Krebs. Eine Nacherzählung
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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783784431277
Ausgabe: 1
ISBN: 3784431275
Label: Langen/Mueller
Hersteller: Langen/Mueller
Anzahl Seiten: 160
Erscheinungsdatum: Januar 24, 2008
Herausgeber: Langen/Mueller
Studio: Langen/Mueller
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Werner Schneyder Krebs Langen / Müller
ISBN : 3784431275
Ein trauriger langer Abschied!
Das Titelbild des Buchumschlags suggeriert Ruhe, Unendlichkeit und den Blick ins Nichts.
Der nachfolgende Buchtext gibt den Bildeindruck gewissermaßen in Worten wieder: er ist ein Spagat zwischen Poesie und Realität, zwischen eindringlicher sprachlicher Darstellung eines Zustandes, der zwischen Unglauben, Hoffnung, Aktion und dem täglichen Einerlei schwankt. Das Unsagbare und Bedrohliche unserer aller Existenz wird erkennbar.
Werner Schneyder ist Journalist, Publizist und Kabarettist. Bekannt wurde er mit dem Politkabarett der Münchner Lach - und Schießgesellschaft. Er ist als freiberuflicher Autor und Regisseur für Radio und Fernsehen tätig. Eines Tages wird Werner Schneyder mit der Diagnose Krebs bei seiner Frau konfrontiert! Sie überlebt die Hiobsbotschaft nur um zwei Jahre.
Vermutlich ist es ein Akt der versuchten Bewältigung, wenn ...
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Das Buch ist mitreissend geschrieben. Man fürchtet sich davor,irgendwo an sich selbst einen ungewöhnlichen Vorgang im Körper zu spüren. Schneyder schreibt sehr sehr offen und schonungslos über die grauenhaften Auswirkungen, die Krebs hat.
Was mir gefehlt hat in dem Buch: Er schreibt so offen über intimste unwürdige Szenen, die seine Frau erlitten hat. Lässt den Leser in allen Einzelheiten teilnehmen an ihrem Schicksal. Aber ich habe sie selbst in dem Buch nicht kennengelernt, nicht warum sie so wundervoll für ihn war, das Ausmaß dessen, was er verloren hat - außer dass die Wohnung jetzt dann leer und anders ist und er - banal - nicht weiß, woher er die Handwerker bekommt. Es ist eine Beschreibung der Vorgänge, aber nicht dessen, was wirklich passiert im Menschen, in ihm und ihr. Die Geschichte selbst macht Angst davor krank zu werden, man weiß von Beginn an um das Ende, unaufhaltsam, aber es fehlt die Entwicklung. Lebenswille, Aufgabe, Kampf, Entmutigung, Hoffnung, ...
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Meine liebe Freundin quält sich von Cheomotherapie zu Chemotherapie. Wir Freunde und Bekannte sind völlig überfordert mit der Situation. Man weiß nicht, was man sagen, raten oder trösten soll, wenn einem jemand, den man sehr lieb hat sagt, dass er zunehmends zu dem Entschluss gelangt, er wäre des Lebens müde!? Freilich sagt man da zuerst: "Du musst weiter kämpfen!". Wie töricht solche "Durchhalteparolen" sein können, habe ich anhand Werner Schneyders Buch erfahren und vieles was ich bisher zu dem Thema zu sagen hatte - mit bitteren Tränen bezahlt. Ich bin ihm zutiefst dankbar für seinen Mut das Erlebte zusammenzufassen und der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Soviel zu meiner Motivation Werner Schneyders Buch "Krebs. Eine Nacherzählung." Zu lesen. - Ich werde nicht einmal ansatzweise versuchen objektiv zu bleiben anhand dieser Lektüre. Was Werner Schneyder berichtet ist zu einem großen Teil genau die Geschichte, die der Mann meiner Freundin seit mehr als einem Jahr ...
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Ich habe dieses Buch gekauft, in der Hoffnung einmal aus männlicher Sicht etwas über den Umgang mit so einer schrecklichen Situation in nächster Nähe zu erfahren. Was bewegt den Mann, wenn seine Frau leidet, wie kann er ihr helfen, wie sich helfen lassen, usw.
Dieses Buch ist eine einzige Selbstdarstellung von Herrn Schneyder, schon der Anfang, in dem er das Buch seiner neuen Freundin widmet, ist einfach nur geschmacklos. Und so geht es weiter. Es dreht sich nur um ihn in diesem Buch. Seine Frau bleibt völlig konturlos, wird erniedrigt in bestimmten Darstellungen und wartet bis die Berühmtheit wieder Zeit findet nach Hause oder in die Klinik zu kommen.
Kein Hospiz, keine Anwesenheit in ihren letzten Stunden, Herr Schneyder ist auf Tournee. Das Buch zeigt einmal mehr, man muss nur ein wenig berühmt sein, dann kann man über alles schreiben und leider gibt es auch noch genügend Dumme, wie mich ,die meinen ein solches Buch kaufen zu müssen. Noch nie hat mich ein Buch geekelt. Dieses ...
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Dieses Buch ging mir an die Nieren. Sprachlich unaufdringlich und sehr treffend formuliert, verfolgte ich das langsame Sterben der Frau des Autors. Allerdings hätte ich mir gewünscht, nicht nur die Sichtweise des Mannes zu lesen, sondern auch die Ängste und Hoffnungsmomente seiner Frau beschrieben zu bekommen. Manchmal war mir sein Selbstmitleid im Angsicht der Schmerzen seiner Frau etwas unangebracht und ich habe mir oft die Frage gestellt, wer denn nun der Patient ist. Das Buch ist lesenswert, bekommt aber nur 3 Punkte von mir.