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Ein Tag im September

In Partnerschaft mit Amazon.de

Regisseur: Kevin Macdonald

Ein Tag im September
Preis: EUR 4,94
Preisänderungen möglich.


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Publikumsbewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
Bindung: Videokassette
EAN: 4010324505897
Format: PAL
Label: Concorde Video
Sprachen: EnglischOriginal LanguageDeutschOriginal Language
Hersteller: Concorde Video
Herausgeber: Concorde Video
Erscheinungsdatum: März 07, 2001
Laufzeit: 95 Minuten
Studio: Concorde Video
Kino-Start: 1999




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Produktbeschreibung:

Aus der Amazon.de-Redaktion:
Olympia, München 1972. Für Deutschland war dies mehr als nur eine Olympiade, die zufällig im eigenen Land stattfinden sollte. Mit der Olympiade sollte Deutschland endgültig zur Normalität zurückfinden. Nicht mehr die hässliche Fratze der Vergangenheit präsentierte sich der Welt, Bilder eines fröhlichen Festes sollten rund um den Erdball gesendet werden. Bilder aus einem ganz normalen Land.

Doch es kam anders. Die Spiele, sie waren fröhlich -- bis zu jenem Tag, an dem ein palästinensisches Terrorkommando die israelische Olympiamannschaft überfallen sollte und noch bei der Erstürmung ihrer Unterkunft zwei Menschen tötete. Am Ende sollten 19 Menschen ihr Leben verloren haben: Israelis, Palästinenser, ein deutscher Polizist.

Ein Tag im September ist nun eine Kino-Dokumentation, in der sich Regisseur Kevin MacDonald Jahrzehnte nach den Geschehnissen von München mit den Menschen auseinandergesetzt hat, deren Leben sich durch diesen Anschlag für immer verändern sollte. Geschickt nutzt er typische Stilmittel des Spielfilmes, um Emotionen zu erzeugen. Er setzt Parallelmontagen ein, zeigt Bilder von Hochzeiten oder schneidet Momentaufnahmen der Spiele ein, bevor sie vom Terror vernichtet wurden.

Bei all diesen Tricks aber, die er verwendet, gelingt ihm etwas Überraschendes: Er wertet nicht. MacDonald bemüht sich vielmehr darum, beide Seiten dieses Anschlages zu zeigen, indem er letztendlich zwei Personen in den Mittelpunkt stellt. Auf der einen Seite steht Ankie Spitzer, die niederländische Ehefrau eines ermordeten Sportlers. Über ihre Erzählungen erschafft er das Porträt eines einfachen Mannes, der seinen Sport liebte, in Olympia den Höhepunkt seiner sportlichen Karriere betrachtete und für die olympische Idee lebte. So erinnert sich Ankie Spitzer, wie ihr Ehemann auf Sportler aus dem Libanon zuging und sich mit ihnen unterhielt, obwohl sich ihre Länder offiziell im Kriegszustand befanden. Wo, wenn nicht bei Olympia, schweigen die Waffen und dürfen Menschen miteinander reden, fragte er seine Ehefrau?

Auf der anderen Seite steht immer wieder Jamal Al Gashey, einer der Terroristen von einst, ein Mann, der als Kind aus seiner Heimat vertrieben wurde, im Elend aufwuchs und sich der PLO anschloss in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Ein Tag im September wertet seine Taten nicht. Der Blick des Regisseurs ist auf die Menschen auf beiden Seiten gerichtet, Menschen, die alles verloren haben. Ihre Ehemänner, ihre Zukunft, ihre Ziele. Dass er dies erreicht, indem er mit Mitteln des Kinofilmes Emotionen schürt, statt nur sachlich zu berichten, sei ihm in diesem Zusammenhang verziehen.

Verloren haben am Ende nicht nur die direkten Opfer dieser Tat, so das Resümee des Regisseurs. Verloren haben am Ende all die Menschen, die das Ideal der olympischen Idee verfochten haben: Auf das während der Spiele die Waffen schweigen mögen. --Christian Lukas



Kunden-Rezensionen
Durchschnittliche Bewertung:  out of 5 stars

Bewertung: 5 out of 5 stars - Sehr Gute Doku
Ich fand die Doku sehr gut und gelungen. Man kann sehr gut feststellen wie die Fäden in der Terrorgruppe funktionieren. Das Versagen des Polizeiapparates der ja damals in den Sieziger Jahren dermaßen stümperhaft war. Auch die Politiker die sich wie immer rauswinden und vor jeder Verantwortung drücken, bis hin zu Lügen und Fehlentscheidungen.
Aber das hat sich bis heute nicht geändert.! Die Vorrangigkeit sich bei der Olympiade nicht stören zu lassen um alles weiter laufen zu lassen, als würde gar nichts passieren, wenn nicht einmal ein Spitzensportler der entführt wird bei einer Olympiade etwas zählt, dann brauch ich keinen Taschenrechner dazu um mir auszurechnen was die Lieben Herrn Funktionäre über normal Sterbliche für Entscheidungen treffen. Auch daß zeichnet die Deutschen Politiker und Veranstalter ziemlich aus. Da sollte man sich mal wirklich überlegen welcher Menschenschlag da eigentlich aggiert. Wer da den Staat Deutschland regierte und auch jetzt noch das sagen ... weiter



Bewertung: 5 out of 5 stars - Absolut sehenswert
Eine sehr genau recherchierte und spannende Doku über die Entführung der Israelis in der Connollystraße in München. Gerade zur Vorbereitung auf den Spielberg-Film "München" ein Muß.



Bewertung: 3 out of 5 stars - Leider recht oberflächig
Ohne Zweifel handelt sich bei der Dokumentation um einen längst fälligen Beitrag zur Erinnerung an die Geschehnisse während der Olympiade 1972 in München. Gerade die Tatsache, dass diese Dokumentation keinen Verleih für die deutschen Kinos fand, lässt das ungute Gefühl entstehen, dass die genaueren Umstände dieses Kapitels selbst heute noch einer grösseren Öffentlichkeit vorenthalten und das katastrophale Scheitern deutscher Sicherheitskräfte vertuscht werden soll. So viel zum durchaus wichtigen und richtigen Anliegen dieser Dokumentation. Doch die Umsetzung ist, meiner Meinung nach, nur mässig gelungen. Neben den sehr geringen Hintergrundinformationen stört mich vor allem der wenig kritische Umgang mit den Informationen und den Zeitzeugen. Besonders den damaligen Polizeipräsidenten von München hätte man durchaus eingehender nach Verantwortlichkeiten befragen sollen, ja müssen. Als äußerst störend, habe ich die musikalische Untermalung der Dokumentation empfunden. Wenn ich ... weiter



Bewertung: 5 out of 5 stars - Besser geht's nicht
Hier kommen die richtigen Zeitzeugen zu Wort. Egal ob Angehörige der ermordeten Israelis, der ehemalige Chef der GSG 9, Hr. General Wegener oder der einzig überlebende Attentäter: "Ein Tag im September" ist weder effekthascherisch noch "lüstern" aufbereitet, sondern zeigt sachlich und kompetent jene Fehler auf, die 1972 gemacht wurden. Glücklicherweise wurde aus der Geschichte gelernt - Frieden den Opfern und Ihren Angehörigen.



Bewertung: 3 out of 5 stars - Zeitgeschichte für Voyeure
Unbestritten: "Ein Tag im September" ruft ein wichtiges Ereignis der jüngeren Geschichte in Erinnerung, beleuchtet es aus unterschiedlichen Perspektiven ohne Parteilichkeit, ist handwerklich gut gemacht und ist insofern eine wertvolle Quelle (im historischen Sinn), als er wo immer möglich mit Originalaufnahmen arbeitet. Aber: Hier wird mehr getan als notwendig wäre, damit sich der Zuschauer in die Zeit, in das Ereignis, in die Menschen einfühlen kann. Hier wird mit Musik und Schnitt sehr gezielt eine Dramaturgie aufgebaut, welche auf Spannung und auf Voyeurismus abzielt. Zeitgeschichte als Thriller, authentische Geiselnahmen für das sanfte Gruseln: Das kann man als pietätlos empfinden, vor allem aber ist es sicher der falsche Weg, um die politischen und historischen Zusammenhänge zu vermitteln, welche letztlich hinter dem sensationsträchtigen Ereignis stehen. Und wenn dann noch die Medien kritisiert werden, welche damals die Geiselnahme live übertragen haben, dann ist dies schlicht bigott: ... weiter




 

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