Wem die Stunde schlägt
unser Preis: EUR 12,00
Preisänderungen möglich.
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783596173365
Ausgabe: 1
ISBN: 3596173361
Label: Fischer (Tb.), Frankfurt
Hersteller: Fischer (Tb.), Frankfurt
Anzahl Seiten: 555
Erscheinungsdatum: 2006-12
Herausgeber: Fischer (Tb.), Frankfurt
Studio: Fischer (Tb.), Frankfurt
ähnliche Produkte:
Browse for similar items by category: Click to Display
Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion: Für mich war Ernest Hemingway (1899-1961) immer ein Mann der kurzen Strecken. Short stories wie
Die Killer (1927) oder
Das kurze glückliche Leben des Francis Macomber (1936) sind Meisterwerke des rasanten Sprints und fulminanten Endspurts, und spätestens seit seiner Schulzeit weiß man, wie sehr es in der deutschen Literaturlandschaft der Nachkriegszeit als sportlich galt, diesem Weltmeister der amerikanischen Kurzgeschichte hinterherzuhecheln.
Auch Hemingways Roman
Wem die Stunde schlägt (1940) beginnt mit einem schnellen Glücksstart, der den Helden Robert Jordan im atmosphärischen Stil der Short story auf die Reise schickt: "Er lag der Länge nach auf dem braunen, nadelbedeckten Boden des Waldes, das Kinn in die verschränkten Arme gestützt, und hoch über ihm wehte der Wind durch die Wipfel der Kiefern". Dann genügen zwei, drei Sätze, und man ist mittendrin im Geschehen um die Brückensprengung während des Spanischen Bürgerkriegs, erlebt die Liebesgeschichte des antifaschistischen Protagonisten mit der jungen Partisanin Maria -- und gerät beim Lesen manchmal selbst ganz außer Atem.
Leider kann Hemingway, einst Reporter im Spanischen Bürgerkrieg, dieses Erzähltempo nicht immer beibehaltenhalten: Über lange Distanzen gerät er etwas aus der Puste. Dann wird er allzu langatmig und verliert das Ziel ein wenig aus den Augen. Und mancher Satz ist einfach schlecht geschrieben. Aber dann gibt es wieder Passagen von einer derart versöhnlichen Dichte, die jene der Erzählungen fast noch übertrifft. Der tötliche Spießrutenlauf der Dorffaschisten durch das Dreschflegelspalier der Partisanen etwa, der wahnwitzige Kampf des Guerillaführers El Sordo, der sich seine "Reisegesellschaft" ins Jenseits zusammenschießt, oder die eigentliche Schilderung der Brückensprengung gehören zum Eindrucksvollsten, was Hemingway geschrieben hat.
Irgendwann im Buch macht sich Jordan als Alter ego des Autors auch Gedanken darüber, wie das Erlebte zu verarbeiten sei: "ich vermute, du wirst das alles loswerden, wenn du darüber schreibst", heißt es im Selbstgespräch. "Wenn du es erst einmal niederschreibst, wird es verschwinden. Es wird ein gutes Buch werden, falls du dazu kommst, es zu schreiben. Besser als das andere." Wer das Glück hatte, Hemingways Bürgerkriegsepos mit 14 Jahren zu verschlingen, wird dieses Urteil über weite Strecken teilen. Wer es nach etwa zwanzig Jahren wiederliest, der über kurze Strecken auch.
--Thomas Köster
Durchschnittliche Bewertung:

Bewertung:

-
Aus heutiger Sicht weht einem der Roman mit einem Hauch Sozialromantik entgegen, bei dem die Guten eindeutig auf der eine Seite ausmachen sind, die Schlechten die Fratze des Verbrechers trifft und die Liebe an den schlechten Zeiten leidet. Hemingway verarbeitet in ihm seine Erfahrungen und die Berichte anderer aus dem spanischen Bürgerkrieg. Eine Brücke soll zerstört, der Nachschub abgeschnitten, der Kontakt zu einer Guerillaeinheit aufgenommen werden. All das ist ausgezeichnet beschrieben, die Hintergründe bestens recherchiert und trotzdem erscheint einem vielleicht wegen der Liebesgeschichte zwischen Maria und Jordan alles vor den Sittengemälden schrecklicher Verbrechen weichgespült. Das Genre hat sich seitdem weiter entwickelt. Heutzutage würde ein Autor weniger die Liebe in die Mittelpunkt rücken, sich vielmehr ausführlich der Schilderung des Gemetzels widmen, die Sprengkraft beschreiben, das Technische ausführen, es gebe keine Helden mehr, sondern nur Verlierer und alle hätten ...
weiter
Bewertung:

-
Unmittelbar im Anschluss an seine Tätigkeit als Kriegsberichterstatter in Spanien verarbeitete Ernest Hemingway seine Erfahrungen und Erlebnisse in diesem Roman, der zu seinen meistgepriesenen und erfolgreichsten Werken zählt. Der junge Amerikaner Robert Jordan nimmt, wie viele Intellektuelle der damaligen Zeit, als Mitglied der Internationalen Brigaden am Kampf gegen die Faschisten Francos teil. Als Sprengstoffexperte ist Jordan ein Einzelkämpfer. Er wird zu bestimmten Einsätzen kommandiert und muss sehen, wie er sich zusätzliche Hilfe bei den Partisanen vor Ort organisiert. Zur Unterstützung einer groß angelegten Offensive soll er mithilfe einiger bäuerlicher Guerilleros eine strategisch wichtige Straßenbrücke sprengen. In den drei Tagen und drei Nächten der Vorbereitung wird die Gruppe, zu der auch zwei Frauen gehören, zur Schicksalsgemeinschaft zusammengeschweißt; Robert und Maria entdecken ihre Liebe. Das Ende ist tragisch, genau wie die historische Realität. Auch wenn das Buch ...
weiter
Bewertung:

-
Ernest Hemingway - Wem die Stunde schlägt
Die Zeit sind 3 Tage im Spanischen Bürgerkrieg. Robert Jordan, ein amerikanischer Lehrer, kämpft zusammen mit einem Trupp Partisanen hinter den feindlichen Linien gegen die Faschisten. Seine Aufgabe - eine Brücke sprengen - um jeden Preis.
"For whom the bell tolls", vielleicht Hemingways bekanntester Roman, ist ein Buch über den Krieg, über die Liebe, über Freundschaft und über das Sterben der Menschlichkeit. Im Zentrum der Handlung steht Robert Jordan. Ursprünglich Lehrer für Spanisch an einem amerikanischen College kämpft er seit über einem Jahr auf Seiten der Republik gegen die heranstürmenden Faschisten. Robert Jordan ist ein guter Soldat, voller Pflichtgefühl und Überzeugung tritt er für seine Vorstellung von Recht ein, opfert sich für sie auf, ist selbstlos. Er will nichts besonderes sein, er will seine Sache richtig machen, er will für etwas einstehen woran er glaubt und zur notfalls auch dafür sterben ...
weiter
Bewertung:

-
Robert Jordan, ein amerikanischer Dozent kämpft im Spanischen Bürgerkrieg an der Seite einer kleinen Gruppe von Bauern, Zigeunern und Guerillas um seinen Auftrag zu erfüllen. Dieser lautet, in den Bergen eine Brücke zu sprengen, um den Feind am Angriff zu hindern, egal um welchen Preis. In dieser Ausnahmesituation wächst die Gruppe mehr und mehr zusammen, es entwickeln sich Freundschaften und sogar die Liebe zwischen Robert Jordan und der Partisanin Maria, die während eines Angriffs von der Gruppe gerettet worden war. Leider bleiben auch Rivalitäten nicht aus und der Verrat des Bauern Pablo droht nicht nur die Gruppe zu zerstören, sondern die ganze Brückensprengung zunichte zu machen...
Hemingway beschreibt in diesem Roman leider sehr flach drei Tage im spanische Bürgerkrieg wobei er es meiner Meinung nach nicht schafft, dem Leser die Charaktere der kleinen Gruppe näher zu bringen, wodurch einem nicht nur die Personen, sondern auch das gesamte Werk fremd bleibt. Man erkennt deutlich ...
weiter
Bewertung:

-
"Wem die Stunde schlägt" - ein Buch, das durch seine einfache und klare Sprache, dafür aber überaus detaillierte Beschreibungen sehr schnell als ein Werk von Hemingway erkannt wird. Doch obwohl ich ein großer Hemingway-Fan bin, konnte mich dieser Roman nicht so mitreißen wie gewöhnlich. Die Geschichte wird mit der Zeit etwas langatmig und enthält für jemanden, der nicht viel über den spanischen Bürgerkrieg weiß, auch keine weiteren Informationen dieser Art. Jedoch möchte ich das Buch jetzt nicht ganz schlecht machen, denn es zeigt dem Leser deutlich: "Carpe diem - Nutze den Tag!"