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Erfolg der DAV Summit Club Expedition am Gasherbrum II.
Thomas Lämmle schickt "Live"-Berichte aus Pakistan


Nächtliches Islamabad - mit der berühmten Faisal-Moschee: der Beginn einer langen Reise.
Die Expeditionsmannschaft Gasherbrum II 2005: Gruppenfoto in den Margallanbergen.
Jeden Tag ein Ei... und Frischfleisch dazu: zur Expeditionslogistik gehört auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln.
Abenteuer Karakorum-Highway.

Am 15. August um 13.00 Uhr Ortszeit erreichten Expeditionsleiter Thomas Lämmle, Andreas Meier und Bernhard Honka den Gipfel des 8035 m hohen Gasherbrum II im Karakorum/Pakistan.
Wie der Expeditionsleiter und Sportwissenschaftler Thomas Lämmle dem DAV Summit Club über Satelliten-Telefon mitteilte, befinden sich mittlerweile alle Expeditionsteilnehmer wohlbehalten im Basislager.

Der DAV Summit Club gratuliert den Gipfelbesteigern und allen weiteren Teilnehmern der Expedition herzlich zu diesem Erfolg.

Satelliten-Telefon und Internet machen es möglich: die DAV Summit Club-Expedition zum Gasherbrum II, einem der "leichten Achttausender" im Karakorum, meldet sich regelmäßig  "live" aus Pakistan mit einem erfreulichen Zwischenbericht. Das Unternehmen ist gut unterwegs.

50 Tage dauert die außergewöhnliche Reise. Am 18. Juli schreibt Expeditionsleiter Thomas Lämmle: "Trotz der heißen Temperaturen in meinem Zimmer sitze ich noch am Laptop. In vier Stunden werden wir Ascole verlassen. Beiliegend sende ich Euch einige aktuelle Bilder von der Anreise".

Teilnehmer Kurt Burkard schickt eine stichwortartige Beschreibung des Reiseverlaufs: "Nachdem die Gruppe planmäßig in Frankfurt eingecheckt hat, ging es über Dubai nach Islamabad. Im Heritage-Museum wurde uns die Geschichte der verschiedenen Bevölkerungsgruppen Pakistans erläutert. Dann fuhren wir zu einem bekannten Aussichtspunkt in den Margallanbergen und genossen den Blick auf Islamabad und Rawalpindi."

Weiter heißt es im Mail aus Pakistan: "Der unserer Gruppe zugeteilte Begleitoffizier steht fest, das Briefing ist erledigt, wir können die etwa 17-stündige Fahrt auf dem Karakorum-Highway beginnen, zunächst bis nach Chilas. Ein Fahrfehler ist auf dieser Strecke unverzeihlich. Wir fahren bis 04.00 Uhr morgens mit mehreren Zwischenstopps. Dann bremsen Erdrutsche unser Weiterkommen..."

Nach einer Zwangspause geht die abenteuerliche Reise weiter: "Bei über 35 Grad Celsius verlassen wir endlich Chilas. Nach zwei Stunden erreichen wir die die berühmte Rhakiot-Brücke und versuchen bei Thalichi - leider vergebens - einen Blick auf den Nanga Parbat zu erhaschen. Kurz vor Gilgit verlassen wir den KKH und fahren in Richtung Scardu. Die Straße wird noch wilder und der Fahrer muss Formel-I-Qualität entwickeln. Mächtige Wassermassen wälzen sich kochend des Industal hinab. Wir erreichen im Dunkeln die Hochebene von Scardu und unser Hotel."

Dann ist die lange Anreise zu Ende und das Trekking zum Basecamp beginnt: "Wir haben die Ausrüstung noch einmal kontrolliert und sind startklar. Wieder erwarten uns schwierigste Pistenverhältnisse... ab Ascole sind dann endlich die Füße gefordert."

Allein für die Besteigung des Gasherbrum II, 8035 m, hat die Gruppe vom 16. bis zum 42. Tag der Reise Zeit. Die Akklimatisation schreitet voran, die Hochlager werden eingerichtet. Der größte Teil des Anstiegs führt über den markanten Südwest-Sporn bis unter die Gipfelpyramide.

28. Juli 2005: Anruf von Thomas Lämmle per Sat-Telefon. Es gibt gute Nachrichten vom Gasherbrum II: "Die Expeditionsteilnehmer sind gut im Basislager angekommen und seit einigen Tagen damit beschäftigt, Lager I zu errichten. Derzeit herrschen optimale Aufstiegsbedingungen, in den letzten Tagen gab es zahlreiche erfolgreiche Gipfelgänge anderer Expeditionen!" - Die Summit-Expedition will die Nacht von Freitag auf Samstag (29./30. Juli) erstmals im Lager I verbringen. Den Gipfel des Achttausenders hat die Gruppe unter Leitung von Thomas Lämmle erst für Mitte August im Visier. 


Text und Fotos: Thomas Lämmle

Quelle:


DAV Summit Club
,
Am Perlacher Forst 186,
81545 München,
Tel. +49 (0) 89 / 64 24 00



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