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Schokoladenkind. 2 CDs.

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Bindung: Audio CD
EAN: 9783898306744
Ausgabe: 1
ISBN: 3898306747
Label: Random House Audio
Hersteller: Random House Audio
Erscheinungsdatum: 2004-02
Herausgeber: Random House Audio
Studio: Random House Audio




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Produktbeschreibung:

Aus der Amazon.de-Redaktion:
Deutsche mit schwarzer Hautfarbe (Neger, Neger, Schornsteinfeger!) haben es nicht leicht, heißt es. Doch stimmt das wirklich? In Abini Zöllners Buch geht es neben vielen anderen Erfahrungen auch um das Schwarzsein, allerdings abseits gängiger Klischees.

Fast schon aufreizend normal wächst das Schokoladenkind heran. Liegt es am toleranten Großstadt-Klima? Am staatlich verordneten Antirassismus? Oder hat sie einfach Talent zum Glück, dieses "jüdisch-yorubanische Gemisch" aus Berlin-Lichtenberg? Sie marschiert bei den Jungpionieren vorneweg, macht -- zum Unwillen ihrer geliebten Mamel -- statt Abitur eine Friseurlehre, modelt ein bisschen und ertanzt sich schließlich ein Engagement am Friedrichstadtpalast.

Irgendwann dämmert ihr, dass diese Verkettung glücklicher Umstände etwas mit ihrem aparten Äußeren zu tun haben könnte, und wittert eine "positive Diskriminierung". Auch ein Grund, Journalistin zu werden, sich quasi hinter das geschriebene Wort zurückzuziehen. Dass sie wenig später als Zeitungskorrespondentin nach Paris fährt, verbucht man als weiteres Wunder, "aber aus Wundern bestand im Grunde jede DDR-Biographie". Mag sein, zumal soeben die Mauer gefallen ist.

Solche Zonenkinder-Passagen gibt es nicht allzu viele, dafür umso prägnantere. Es dominiert die Familiensaga, mit schnellen Schnitten, einigen Rückblenden auf Mamels bewegtes Leben und einigen weich gezeichneten Einstellungen. Kalkuliert nonchalant und gebremst pathetisch wird von großer Liebe und kleinen Katastrophen erzählt, von verschwundenen Vätern, ehelichen Ringkämpfen und verschlafenen Zeitenwenden.

Glückssucherin Zöllner hält ihr Thema -- ein Loblied auf die Familie, ein Abgesang auf die DDR -- durch, wird nur gegen Schluss etwas kurzatmig. Davor gelingen ihr immer wieder Sätze wie dieser: "Schließlich hatte ich gelernt, dass eigentlich nur unser System funktionierte, vor allem aber hatte ich gelernt, das selbst dann zu glauben, wenn ich sah, dass es nicht stimmte." --Patrick Fischer

Audiobook-Rezensionen Intensität:
Sie nennt ihre Mutter, die wichtigste Person ihres Lebens, Mamel, sie ist die Tochter eines Nigerianers und einer Jüdin, und deshalb ist ihre Haut wunderschön schokoladenfarben, und sie ist 1967 in Berlin-Lichtenberg geboren. Letzteres lässt die Beschreibung einer Kindheit in der DDR erwarten. Doch das Leben von Abini Zöllner bleibt zumindest bis zur Wende erst einmal ziemlich unpolitisch. Viel bedeutender in ihrer Entwicklung ist das chaotische, anarchistische Element. Und damit hätte diese Vita genauso in München oder Hamburg stattfinden können.

Abini lebt mit ihrer heiß geliebten Mutter, der Vater ist so gut wie nie zuhause, relativ unbehelligt. Nach der Schule, die sie glänzend abschließt, lernt sie Friseuse, dann wird sie Tänzerin im berühmten Friedrichsstadtpalast. Sie tingelt als Model mit Modefirmen durchs Land und bekommt schließlich ein Kind. Mit dem Vater will sie nichts zu tun haben, sie zieht Raoul, der wie sie eine afrikanische Stirn hat, alleine auf.

Wendepunkt: Abini lernt Rockstar Dirk Zöllner kennen, sie heiraten, leben auf höchster Intensitätsstufe, mit viel Temperament, bis Rubini, die Tochter, geboren wird. Eigentlich hätte es Rubini nicht geben dürfen, da Dirk aufgrund seiner super engen Jeans in der Pubertät von seiner Unfruchtbarkeit überzeugt ist. Eine neue Überraschung, aber davon gibt es viel in Abinis Leben. Jetzt ist sie Mutter eines Sohnes und einer Tochter, und wird, die Scheidung steht vor der Tür, ihre Kinder alleine versorgen.

Mit der Maueröffnung, die sie mit Dirk verschläft, wird auch das politische Bewusstsein der Protagonistin deutlicher. Sie sieht die Freiheit, die man sich jedoch erst einmal leisten können muss, sie begreift, dass Bezahlen zum System gehört. Sie beginnt jetzt, als Journalistin zu arbeiten, zuerst bei der „Jungen Welt“, dann schreibt sie für die „Berliner Zeitung“. Abini versucht, sich im Westen zurecht zu finden: „Ich war mit siebzehn Millionen anderer auf dem Obduktionstisch der Bundesrepublik gelandet und wurde ordentlich seziert…“ Glücklicherweise hat sie ihre Familie. Sie ist Zufluchtsort, Heimat und unerschöpfliche, echte Energiequelle. Sie bietet ihr „immer gute Unterhaltung… und das bei freiem Eintritt.“

Abini Zöllner liest Auszüge aus ihrer Autobiografie. Es ist ein privates Buch, eine humorvolle Ansammlung der Verrücktheiten, die ihr immer wieder passierten. Man muss öfters schmunzeln, nicht nur über ihre schnippische Art, sondern auch darüber, wie sie den Namen Dirk ausspricht, über ihren durchgehend Berlinerischen Akzent. Die Sprecherausbildung jedenfalls ist nicht der volle Erfolg gewesen. Macht nichts. Amüsant und lustig ist es trotzdem.

Gekürzte Autorenlesung, Spieldauer: ca.175 Minuten, 2 CD. -- culture.text



Kunden-Rezensionen
Durchschnittliche Bewertung:  out of 5 stars

Bewertung: 5 out of 5 stars - ein gut zu lesendes Buch
Abini Zöllner schreibt auf einfache, lockere Weise über ihr Leben, obgleich dieses nicht immer locker war. Wenn man mit diesem Buch angefangen hat, legt man es nicht mehr zur Seite. Es ist sehr ehrlich und ich denke, objektiv geschrieben. Was ich außerdem anerkennenswert finde ist, dass sie über ihre Ehe mit Dirk Zöllner so wertfrei schreibt. Man erkennt keinen Scheidungshass, der sonst oft im Nachhinein deutlich wird, sondern Respekt vor dem anderen.



Bewertung: 5 out of 5 stars - Schokolade mal anders
Abibi Zöllner schrieb dieses Buch, wie man beim lesen merkt, mit viel Herzblut.Es bedeutet oft viel Mut so viel über sein Privatleben Preis zu geben."Schokoladenkind" beschreibt die DDR auf einer ganz anderen Art und Weise als z.B. "Zonenkinder". Noch nie konnte man die DDR aus diesem Blickwinkel betrachten. Abini Zöllner ermöglicht dieses auf einem Weg wie man nie fast nicht für möglich hält.Durche einfachste Mittel werden Probleme verdeutlicht, die man so nie gesehen hätte. Wer jedoch noch mehr über dieses Buch wissen will sollte es unbedingt lesen. Es ist nur zu empfehlen und man bereut nichts.



Bewertung: 2 out of 5 stars - Ich hätte mir mehr erwartet
Der Titel und Covertext war vielversprechend, das Thema hätte viel mehr hergegeben. Was stattdessen folgte, war eine eher oberflächliche Schilderung von Ereignissen im Leben der Autorin. Ich hab mich manchmal gefragt, wohin die Geschichte führen sollte, irgendwie wirkte sie auf mich unmotiviert und ziellos. Eine Autobiographie, bei der ich mich oft fragte, was mich das alles eigentlich angeht. Zwei Punkte jedoch für den Humor der Autorin, manchmal musste ich sogar schmunzeln.



Bewertung: 3 out of 5 stars - Na ja
Na ja, irgendwie ja schon ganz nett, aber hier ist der Funke nicht auf mich übergesprungen, obwohl das Thema eigentlich ganz schön was hiergibt ... Interessant waren gewisse Details aus dem deutschen Osten, die mir bis dato unbekannt waren, aber ansonsten habe ich schon wesentlich fesselndere und tiefgründigere Lebenserfahrungen gelesen. Schade, ich hätte mir mehr erhofft.



Bewertung: 5 out of 5 stars - Einfach irre!
Ich habe dieses Buch auf einen Schlag gelesen - und kann mir schlecht vorstellen dass es jemandem anders gehen sollte. Abini Zöllner schreibt von ihrem (wirklich sehr abwechslungsreichen) Leben in einem unverkennbarem Stil: lustig, leicht, locker, ironisch und vor allem: unverkennbar!
Man glaubt kaum, dass ein *ganz normales Leben* so interessant und abwechslungsreich erzählt werden kann. Nun ja - ganz normal ist ihr Leben vielleicht nicht, aber eben ganz unnormal normal wie es sich für eine Abini Zöllner gehört!

Ich habe noch keine bessere Biographie gelesen!




 

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