Eiger Die vertikale Arena von Daniel Anker
Immer im Gespräch: Eiger die vertikale Arena
Mit 3970 Höhenmetern ist der Eiger zwar nur der elfthöchste Gipfel der Berner Alpen. Dank seiner markanten Nordwand, dem Schauplatz ungezählter Bergtragödien und -triumphe, ist er aber einer der berühmtesten Gipfel nicht nur in den Alpen, sondern auf der ganzen Welt. Zum Anlass des 60-Jahr-Jubiläums der Erstbegehung der Eigernordwand 1998 ist im AS Verlag eine erweiterte Bergmonographie erschienen. 304 Seiten, 224 Illustrationen, 95 Filmtitel, 25 Seillängen, 1 Bibliographie: umfassend, hintergründig, unterhaltsam!
Wie eine Arena aus Fels und Eis thront die 1800 m hohe Nordwand des Eigers über den Alpwiesen und Berggasthäusern von der Kleinen Scheidegg und von Alpigeln oberhalb Grindelwald. Eine Arena, wie geschaffen für spannende Auf- und Abtritte. Bequem können Schaulustige mit dem Feldstecher das Geschehen in der Wand von den Restaurantterrassen aus verfolgen, dieweil sie am Aperitif nippen. Der Eiger ist der öffentliche Berg schlechthin. Die Erstbesteigung des markanten, weitherum sichtbaren Gipfels erfolgte 1858 durch einen irischen Gelegenheitsbergsteiger und zwei Berner Oberländer über die Westflanke, die heutige, immer noch als ziemlich schwierig eingestufte Normalroute. Der für «unmöglich» gehaltene Nordost- oder Mittellegigrat wurde 1885 erstmals im Abstieg und 1921 vom Japaner Yuko Maki und drei Berner Oberländern im Aufstieg erklettert. Die ganz grosse Herausforderung wartete aber noch die als Wand der Wände bezeichnete Eigernordwand. Bevor der Durchstieg den Deutschen Andreas Heckmair und Ludwig Vörg sowie den Österreichern Heinrich Harrer und Fritz Kasparek im Sommer 1938 glückte, kamen acht Alpinisten ums Leben. Das tragische Ende von Toni Kurz er starb 1936 im Seil hängend, vor den Augen der Rettungsmannschaft, die ihn nicht bergen konnten ist einer bekanntesten Unfälle der Alpinismusgeschichte. Seither rissen Triumphe und Tragödien am Eiger nicht ab: die Nordwand forderte über 50 Tote; sie wird auf ihrer ganzen Breite von 21 verschiedenen, teils extrem schwierigen Routen durchzogen.
Daniel Anker, geboren 1954, ist Historiker, freier Journalist und Autor von Bergbüchern und alpinen Führern. Im AS Verlag hat er von 1996 bis 2003 sieben Bergmonografien herausgegeben; die Reihe wird fortgesetzt. Ausserdem ist er Verfasser mehrerer Skitouren-, Wander- und Radführer für die Gebiete Berner Oberland, Wallis, Tessin, Graubünden, Ost- und Zentralschweiz sowie Genfer See, Côte d’Azur und Kalifornien. In den Literaturwanderführern des Rotpunktverlages zum Tessin, Bernbiet und Graubünden schrieb er je ein Kapitel. Mitarbeit für in- und ausländische Zeitungen und Zeitschriften, wie zum Beispiel für «Die Alpen» des Schweizer Alpen-Clubs. Daniel Anker lebt in Bern.
Daniel Anker, Eiger - Die vertikale Arena
Bergmonografie
3., erweiterte und aktualisierte Auflage
304 Seiten, 224 Abb. vierfarbig
17 x 24 cm, Pappband mit Schutzumschlag
ISBN 3-905111-51-9
CHF 66. / EUR 39,80
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