Die Überschreitung. Günther Messners Tod am Nanga Parbat. Expeditionsteilnehmer brechen ihr Schweigen.
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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783776623451
Ausgabe: 1
ISBN: 3776623454
Label: Herbig
Hersteller: Herbig
Anzahl Seiten: 250
Erscheinungsdatum: 2003-05
Herausgeber: Herbig
Studio: Herbig
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Produktbeschreibung:Aus der Amazon.de-Redaktion: In der so genannten Todeszone in knapp 8.000 Metern Höhe ist die Luft sehr dünn. Das gilt auch für die obere Etage des 8.125 Meter hohen Nanga Parbat, um dessen Erstüberschreitung im Jahr 1970 es in Kienlins Buch
Die Überschreitung geht. Besser gesagt handelt das Erstlingswerk des Nanga-Parbat-Expeditionsteilnehmers von 1970 von Reinhold Messners Gipfelerfolg, von dessen umstrittenem und gefährlichem Abstieg ins unbekannte Diamir-Tal -- und von dem tragischen Tod seines Bruders Günther, der, nicht zuletzt aufgrund mangelnden Sauerstoffs geschwächt, vermutlich in einer Lawine umkam.
Nun liegen diese Ereignisse viele Jahre zurück, aber seit dem Jahr 2002 geht das Thema wieder durch die Medien:
Spiegel,
Stern und
Bild berichteten ausführlich, von sämtlichen Bergmagazinen und unzähligen Fernsehbeiträgen ganz zu schweigen. Grund dafür sind heftige Vorwürfe der unterlassenen Hilfestellung einerseits und damit verbunden Zweifel an den Messner'schen Darstellungen andererseits.
Man kann behaupten, dass die Luft im Streit Messner versus Kienlin mittlerweile sehr dünn ist. Mit dem Untertitel
Expeditionsteilnehmer brechen ihr Schweigen wird schon angedeutet, dass hier mitunter schwerwiegende Vorwürfe publiziert werden. Und in der Tat schießt Max von Kienlin scharf. Auch wenn er immer wieder beteuert, dass Rache, Missgunst und Wut darüber, dass Messner nach der Expedition von 1970 Kienlins Frau geheiratet hat, keine Rolle spielen, wird der Leser das Gefühl nicht los, dass persönliche Gründe doch eine Rolle spielen. Den Vorwurf, Messner habe seinen Bruder dem bergsteigerischen Erfolg zuliebe "geopfert", empfand der Südtiroler jedenfalls als so gravierend, dass er mit einer einstweiligen Verfügung drohte.
Wichtig ist, dieses heikle Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, um sich ein eigenes Bild machen zu können. Weitere Mosaikteilchen liefern im hinteren Teil dieses Buches andere Bergkameraden von damals, die freilich in dieselbe Kerbe wie Kienlin schlagen. Den großen Gegenentwurf schreibt Messner persönlich -- und zwar in
Die weiße Einsamkeit. Mein langer Weg zum Nanga Parbat.
--Christina Falkenberg
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Es war der erbittertste Konflikt in der Gesichte des Alpinismus: Max von Kienlin behauptet in seinem Buch "Die Überschreitung" Reinhold Messner hätte eine Mitschuld am Tod seines Bruders bei der Besteigung des Nanga Parbat im Himalaya. Messner wehrte sich vor Gericht gegen den Vorwurf. Nun haben die Richter entschieden.
Der Bergsteiger Reinhold Messner hat sich in einem jahrelangen Rechtsstreit um ein Buch über den Tod seines Bruders weitgehend durchgesetzt. Die Pressekammer des Gerichts untersagte mit einem Urteil Messners früherem Bergkameraden Max von Kienlin zwölf von 13 beanstandeten Behauptungen, mit denen er in seinem Buch Die Überschreitung" Messner auch eine Mitverantwortung für den Tod von dessen Bruder Günther gab (Az. 3240553/03). Der Streit um den Tod von Günther zwischen Messner und Teilnehmern der Besteigung des Nanga Parbat vor fast 37 Jahren ist einer der erbittertsten Konflikte in der Geschichte des Alpinismus. Schon kurz nach der Buchveröffentlichung ...
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Vor kurzem verschlang ich Reinhold Messners "Der nackte Berg". Es nimmt einen eindrucksvoll mit in diese kalte, beeindruckende Welt, hinterlässt aber einige Fragen zum Ablauf damals und auch zur Motivation für sein Buch. Warum hat er es 30 Jahre später geschrieben und warum genau so - was verschweigt er?
Fragen, auf die ich Antworten im Buch von Max Kienlin "Die Überschreitung" zu finden hoffte. Ich war mehr als gespannt auf das Buch, zumal ich nach der Bestellung noch erfahren habe, dass die sterblichen Überreste Günther Messners 2005 gefunden wurden. Sollte Reinhold Messner am Ende mit allem Recht behalten?
Auch Max Kienlin versteht es grundsätzlich eindrucksvoll, einen in diese bizarre Welt des Himalaya mitzunehmen, wenn auch nicht so mitreisend wie Messner und für meinen Geschmack zu helden- und kameradschaftsschwanger.
Bei "Die Überschreitung" fragt man sich jedoch noch mehr warum es geschrieben wurde. Es verfehlt sein Ziel der sachlichen Aufklärung deutlich und versucht ...
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1970 gab es eine große deutschsprachige expedition am nanga parbat in pakistan. Das Ziel war, erstmals über die 4500 meter(!) hohe rupalwand aufzusteigen. Teilnehmer waren unter anderen die brüder Reinhold und Günther Messner sowie der autor dieses buches Max von kienlin. Damals waren solche expeditionen straff geführt. Der expeditionsleiter Herrligkoffer war quasi der befehlshaber, vom basiscamp aus gab er anweisungen wer wo auf-und abzusteigen hat.
Die brüder messner stiegen eigenmächtig zum gipfel auf. Nach dem gipfelsieg stiegen die messners aber auf einer anderen route ab, ins diamirtal, wo überhaupt nichts vorbereitet war, keine kameraden, keine zelte, kein proviant...
Reinhold messner überlebte diese gewalttour, sein brüder Günther blieb am berg.
Kaum waren die bergsteiger wieder in europa, gab es böses blut zwischen Reinhold Messner und Herrligkoffer. Wüste beschuldigungen, anzeigen und prozesse waren die folge. Reinhold Messner und Herrligkoffer beschuldigten sich ...
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Hat man den Nackten Berg von Reinhold Messner gelesen so findet man auf die vielen Ungereimtheiten und Fragen im Buch "Die Überschreitung" die passenden Antworten. Max von Kienlin schildert als damaliger Expeditions-Teilnehmer die tragischen Ereignisse in einer Form, die den wahrscheinlichen Ablauf der Katastrophe um Günther Messners Tod nachvollziehbar erscheinen lässt. Man muss nicht mit dabei gewesen zu sein, um mitreden zu können und sich seinen Teil zu denken über Messners Ehrgeiz, der offenbar keine Grenzen kennt... nicht einmal die Grenzen zur Hölle, aus der er auch Everest-hoch nie wieder herausfinden wird.
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Das Buch ist eine Abrechnung mit Reinhold Messners Vorwürfen zur Nanga Parbat Expedition.
Es ist meiner Meinung nach ganz gut geschrieben und liest sich leicht, ohne aber allzusehr zu faszinieren. Ich habe auch das Buch von Hans Saler gelesen und das hat mir deutlich schlechter gefallen. In Hans Salers Buch hatte ich den Eindruck, er schreibt von einem Spaziergang auf den Kahlenberg, wo es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Protagonisten den Gipfel erreichen. Max von Klien gelingt es wesentlich besser, die Schwierigkeiten der Besteigung darzustellen. Das Buch bietet einige Einblicke und Sichtweisen, die beispielsweise bei Hans Saler fehlen.
Außerdem beschränkt sich Max von Klien bei seiner Kritik an Reinhold Messner auf einige Kapitel und gibt dem Buch dadurch eine bessere Struktur.
Das Buch ist lesenswert, wenn man sich für die Thematik interessiert. Wer der Faszination der Berge allerdings noch nicht erlegen ist, wird das auch nach dem Lesen dieses Buches nicht ...
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