Die Schrecken des Eises und der Finsternis. SZ-Bibliothek Band 84
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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783866155343
Ausgabe: 1
ISBN: 3866155344
Label: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
Hersteller: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
Anzahl Seiten: 280
Erscheinungsdatum: Dezember 08, 2007
Herausgeber: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
Studio: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
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Dieses Buch gehört zu meinen Lieblingsbüchern, ich habe es schon dreimal verteilt über mehrere Jahre gelesen. Mit dem Buch "Die letzte Welt" vom gleichen Autor konnte ich übrigens nichts anfangen.
Wahrscheinlich gefällt es mir so gut, weil ich gerne Entdecker- bzw Abenteurerliteratur lese (z.B. "Durch Nacht und Eis"/F. Nansen, "In eisigen Höhen"/J. Krakauer, Reinhold Messner). Es ist allerdings intellektueller und natürlich auch literarischer als die Beispiele, was nicht unbedingt von Nachteil ist.
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Vor einiger Zeit las ich das Buch schon einmal. Ein Bekannter lieh es mir mit der Empfehlung: 'Das musst du gelesen haben.'
Leider konnte ich seine Begeisterung nicht teilen. Ich musste mich durch das Buch quälen. Vor ein paar Wochen hörte ich mir das Hörbuch zwei Mal an, gelesen von Ransmayr selbst. Auch das gefiel mir nicht besonders.
Nun kaufte ich mir den Band aus der SZ-Reihe. Warum, weiß ich auch nicht recht. Ich begann also zu lesen und legte es erst weg, als ich das gesamte Buch und einige Abschnitte ein zweites Mal gelesen hatte. Viele Punkte, die ich bisher kritisiert hatte, waren jetzt genau die Punkte, die mich begeisterten, nämlich das Springen durch die Zeiten und der Wechsel zwischen Dokumentation, Biographie und Fiktion. Die Erlebnisse der k.u.k.-Nordmeerexpedition sind so fesselnd beschrieben, dass man die Schrecken des Eises zu spüren beginnt.
Nebenbei bemerkt ist das Buch mit den vielen Zeichnungen wirklich schön anzuschauen.
Das Hörbuch ...
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Christoph Ransmayr ist offensichtlich ein Schriftsteller, der aus jedem Stoff einen packenden Roman formen kann, egal ob er sich Ovid als Ausgangspunkt vornimmt, oder die "Payer-Weyprecht Expedition von 1872", wie hier in "Die Schrecken des Eises und der Finsternis". Einerseits sind es Tagebucheinträge, das Logbuch und andere überlieferte Schriften der Mannschaft dieser Expedition, die 1872 aufbrach, um neues Land zu finden, zwei Jahre im Packeis gefangen war, das "Franz Joseph Land" fand und dann, da klar war, dass die "Admiral Tegetthoff" im Eis bleiben würde, sich, die Beiboote über das Eis schleppend, bis Nowaja Semlja durchkämpfte, wo sie am 24.08.1874 vom russischen Schoner "Nikolaj" gerettet wurden. Hier zitiert Christoph Ransmayr im Orginal, zusätzlich erfindet er, aufbauend auf diesen Schriften, eine Erzählung, wie es hätte sein können. Eine weitere Ebene ist die fiktive Geschichte des in Wien lebenden Italieners Josef Mazzini, der sich mehr als hundert Jahre später auf die ...
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Ohne Zweifel passt sich dieses Werk hervorragend in das Gesamtprogramm der GEO-Welten ein. Der Gewinn liegt in der gelungenen Verwebung von Realität und Fiktion.
Jedoch muss man Christoph Ransmayr in Diktion - und Sprache mögen, will man dieses Werk auch wirklich genießen. Denn nicht jedem ist der leicht näselnde und morbide österreichische Dialekt eines Christoph Ransmayr ein Genuss - und manch einem gar ein Gräuel.
Wenn man, so wie ich, dieses Hörbuch in einer Jahreszeit hört, wo der Ostwind eiskalt um die Ecke pfeift, ist der Gruseleffekt noch einmal größer, als er ohnehin durch die Beschreibung des eiskalten Unterfangens ist.
Fazit: Nicht nur - aber besonders - für Ransmayr-Liebhaber und Expeditionsreiseninteressierte geeignet.
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Ich glaube, über den Inhalt brauche ich nichts zu schreiben, der sollte bekannt sein. Zur Art und Weise, wie dieses Buch geschrieben wurde möchte ich jedoch anmerken, daß die Mischung zwischen Tatsachenbericht und Roman und die damit verbundene Verknüpfung verschiedener Epochen ungewöhnlich ist. Man wird immer wieder aus Vergangenheit gerissen und das stört mich persönlich, es ist wie eine Werbeunterbrechung bei einem guten Film. Sehr anstrengend, also keine geeignete Nachtlektüre vor dem Einschlafen. Wer sich jedoch mit diesem Werk intensiv auseinander setzt, den erwartet eine Geschichte, die einen das Blut in den Adern gefrieren lässt und wo man froh ist, dass man es jetzt(Dezember 2007)in einer warmen Stube bei einer heißen Tasse Tee lesen kann.