Leben bis zum Schluss: Abschiednehmen und würdevolles Sterben - eine persönliche Streitschrift
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Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783898831864
Ausgabe: 1. Auflage 2007
ISBN: 3898831868
Label: SANDMANN, MNCHEN
Hersteller: SANDMANN, MNCHEN
Anzahl Seiten: 176
Erscheinungsdatum: 2007-09
Herausgeber: SANDMANN, MNCHEN
Studio: SANDMANN, MNCHEN
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Petra Thorbrietz Leben bis zum Schluss Zabert Sandmann
ISBN 3898831868
In zahlreichen Büchern haben sich namhafte und weniger namhafte Persönlichkeiten mit Sterben und Tod auseinander gesetzt. Erinnert sei hier an das kürzlich erschienene Buch von Werner Schneyder über den Tod seiner Frau oder an die bekannte amerikanische Schriftstellerin Joan Didion, die in dem Buch < Das Jahr Magischen Denkens > den Tod ihres Mannes schriftstellerisch verarbeitet hat.
Auch Petra Thorbrietz hat den Weg des Schreibens gewählt, um den Tod ihres Mannes zu bewältigen. Er ist vor einigen Jahren ganz unerwartet und innerhalb weniger Wochen an Krebs gestorben.
Die Autorin ist Wissenschaftsjournalistin. Ihr Essay bewegt sich folglich auf einer Mischebene zwischen eigenem Erleben und wissenschaftlichen Daten, mit denen sie sich des Themas angenommen hat.
So sehr das eigene Erleben für Leidende und Betroffene von Bedeutung ist, um sich im Leidensweg nicht ...
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Ich habe Petra Thorbrietz in der Sendung von Reinhold Beckmann gesehen u. bin so auf ihr Buch aufmerksam geworden. Nachdem ich es mir gekauft hatte u. nun auch gelesen habe, muß ich sagen, daß ich ein wenig hin u. her gerissen bin über den Inhalt des Buches.
Da ist einerseits die erschütternde Krankengeschichte ihres mittlerweile verstorbenen Ehemannes Janos Thorbrietz u. andererseits das Resultat von Petra Thorbrietz' Recherchen zum Thema Krebs u. Sterben in Deutschland.
Wenn man, so wie ich, aufgrund des erschütternden Schicksals von Janos Thorbrietz, das seine Frau, die Autorin, in der Fernsehsendung erzählt hat auf das Buch aufmerksam geworden ist bzw. wird u. eigentlich "nur" mit der Geschichte des Ehemannes im Buch rechnet, dann ist man doch einigermaßen erstaunt, wie oft die Autorin von der, wie man meint, eigentlichen Geschichte immer wieder abdriftet auf "Nebenschauplätze", die zwar irgendwie auch wieder mit dem Thema zu tun haben, aber für meinen Geschmack wäre ...
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Petra Thorbrietz Ehemann starb überraschend nur wenige Monate nach seiner Krebsdiagnose. In dieser kurzen Zeit erlebte das Paar, wie ein schwerkranker Patient zu einer Summe von Einzelerkrankungen erklärt und zwischen verschiedenen Krankenhausabteilungen hin- und her geschoben wurde. Nicht der Patient, die Linderung seiner Schmerzen und ein würdiger Tod standen im Mittelpunkt; Diagnose und Therapie wurden durch starre Hierarchien, Organisations- und Ausbildungsmängel bestimmt. Über ihr persönliches Schicksal hinaus setzt sich die Autorin knapp und treffend mit der Situation Sterbender in deutschen Kliniken und Hospizen auseinander. Sie beschreibt das Schicksal alter und junger Mitpatienten ihres Mannes, interviewt Kritiker und stellt Menschen vor, die sich erfolgreich für ein menschenwürdiges Sterben eingesetzt haben.
Zugleich mit der Recherche zu ihrem Buch nimmt Thorbrietz den Tod ihres Mannes an. Die Publizistin recherchiert zum Thema Patientenverfügung sorgfältig die ...
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Wie ist es, plötzlich damit konfrontiert zu werden, bald einen geliebten Menschen zu verlieren? Wie ist es, mit ihm und für ihn um ein würdevolles Sterben zu ringen?
Petra Thorbrietz hat es selbst miterlebt und in einem bewegendem Dokument des Abschiednehmens erzählt sie von der bedingungslosen Liebe und dem Verlust, vom Ringen mit dem Sterben und dem Hoffen auf das Leben, von der Wut und der Verzweiflung, von Augenblicken der Nähe, von der Vorbereitung auf den Tod und der Zeit danach.
Dabei fordert die Autorin ein würdevolles Sterben für die Betroffenen, denn für Thorbrietz ist die aktive Sterbehilfe dabei kein akzeptabler Weg. Leben bis zum Schluss heißt nicht nur Ihr hervorragendes Buch, sondern ist auch eine berührende Botschaft, die uns alle angeht. Man merkt förmlich die Liebe, die auch in Leidenssituationen gegenwärtig ist. Die Autorin hat es geschafft, auf ihre eigene Art und Weise ein bewegendes Buch zum Thema Sterben zu verfassen und hat darüber hinaus einen wichtigen ...
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Ein erschütterndes Buch, das aber (indirekt) auch dazu aufruft das Leben zu geniessen, solange es noch geht. Petra Thorbrietz begleitete ihren Mann János von der ersten Diagnose bis zu seinem Tod ("blaugraue Maserung der Haut...") aus nächster Nähe und beschreibt die Höhen (sofern es sie noch gab) und Tiefen der Krankheitsgeschichte aus persönlicher Sicht. Sie wird dabei fast nie mitleiderregend und erzählt auch tragische Geschichten anderer Patienten mit Krebs.
Bewegend und mitreissend geschrieben. Ein Muss für alle, die sich mit dem langsamen Sterben und dem Tod auseinandersetzen möchten. Die zentrale Frage von ihr lautet: Wer bestimmt, wie (und wann) wir sterben?