Die Wüste Gobi: Durch das Land ohne Wasser
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Bindung: Taschenbuch
EAN: 9783894052232
Ausgabe: 1
ISBN: 3894052236
Label: National Geographic Taschenbuch
Hersteller: National Geographic Taschenbuch
Anzahl Seiten: 175
Erscheinungsdatum: 2004-04
Herausgeber: National Geographic Taschenbuch
Studio: National Geographic Taschenbuch
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Durchschnittliche Bewertung:

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Grenzerfahrungen gehen definitionsgemäß sehr weit. Abenteurer erleben definitionsgemäß Grenzerfahrungen. Baumann - sonst eher als Kulturattaché und Naturliebhaber unterwegs - erobert in einer sportlich-körperlichen Höchstleistung gleich zweifach die Gobi, das unzugängliche und riesige asiatische Sandmeer. Und tatsächlich: Die Gobi glüht unter Baumann! Im gewohnt locker-trivialen Erzählstil berichtet der Österreicher über Strapazen und Kuriositäten anlässlich der Durchwanderung der Alashan Shamo, dem Herzstück der Gobi mit einem UNESCO-Team 1994 und mutterseelenallein 2003. Ganz nebenher lernt der unerfahrene Leser wesentliche Lektionen über das Volk der Mongolen und Fakten über die Seidenstraße. Riesige Dünen müssen überquert, körperliche Tiefpunkte überwunden und soziale Spannungen gelöst werden, um schließlich am Ziel anzukommen und zu erkennen, dass sich nichts verändert hat. Doch. Man hat sich selbst verändert. Der Beginn und das Ende präsentieren sich identisch, ...
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Die Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken verspricht weitaus mehr als das Buch hergibt. Man wartet Seite für Seite vergebens auf den Augeblick, wann wohl das Abenteuer der Wüstendurchquerung startet. Stattdessen beschäftigen sich erstmal gut 2/3 des Buches mit geschichtlichen Hintergründen und den Reisen/Entdeckungen durch Marco Polo, Hedin sowie des Russen Koslow, was man zu Gunsten eines packenden Wüstenabenteuers hätte stark verkürzen können.
Wer also mehr auf das Naturerlebnis, die Abenteuer und Probleme bei der Expedition gespannt ist und weniger an geschichtlichen Ereignissen interessiert ist, wird sich durch die ersten Kapitel quälen.
Das Abenteuer kommt dann aber doch noch - auch wenn zu kurz. Mir persönlich ist der Schreibstil des Bruno Baumann zu selbstherrlich, aber er vermag es gut, die Eindrücke lebendig rüberzubringen und fesselt einen auf den letzten Seiten des Buches doch noch. Einen sehr guten Eindruck von der Durchquerung der Alan Shamo vermitteln die Farbfotos.
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Bruno Baumann trifft es wieder: mit der Schilderung der nötigen Vorbereitungen für den Gang durch die Wüste gepaart mit Hintergundinformationen über die Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse der Chinesen, Buddhisten und Mongolen. Baumann nimmt Bezug auf die Entdeckungen von M. Polo, Hedin, die z.Bsp.Seen, Flüsse und Oasen fanden, von denen heute nur noch zu erahnen ist, dass es diese gab.
Nicht nur die geschichtlichen Veränderungen fesseln, sondern auch der Abriss der Entwicklung unserer Natur.Er fordert den Leser auf eine indirekte Weise zum Nachdenken auf.
Nun, wer Baumann mag, ihn wie ich - bei seinen Vorträgen erleben konnte, will gewiss mehr.Er bündelt umfangreiche Informationen so, dass es nicht langweilig wird.
Mit Spannung erwarte ich seine zwei neuen Bücher!