Schiffbruch mit Tiger
Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783596509560
Ausgabe: 4., Aufl.
ISBN: 3596509564
Label: Fischer (Tb.), Frankfurt
Hersteller: Fischer (Tb.), Frankfurt
Anzahl Seiten: 527
Erscheinungsdatum: 2006-09
Herausgeber: Fischer (Tb.), Frankfurt
Studio: Fischer (Tb.), Frankfurt
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Durchschnittliche Bewertung:

Bewertung:

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Ein Roman mit drei Teilen, die von drei unterschiedlichen Autoren zu stammen scheinen. Meine Erwartung war einen philosophischen Roman zu lesen. Etwas über Religion, etwas über Lebensphilosophie.
Gegenstand des ersten Teils ist die Kindheit in Indien. Die pubertäre Suche nach Sinn im Leben, vom Stil her recht pragmatisch und kurz geschrieben. Wirkt so hektisch, wie man sich den Straßenlärm einer indisichen Stadt eben vorstellt. Könnte ein Buch als solches sein.
Doch dann im zweiten Teil die eigentliche Geschichte über den Schiffbruch und das Überleben im Rettungsboot. Könnte auch ein Buch als solches sein. Hier wäre die Möglichkeit gewesen die anfangs gemachten Gedanken etwas zu vertiefen. Aber nein: Gedanken über Schiffzwieback und Fische. Enttäuschend.
Spannung? Nix da, Stilmittel ist es schon vorher zu veraten, was am Ende passieren wird. Da hoffte ich noch: ohne Spannung ist okay, solange es die Ruhe für ein paar Diskurse liefert. ...
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Das erste Drittel des Buches (Originaltitel "Life of Pi") handelt vom Aufwachsen und frühen Leben der Hauptfigur und ist, nun ja, nett aber nicht unbedingt spannend. Einige meiner Freunde haben da abgebrochen. Es lohnt sich aber unbedingt weiterzulesen, denn was danach kommt zieht einem die Schuhe aus.
Die groteske Situation, mit einem tödlichen Raubtier viele Monate allein auf einem Rettungsboot zu verbringen und welche extremen Situationen sich daraus ergeben, das ist einfach saumäßig spannend. Am Ende der Geschichte bietet sich dann noch eine ganz andere Interpretation der Geschichte an (die ich hier nicht verraten werde), die -- ganz ähnlich wie beim Film "Sixth Sense" -- im Nachhinein alles in das Gegenteil, in ein psychisches Drama verkehrt -- super.
Lesen! Durchhalten!
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Die gebundene "Taschenbibliothek" vom Fischerverlag: Wunderbar! Sehr zu empfehlen.
Nun zum Inhalt: Es handelt sich um ein sehr interessantes Buch und ich empfehle jedem, es zu lesen.
Dennoch kann ich nicht mehr als drei Punkte vergeben.
Welchem Genre es zuzuordnen ist, kann ich auch nach reiflicher Überlegung nicht sagen. Das ist kein Abenteuerroman, kein Märchen... denn es lebt von einem sehr eigenen Sprachstil, der die Geschichte manchmal absurd, manchmal undurchsichtig, manchmal klar und deutlich wirken lässt. Es lässt sich meines Erachtens keiner Kategorie eindeutig zuordnen.
Es beginnt super, mit dem Einblick in das Leben eines jungen Inders, vor allem mit seiner Hinwendung zum Glauben. Und genau damit habe ich meine Schwierigkeiten. Der Anfang ist mit diesem Thema so gelungen! Glaubensfragen werden angesprochen, ohne dass ein moralapostolischer Ton aufkommt. Nach dem, was mir erzählt wurde und was ich über das Buch las, ging ich davon aus, ...
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Als ich "Schiffbruch mit Tiger" geschenkt bekam, hatte ich von dem Buch noch nicht gehört. Schon nach wenigen Seiten war mir aber klar, dass dieser Roman lebhafter Beweis dafür ist, dass die schönsten Überraschungen sehr oft zwischen zwei Buchdeckeln anzutreffen sind.
Yann Martel gelingt mit seinem dritten Roman ein humorvolles, zugleich ungewöhnliches Buch über das Überleben, den Glauben und die Abhängigkeit sowie Verantwortung des Menschen von und für die Natur. Mit einem beständigen Augenzwinkern erzählt Martel die Geschichte von Pi, der nicht nur allein deshalb kein ganz gewöhnlicher Junge ist, weil er in jungen Jahren beschließt, dem muslimischen Glauben ebenso anzugehören wie dem christlichen und dem hinduistischen, sondern der auch einen ganz eigentümlichen Überlebenskampf zu führen hat: Als einziger Überlebender eines Schiffsunglücks verbringt Pi hunderte Tage allein in einem Rettungsboot auf offener See - mit einem Tiger an Bord.
In seinem Roman gelingt ...
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Wenn man sich erst mal durch den etwas zähen Anfang gekämpft hat - es lohnt sich wirklich durchzuhalten - liest es sich ab dem Schiffsuntergang hervorragend. Es ist spannend und man wird auch als Leser immer wieder von den Ereignissen überrascht - es ist so fern von allem, was man im normalen Alltag so erlebt. Eine super Lektüre!!!