Der fliegende Berg
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EAN: 9783596171958
Ausgabe: 3., Aufl.
ISBN: 3596171954
Label: Fischer (Tb.), Frankfurt
Hersteller: Fischer (Tb.), Frankfurt
Anzahl Seiten: 368
Erscheinungsdatum: November 01, 2007
Herausgeber: Fischer (Tb.), Frankfurt
Studio: Fischer (Tb.), Frankfurt
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion:Der 52-jährige österreichische Autor Christoph Ransmayr ist so eine Art Spezialist für schwer zugängliche Terrains. In Romanen wie
Die Schrecken des Eises und der Finsternis (1984),
Die letzte Welt (1988) oder
Morbus Kitahara (1995) hat er sich auch sprachlich in ganz abgelegene Gebiete der Erd- und Literaturgeschichte gewagt, die nicht nur ans Ende kartographischer Erfassbarkeit, sondern nicht selten auch ans Ende des Lebens -- und der Zeiten -- führten.
Stilistisch und inhaltlich geht Ransmayer auch in
Der fliegende Berg diesen Weg: Zwei Brüder machen sich jenseits aller Vernunft auf die abenteuerliche Reise zu einem Berg im Osten Tibets, der von einem Piloten "während des aussichtslosen / Widerstandes der Krieger von Kham / gegen eine aus Peking befehligte Besatzungsarmee" im Moment größter Gefahr entdeckt worden ist und höher als der Mount Everest sein soll -- wobei nur einer der Brüder die phantastische Fahrt zum mehr als obskuren Objekt der Begierde überlebt. Dabei werden mit Liebe, Freundschaft und Tod wieder einmal einige existentielle Themen gestreift und von unterschiedlicher Seite beleuchtet. Gehalten ist das Buch in freien Versen in der Manier Walt Whitmans. Selbst wenn sich ein Teil des Textes auch als Fließtext ohne die Zäsuren der Verse hätte schreiben lassen, ergibt sich durch diese ungewöhnliche Form eine ganz eigenwillige, den Stoff unterstützende Wirkung, die man nur dann voll erfasst, wenn man bereit ist, den Text laut zu lesen.
"Vielleicht ist jenes Bedürfnis / tatsächlich unstillbar, / das uns selbst in enzyklopädisch gesicherten Gebieten / nach dem Unbekannten, Unbetretenen, / von Spuren und Namen noch Unversehrten suchen lässt", heißt es in
Der fliegende Berg: "nach jenem makellos weißen Fleck, / in den wir dann ein Bild unserer Tagträume / einschreiben können." Ransmayr hat diesen weißen Fleck auf der Landkarte wieder einmal zum poetologischen Prinzip erhoben. Und wieder einmal hat er ihn mit der ganzen Kraft seines sprachlichen Talents perfekt ausgelotet.
Der fliegende Berg ist Prosa in Vollendung, irgendwo angesiedelt an der Spitze der deutschen Literaturlandschaft, von der man schon dachte, es würde sie gar nicht mehr geben: hoch auffliegend, könnte man sagen.
--Thomas Köster
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Bewertung:

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Mit seinem Roman über die Polarfarher Payer/Weiprecht hüllte Ransmayr die lesende Welt das erste mal in sein blaues Tuch aus einer Weite, Höhe, Kälte aber auch gestochene Schärfe transportierenden Sprache gekoppelt mit einer poetik des wechselspiels zwischen historischer Realität und literarisch-spielerischer Fiktion. Morbus Kitahara, das wohl düsterste, komplexeste gleichsam aber auch verspielteste Werk Ransmayrs glänzte durch ein fast filmisches Mad-Max-Szenario. Eine Zeit nach der Welt, eine Geschichte der Auflösung, des Verschwindens in einer ewigen litarischen Wüste, die Wüste des Realen, wenn man Baudrillard folgen will. Die letzte Welt, dieser grandiose Versuch die ovidischen Metamorphosen anhand der poetik der metamorphose neu zu erzählen wurde mit genügend Ansehen in der Bücherwelt belohnt. Natürlich ganz gerechtfertigterweise!
Dazwischen, zwischen den Romanburgen, kursierten immer wieder neue kleine prosaische, essayistische und poetische Arbeiten, die Einblick ...
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Ein sehr faszinierendes Buch dank der Aufteilung in Verse, die den Leser zur Langsamkeit zwingen. Der Inhalt selbst erinnert sehr an die Geschichte der Messner-Brueder und rief bei mir extremes Fernweh hervor, da es auch hier um grenzenlose Freiheit innerhalb engster Grenzen geht.
Teilweise langatmig aber nie langweilig.
Bewertung:

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Ransmayrs aktuellstes Werk ist ein wunder...
...bares Werk, welches den Leser entführt in schwindelerregende Höhen und einsame Orte. Das im Flattersatz verfaßte Werk erzählt in wunderschöner Prosa die Geschichte zweier gegensätzlicher aber doch ähnlicher Brüder, die sich anschicken, eine der letzten unerforschten Gegenden der Erde zu bezwingen: Phur-Ri, den sagenhaften "Fliegenden Berg".
Von der Atlantikküste Irlands bis in das entlegene Kham in Osttibet geht die Reise der beiden Brüder, die sich im Verlaufe der Expedition auseinander leben um sich dann - reduziert auf ihre pure Existenz - doch wieder zu finden. Ransmayr beginnt seine Geschichte mit der Katastrophe, dem Tod des Älteren, und rollt sie erst dann von Beginn an auf.
Parallelen zwischen irischem Nationalismus und der chinesischen Okkupation Tibets werden nicht von ungefähr gezogen. Der fliegende Berg steht hier als Symbol des Überweltlichen - ja Unerreichbaren, das sich über alle ...
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Bewertung:

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Ein grandioses Buch, voller Poesie und Sprachschönheit! Selten, dass ich ein Buch in einem Ruck lese, hier kam ich nicht los. Zeiten- und Ortwechsel verführen zum Träumen, auch wenn die Erzählung nicht wirklich heiter ist. Bruderliebe und Bruderzwist, der Versuch einer Auf- und Abarbeitung auf dem Wege zum höchsten Gipfel ... ach, ich hätte mir naiv einen positiven Ausgang gewünscht ... der Liebe wegen. Lockt doch die ganze Erzählung zum Wegfahren, Irland, Tibet ... Der Flattersatz liest sich m.E. ausgesprochen gut, ich wünsche mir mehr Bücher im Flattersatz und von Ransmayer ... Und ich wünsche allen Lesern und Leserinnen das gleiche Wohlbefinden beim Lesen dieses Buches.
Bewertung:

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Christoph Ransmayr Der fliegende Berg Fischer Verlag
ISBN 3100629361
In einem berauschenden Taumel von Wahrnehmung und Traum beginnt dieser Roman, der ganz von Naturgewalten erfüllt ist.
Halb erfroren liegt ein Mensch im ewigen Eis eines gewaltigen Bergmassivs auf einer Felsspitze. Er sieht taumelnde Gestalten, Schneeflocken, die Schmetterlingen gleichen; er hört die Stimme seines Bruders, der ihn hochziehen will, er sieht sich schließlich auf einem Eingeborenengefährt den Berg hinunter gleiten.
Mit überbordenden poetischen Bildern wird der Leser in die Melodie des Romans eingeführt, und genauso geht die Erzählung weiter.
Eingehüllt in die fast einem Gedicht gleichende Erzählung, die im Flattersatz geschrieben ist, begibt man sich an den Anfang der Geschichte und hört, wie alles begann.
Liam ist Computerfachmann gewesen bis es ihn zurück zog auf die Insel Horse Island in Irland.
Auf seinen in allen Zimmern ...
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