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Der fremde Tibeter

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Der fremde Tibeter
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783746618326
Ausgabe: 23., Aufl.
ISBN: 3746618320
Label: Aufbau Tb
Hersteller: Aufbau Tb
Anzahl Seiten: 495
Erscheinungsdatum: 2002-03
Herausgeber: Aufbau Tb
Studio: Aufbau Tb




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Produktbeschreibung:

Aus der Amazon.de-Redaktion:
Eliot Pattison entführt die Leser seines Debütromans in eine innerhalb des Krimi-Genres bisher völlig unbeachtete Region -- Tibet. Und, um es gleich ganz deutlich zu sagen, es gelingt ihm eine fesselnde Darstellung des inneren Zustandes dieses kleinen Landes im Himalaya allein durch die Schilderung der rätselhaften Vorgänge in einem chinesischen Arbeitslager. Zugleich stellt er mit seinem Helden, dem wegen angeblich konterrevolutionärer Aktivitäten einsitzenden Chinesen Shan, eine der interessantesten und ungewöhnlichsten Romanfiguren der letzten Zeit vor.

Tibet unter chinesischer Herrschaft. Schauplatz der Handlung ist das Arbeitslager 404 hoch in den Bergen des Himalaya, das mit dem Bau einer Straße durch das Hochgebirge beauftragt ist. Hauptsächlich Mönche der aufgelösten und zerstörten tibetischen Klöster verrichten hier Zwangsarbeit, aber auch Shan, vor Jahren hoher politischer Funktionär und Ermittler in Korruptionsfällen, der der Konterrevolution beschuldigt worden war, ohne sich eines Vergehens bewusst zu sein. Shan hat Freunde unter den Mönchen gefunden, hat sich mit deren Lebensweise beschäftigt und steht seinem bisherigen Leben distanziert gegenüber.

Eine Leiche ohne Kopf wird von den Häftlingen gefunden. Das fehlende Stück findet sich schließlich in einem buddhistischen Schrein und legt offen, dass es sich bei dem Toten um den chinesischen Polizeichef der Region handelt. Shan wird vom Befehlshaber des Arbeitslagers von seinen dortigen Aufgaben entbunden und mit der Aufklärung des Falles beauftragt. Doch als man ihm einen Schuldigen in Gestalt eines tibetischen Mönchs präsentiert, wird Shan endgültig misstrauisch.

Pattisons Roman, der in den USA mit dem Edgar Allen Poe Award ausgezeichnet wurde, beschreibt vor der grandiosen Naturkulisse des Himalaya im Mikrokosmos eines kleinen Arbeitslagers das Schicksal eines faszinierenden Landes unter fremder Herrschaft. Ein großartiger und unbedingt empfehlenswerter Erstlingsroman! --Ulrich Deurer



Kunden-Rezensionen
Durchschnittliche Bewertung:  out of 5 stars

Bewertung: 5 out of 5 stars - Ist das wirklich ein sehr guter Kriminalroman,
oder viel eher eine überragende Milieustudie von Tibet und den Tibetern, deren Vehikel "zufällig" ein Mord ist ? Sicher, die Aufklärung dieser Tat ist wichtig und spannend, steht im Mittelpunkt der Geschichte und wird auch dementsprechend verfolgt, aber viel interessanter sind doch die beschriebenen Menschen, Gegenden, Gebräuche, Gefühle ! Wenn man sich bis jetzt noch nicht so sehr mit dem Land Tibet beschäftigt und vielleicht nur ab und zu einmal einen Zeitungsartikel oder ein Interview mit dem Dalai Lama gelesen hat, und wenn man bisher dachte, Tibet ist so weit weg und auch nicht genau wußte, was die Chinesen denn dort überhaupt machen - dem bringt Pattison dieses Problem ganz schön nahe ! Das läßt einen nicht so schnell los, das geht unter die Haut - da muß man dann doch den einen oder anderen Gedanken daran verlieren. "Beide Daumen abhacken, damit die Mönche die Gebetskette nicht mehr problemlos durch die Hände gleiten lassen können" - wer kommt denn auf so eine abgedrehte ... weiter



Bewertung: 5 out of 5 stars - Ausgezeichnet
Ausgezeichnet seinerzeit mit dem Edgar Allen Poe Award als BESTER KRIMINALROMAN DES JAHRES. Und ich habe selten einen so gepriesenen Roman in seiner zwanzigsten Auflage (2006) gelesen, der das so verdient hat wie dieser.
Also bitte, nicht abhalten lassen von dem ebenso banalen wie abschreckenden Zitat der Zeitschrift Brigitte auf der Cover-Rückseite: Der ideale Krimi für alle, die sich gern in exotische Welten entführen lassen.
Hat diesen ausgezeichneten Krimi keine andere Redaktion zur Kenntnis genommen? Doch, wenigstens die dort ebenfalls zitierte Hannoversche Allgemeine: Ein Glücksfall in der Spannungsliteratur.
Das trifft es schon viel genauer.
Ähnlich wie Qiu Xiaolong (Schwarz auf Rot) lässt uns der Autor teilhaben an der brillanten Kombinationsgabe eines chinesischen Polizisten der Post-Mao-Zeit.
Der allerdings agiert im scharfen Kontrast zu den Möglichkeiten eines Shanghaier Detektivs (Schwarz auf Rot) in den tiefen Bergen Tibets und dazu auch noch ... weiter



Bewertung: 5 out of 5 stars - Bester Roman!
Habe vor einer Woche mit diesem Buch begonnen und war gestern schon damit fertig.
Finde dass Eliot Pattison einen sehr packenden Schreibstil hat, beim lesen kann man sich richtig in die Personen einfühlen.
Für alle die gern Kriminalromane lesen und die Geschichte Tibets interessiert ist dies das richtige Buch!



Bewertung: 5 out of 5 stars - ein echter Superkrimi - anspruchsvoll in Sprache und Plot
"Der Fremde Tibeter" ist ein außergewöhnlicher Krimi, der im von den chinesischen Kommunisten unterdrückten und besetzten Tibet spielt. Atmosphärisch dicht und überzeugend erlebt man das Leben im Straflager mit dem Hauptdarsteller wirklich mit.
Obwohl "nur" ein Krimi "lebt" man beim Lesen mit den Tibetern - ich weiß daß das überdreht klingt, aber so hab ich das Buch erlebt. Der Terror der kommunistischen Zwangsherrschaft ist hier ohne jedes Pathos im täglichen Leben präsent. Trotzdem liest sich das Buch nicht wie ein Oberlehrer-Wälzer sondern es ist wirklich spannend und man kann es kaum zur Seite legen. Eben genau das Gegenteil von hunderten anderen Krimis, die ihren Honig nur aus einem langweiligen Allerwelts-Plot in fremder Atmosphäre ziehen wollen.




Bewertung: 4 out of 5 stars - Mordfall mit ungeahnten Dimensionen
Der Chinese Shan soll in einem Mordfall an einem chinesischen Beamten ermitteln, nachdem er schon drei Jahre als Strafgefangener in einem chinesischen Arbeitslager in Tibet "lebt" und arbeitet, wo er dank der mitgefangenen Mönche die verbotene tibetische Kultur kennenlernt. Die Mantras der anderen Gefangenen sind inzwischen Teil seines Lebens und es fällt es ihm schwer, so plötzlich in Freiheit, dabei aber trotzdem noch Gefangener seines Vorgesetzen zu sein. Er gerät zwischen die Interessen von Mönchen, tibetischen Widerständlern, chinesischen Beamten, Militärangehörigen und amerikanischen Minenbohrern. Nie kann er sicher sein, wem er überhaupt vertrauen darf und wer auf welcher Seite steht. Sogar den Respekt des ihm zugeteilten tibetischen Mitarbeiters und seines chinesischen "Aufpassers", die ihm zu Beginn ihre Mitarbeit verweigern, muß er sich erst nach und nach erarbeiten.
Zeitgleich führt ein weiterer Ermittler seine eigene Untersuchung über den gleichen Fall durch, und ... weiter




 

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