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Glärnisch - Rosen auf Vrenelis Gärtli von Emil Zopfi
Poesie am Abgrund
«Rosen auf Vrenelis Gärtli»: So poetisch wird das Abendrot auf dem bekanntesten Gipfel
des Glärnisch-Massivs im Kanton Glarus umschrieben. Und poetisch geht es auch jenseits des Untertitels weiter: mit überlieferten Sagen, die sich um die Gipfel ranken, mit Tim Krohns
«Quatemberkindern», mit Albert Heim und Marie Vögtlin, die sich auf dem Gipfel des Ruchen Glärnisch verlobten, «fern und losgelöst von dem Ringen der Tiefe». Mit Ludwig Hohl, den
bei seiner ersten Glärnisch-Besteigung eine Verdauungsstörung plagte, und mit Carl Spittelers Beschreibung der «Spiegelungen des Klönthaler Sees». Aber auch mit dem Astrophysiker
Fritz Zwicky und seiner Erklärung, «warum wir wie die Irrsinnigen in die Berge stürmen», mit
Franz Hohler, dem das Vrenelisgärtli wie ein «grosses weisses Auge» erschien, oder mit
dem Sportkletterpionier Felix Ortlieb, der «tastende Schritte auf den Grat hinaus» wagt.
Für Emil Zopfi, den mittlerweile über die Schweiz hinaus bekannten und mit mehreren Kulturpreisen ausgezeichneten Schriftsteller, haben sich der Glärnisch und der Künstlertreffpunkt Richisau im Klöntal als eine wahre Fundgrube erwiesen. Bei den Recherchen für die neue Bergmonografie des Zürcher AS Verlags stieß der in Obstalden lebende Glarner immer wieder
auf neue Geschichten, Dokumente, historisch oder kulturell bedeutsame Texte und Bilder,
von denen die meisten ansonsten schwer zugänglich sind. Zusammen mit der alpinistischen Besteigungsgeschichte und Szenen vom Leben am und um den Glärnisch ist ein umfassendes Porträt des Glarner und Zürcher Hausberges entstanden, der bei Fernsicht weit über den Zürichsee hin zu sehen ist und, zumindest auf seinen Normalwegen, häufig bestiegen wird. Großzügig mit Fotos und Gemälden illustriert, füllt dieses Buch auf zweierlei Art eine Lücke:
zum einen als Gesamtdarstellung eines Berges, über den bisher kaum Literatur existiert, zum
andern als idealtypische Verbindung von Bergsteigen und Kultur. Alpine Poesie eben.
Emil Zopfi, freischaffender Schriftsteller, passionierter Bergsteiger und Sportkletterer, lebt in Obstalden im Kanton Glarus. Für seine Romane, Kurzgeschichten, Kinderbücher und
Hörspiele wurden ihm zahlreiche literarische Auszeichnungen verliehen; 1993 war er erster Kulturpreisträger der Schweizer Alpen-Clubs,1997 erhielt er den Sarganserländer
Kulturpreis und 2001 den Kulturpreis des Kantons Glarus.
Emil Zopfi
Glärnisch - Rosen auf Vrenelis Gärtli
Bergmonografie
176 Seiten, 145 Abb. vierfarbig
ISBN 3-905111-87-X
CHF 54. / EUR 32,00
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