre Protagonistin Blue van Meer, welche den rätselhaften (Selbst?-)Mord (an) ihrer Lehrerin aufklären möchte und bei der Schilderung dieser Geschichte mit literarischen Zitaten nur so um sich wirft. Gelingt es ihnen? Nun ja...
Das Buch wird ja sehr kontrovers diskutiert; für viele ist es schlichtweg der Gipfel des momentanen literarischen Schaffens, andere verdammen es wohl in die tiefsten Niederungen der Bestsellerliste. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt, welcher Partei ich mich wohl anschließen würde - denn dass ich das Buch lesen würde, stand für mich spätestens fest, als ich mit "Bleak House" und "Sturmhöhe" zwei meiner Lieblingsbücher im Inhalt entdeckte. Ich habe mich entschieden, mich dem Mittelmaß anzuschließen, allerdings einem Mittelmaß mit positiver Tendenz. Denn das Buch ist gut - dies ist eine Tatsache, die feststeht und nicht von der Hand gewiesen werden kann. Und es ist definitiv ...
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