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Die Blendung. Roman.

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Die Blendung. Roman.
unser Preis: EUR 9,95
Preisänderungen möglich.


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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783596206964
Ausgabe: 37., Aufl.
ISBN: 3596206960
Label: Fischer (Tb.), Frankfurt
Hersteller: Fischer (Tb.), Frankfurt
Anzahl Seiten: 511
Erscheinungsdatum: 2000-01
Herausgeber: Fischer (Tb.), Frankfurt
Studio: Fischer (Tb.), Frankfurt




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Produktbeschreibung:

Aus der Amazon.de-Redaktion:
So ist das nun mal: Bei allen großen Romanen ist die Sprache der eigentliche Hauptdarsteller. Wäre dem nicht so, ließe sich in diesem Fall berichten, daß sich alles um den Privatgelehrten Peter Kien dreht, einen exzentrischen Kopf- und Büchermenschen, der sich "bedeutendster Sinologe seiner Zeit" und Besitzer der umfangreichsten Privatbibliothek Wiens nennen darf.

Er forscht in allergrößter Ruhe vor sich hin, bis ihm ein entscheidender Fehler unterläuft: In einem Anfall von Rührseligkeit heiratet er seine Haushälterin Therese, weil diese jahrelang seine Bücherschätze so gewissenhaft abgestaubt hat. Kaum ist sie aber Frau Kien, möchte sie noch viel mehr abstauben -- es entbrennt ein irrsinniger, erbarmungsloser Kampf um die Vorherrschaft in der heimischen Bücherfestung. In diesen Kampf greifen außerdem ein: Benedikt Pfaff, der sadistische Hausmeister, und Fischerle, ein buckliger Zwerg und Zuhälter, der sich nebenbei für den größten Schachspieler aller Zeiten hält. Und alle sind einzig beseelt von Habgier und betreiben mit Eifer Kiens Untergang.

Die Blendung ist von entwaffnender Trostlosigkeit, eine positive Identifikationsfigur wird der Leser vergebens suchen. Mehr als entschädigt wird er aber durch den ins Groteske gesteigerten Humor, mit dem das absurde Treiben der Figuren und deren Denkwelten geschildert werden. Der sprachliche Zauber dieses Romans beruht vor allem auf Canettis Fähigkeit, diese bizarren Kreaturen völlig innerhalb ihrer Wahnlogik und konsequent im jeweils eigenen Tonfall sprechen zu lassen. Auch wenn nach der ersten Veröffentlichung mehr als drei Jahrzehnte verstreichen mußten, bis die literarische Öffentlichkeit von Canettis einzigem Roman Notiz nahm, zählt er mittlerweile zweifellos zu den Klassikern der Moderne. --Christian Stahl

Amazon.de Hörbuchrezension:
Ein wenig ist die Erwartung auch immer mit Skepsis durchsetzt, wenn aus großen Romanen der Weltliteratur Hörspiele gemacht werden: Dass zu viel auf der Strecke geblieben sein könnte bei der Bearbeitung und all dem Kürzen und Verdichten, das dabei unvermeidlich ist. In dieser Hinsicht ist Die Blendung ein Musterbeispiel für eine geglückte Hörspielfassung. Canettis Hauptwerk, für das er wohl vor allem den Literatur-Nobelpreis erhielt, wurde von Helmut Peschina gekonnt bearbeitet und von Regisseur Robert Matejka sehr ansprechend in Szene gesetzt.

Canettis Roman ist ebenso bedrückend wie absurd-unterhaltsam: die Geschichte des genialen Gelehrten Peter Kien, der aufgrund seiner Weltfremdheit leichte Beute wird für seine habgierige Umwelt, vor allem in Person seiner Haushälterin und des brutalen Hausbesorgers. Verkörpert werden die Figuren bei dieser Aufnahme von erstklassigen Schauspielern: Allen voran Peter Simonischek als Erzähler, Felix von Manteuffel als Peter Kien und Robert Meyer als Fischerle. Und besonders beeindruckend: Burgschauspielerin Libgart Schwarz als Haushälterin Therese.

Ein Vorteil der Hörspielfassung ist naturgemäß, dass die sprachlichen Eigenheiten der Figuren viel besser als im Buch zur Geltung kommen -- zum Beispiel das Wienerische des Hausbesorgers oder den jiddischen Einschlag von Fischerle. Herausheben muss man auch die interessante und originelle Musik von Max Nagl: von Violine, Klarinette oder Saxofon geprägte Stücke begleiten und untermalen Canettis meisterhaften Text und sind das akustische Sahnehäubchen bei diesem überaus "blendenden" Hörerlebnis. --Christian Stahl

Spieldauer ca. 173 Minuten, 3 CDs, Hörspielfassung



Kunden-Rezensionen
Durchschnittliche Bewertung:  out of 5 stars

Bewertung: 2 out of 5 stars - -
Mein Gott, bin ich zu ungebildet, um dieses Buch zu begreifen, oder woran liegt es, dass ich, die normalerweise 1000-Seiten-Wälzer mit Hingabe verschlingt, mich durch diesen Roman hindurchkämpfen musste bis zur letzten Seite, um am Ende ratlos dazustehen und mich zu fragen: "Worum geht es?" Gleichwertige Fragen wären z.B. auch "Was hat mir dieses Buch zu sagen?", "Worin besteht der literarische Wert dieses Romans?" oder "Warum hat Elias Canetti einen Nobelpreis bekommen?". Die letzte Frage kann ich beantworten und damit erklärt sich auch meine vorübergehende Hilflosigkeit. Tatsache ist, Elias Canetti hat den Nobelpreis bekommen, weil er ebenjenes Buch geschrieben hat. Autoren, die Nobelpreise erhalten, schreiben keine Unterhaltungsromane, nein, ihre Werke darf man nicht hinterfragen, denn sie sind ungemein tiefsinnig und philosophisch, man liest Sekundärliteratur, um sie zu erfassen, doch das wird man nie, denn was sich in den Köpfen von Literaturnobelpreisträgern abspielt, ... weiter



Bewertung: 3 out of 5 stars - Wahn und Wirklichkeit
Einfühlsam wird beschrieben, wie eine isolierte Person die Realität aus den Augen verliert. Die zum Teil düstere Stimmung wird sehr gut an den Leser vermittelt, wobei diese Stimmung mir das Lesen erschwerte. Das Buch ist genial geschrieben, da die gespürte Nähe zum Wahnsinn packend und mitreißend ist. Da sich viele Menschen in unserer Zeit in Cyber-Welten zurück ziehen, gewinnt das hier vorgestellte Werk an Relevanz. Allerdings war mir die Stimmung des Buches zuwider, und entspricht nicht meinem Geschmack.



Bewertung: 4 out of 5 stars - Unversöhnlichkeit von Ideal und Wirklichkeit
Die Hauptfigur in diesem Buch ist Peter Kien, ein weltfremder Sinologe der die grösste Privatbibliothek (25000 Bände) Wiens sein eigen nennen darf. Er ist als Gelehrter hoch angesehen, meidet aber Öffentlichkeit. Seine Abende verbringt er lieber indem er Kant u.a. imaginär zu sich einlädt (er kennt fast alle seine Bücher auswendig, es ist also kein Problem für ihn sich Kant als Gesprächspartner vorzustellen) und einen lauschigen Abend mit seinen Gästen zu verbringen. Trotz seins Intellekts verfällt er aber seiner dummen, raffgierigen Haushälterin und das nur, weil diese seine Bücher (die er mehr liebt als irgendetwas anderes auf der Welt) mit Samthandschuhen liest und auf Kissen bettet. Ist die Hochzeit erstmal vollzogen, interessiert sie nur noch sein Geld. Damit ist Kiens gesellschaftlicher und auch geistiger Zerfall besiegelt. Denn auch die restlichen Figuren, der brutale Hausbesorger Pfaff und der Zuhälter Fischerle, richten den Sinologen zugrunde. Er wird aus seiner Wohnung ... weiter



Bewertung: 5 out of 5 stars - Ein ganz besonderes Buch - sehr empfehlenswert
Ich habe "Die Blendung" von E. Canetti noch nicht durchgelesen und konnte mich nicht zurückhalten, hier einen Kommentar loszuwerden: Selten habe ich so ein Buch gelesen, ein Wunderwerk!



Bewertung: 5 out of 5 stars - dem schicksal ausgeliefert...
"Die Blendung" beginnt scheinbar harmlos (und hat mich am Beginn zugegeben sogar etwas gelangweilt) mit der Einführung in das Leben eines verschrobenen Sinologen, der ein einsames aber durchaus glückliches Leben führt. Er ist offensichtlich von seinen Büchern besessen und zieht diese den Menschen bei Weitem vor. Niemand scheint diese außergewöhnliche Vorliebe des Sinologen zu teilen bis er eines Tages eine Haushälterin einstellt...
... und damit nimmt das Unheil seinen Beginn. Ein Albtraum bricht über den Sinologen herein der scheinbar nicht aufzuhalten ist. Alles was passiert scheint so stattfinden zu müssen wie es stattfindet und oft ist es beim Lesen schwierig, den unaufhaltsamen Strudel zu akzeptieren der die Hauptperson verschlingt.
Canetti zeichnet die Charaktere in seinem Roman mit einer unvergleichlichen Geschicktheit und Lebendigkeit. Die Verschlagenheit, Boshaftigkeit, Gemeinheit und unglaubliche Gewissenlosigkeit mit der er seine Protagonisten ausstattet lassen ... weiter




 

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