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Der Todestrieb: Autobiographie eines Staatsfeindes

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Der Todestrieb: Autobiographie eines Staatsfeindes
unser Preis: EUR 14,80
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783894013905
Ausgabe: 3., unveränd. Aufl.
ISBN: 3894013907
Label: Edition Nautilus
Hersteller: Edition Nautilus
Anzahl Seiten: 381
Erscheinungsdatum: Februar 01, 2002
Herausgeber: Edition Nautilus
Studio: Edition Nautilus




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Produktbeschreibung:

Aus der Amazon.de-Redaktion:
Dieser Lebensbericht eines Staatsfeindes ist die Autobiografie von Jacques Mesrine, des meistgesuchten Verbrechers im Frankreich der 70er-Jahre. Geschrieben hat er sein Buch 1977 im Hochsicherheitsgefängnis von La Santé, aus dem er ein Jahr später ausbrach. Nach einer abenteuerlichen Flucht wurde er im November 1979 von einem Sondereinsatzkommando der Polizei erschossen.

In seinem Buch, das sich spannender als 99 Prozent aller gängigen Kriminalromane liest, schildert Mesrine, was ihn dazu trieb, vom einfachen Einbrecher zum mehrfachen Mörder zu werden. In einer offenen Auseinandersetzung mit seiner eigenen Biografie fragt er nach den Gründen seines Todestriebs. Mesrines Jugend war keineswegs verkorkst. Er konnte mit der bestehenden Gesellschaft schlicht nichts anfangen und wollte nicht das Leben eines Normalbürgers führen. Zu dieser Erkenntnis kam er endgültig während des mörderischen und korrupten Algerien-Krieges, wo ihn eine scheinheilige Gesellschaft das Morden lehrte.

Kurz nach seiner Rückkehr aus Algerien tötete er einen Zuhälter, der eine befreundete Hure brutal misshandelt hatte. Damit ist sein Weg vorgezeichnet: Die wenigen halbherzigen Versuche, die er später unternimmt, sich in einem normalen Leben einzurichten, scheitern kläglich. Er will frei sein und findet diese Freiheit nur in einem gesetzlosen Leben. Allerdings erkauft er sich dieses Freiheitsgefühl mit einer Reihe von Raubüberfällen und zahlreichen Toten. Aus diesem Teufelskreis kann Mesrine nicht mehr ausbrechen.

Mesrines aufrichtiges Plädoyer für eine uneingeschränkte, individuelle Freiheit und gegen die Produktion des Bösen in Gefängnissen und Hochsicherheitstrakten ist beeindruckender als alle Baader-Meinhof-Protokolle oder Nachrichten über den gnadenlosen Dandy-Killer Carlos. Seine Kampfansage an eine in Hochhäusern, Fabriken und Gefängnissen kasernierte Zivilisation ist sicher nicht frei von einer gewissen Bonnie-und-Clyde-Romantik und einem fragwürdigen Gangsterethos. Zum Teil wirkt sein schwarz-weißes Weltbild von Flics, Spießbürgern und Gaunern pathetisch und selbstgerecht. Das alles ist auf irritierende Art und Weise lesenswert: Mesrine bleibt ein Typ, bei dem man froh ist, dass man ihm nie begegnet ist --- aber der Faszination seines Lebensberichtes kann man sich nicht entziehen. --Christian Koch



Kunden-Rezensionen
Durchschnittliche Bewertung:  out of 5 stars

Bewertung: 5 out of 5 stars - Vorsicht geboten!!!
...also, für alle Abenteurer und faszinierenden-Leser die nicht vielzuviel brutalität wollen,können vielleicht entäuscht werden...z.B.wird schon im ersten-Teil des Buches beschrieben wie er sein erstes Mord begangen hat:wie er ihn entführt,geknebelt,gefoltert und dann "langsam" mit dem Messer umgebrach hat!...sonst ist das Buch spitze...



Bewertung: 5 out of 5 stars - Fesselnd, spannend, sehr lesenswert
Es gibt Bücher, da fragt man sich: Weshalb habe ich das nicht schon viel eher gelesen? Jacques Mesrine's Buch "Der Todestrieb" gehört zweifelsfrei dazu. Der Autor gibt seine Biographie in Romanform wieder. Und sein Leben verlief alles andere als langweilig. Bankräuber, Mörder, Gewaltverbrecher, Zuchthäusler, Bestsellerautor. Hier schrieb keiner, der sich Krimi-Geschichten in seinem stillen Kämmerlein ausgedacht hat, sondern einer, der sie erlebt hat. Fesselnd, spannend, sehr lesenswert.



Bewertung: 5 out of 5 stars - Unglaublich aber wahr...
Dieses Buch laß ich, als ich noch meinem Militärdienst nachging. Dabei war dieses Buch das einzigste was mich wirklich unterhalten hat und das auf höchst-spannendem Niveau. Unglaublich, was ein Mensch alles ausrichten kann. Unglaublich, dass ein Mensch in zwei Ländern Staatsfeind Nummer 1 wird und kaum fassbar ist für die Beamten. Mich hat dieses Buch einfach nur gepackt, auch wenn ich von Grund auf Gewalt ablehne, dennoch konnte ich es einfach nicht ablegen.



Bewertung: 4 out of 5 stars - hart
Der Todestrieb ist der schnörkellose Bericht eines recht schlichten und brutalen Verbrechers,der sich selbst immer wieder als Opfer der Gesellschaft,Justiz, Politik und seiner Umstände sieht. Am Anfang machte mir das lesen aus Sensationslust noch Spaß, mit fortwährender Auflistung der Gewalttaten und Nennung der zugrundeliegenden niederen Motive wurde mir Jaques Mesrine zunehmend unsympathischer und die Lektüre zäher und zäher....bis zum letztendlich unvermeidlichen und irgendwie erlösenden Tod im Kugelhagel der Polizei- war irgendwie eine arme Wurst, der Herr Mesrine. Zur Abwechslung trotzdem lesenswert, weil eben eine wahre Gschichte....



Bewertung: 5 out of 5 stars - Zum Nachdenken
Die vorliegende Biografie strahlt in der Tat eine gewisse Faszination aus. Selten bekommt man wohl eine derart "authentische" Sichtweise eines Insiders mitgeteilt.

Während ich anfangs noch gebannt die Seiten umblätterte, begann ich mich ab den beginnenden Verhaftungen und der zunehmenden Kritik an den Haftbedingungen zu fragen, wieso klagt Mesrine gerade die Gesellschaft an, die er so sehr verachtete? Die Haftbedingungen sind sicherlich das eine, aber hat gerade so jemand wie Mesrine das Recht, dies in Frage zu stellen? Hat er nicht durch seine zahlreichen Ausbrüche, Gewalttaten und sein Verhalten vieles dazubeigetragen, das ihm das Leben zur Hölle gemacht wurde? Auch die Logik, die zwei Forstbeamten nur umgelegt zu haben, weil sie ihn bedroht hatten und sie quasi selbst schuld seien, versteht man vielleicht nur, wenn man in diesem Millieu lebt.

Das Buch regt an, über die Bestrafung von Straftätern nachzudenken. Wegsperren und Schlüssel wegwerfen ist ... weiter




 

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