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Der Watzmann Mythos und Felswildnis
Wilder Berg, Mythos, Kitschobjekt: eine über 2700 Meter hohe Bastion aus gebanktem Dachsteinkalk. Ihre gefährliche Ostwand 1800 Meter hoch und damit der höchste Wandabbruch in den Ostalpen zieht Bergfreunde aller Könnensstufen magisch an. Fast hundert Alpinisten sind in dieser Ostwand schon ums Leben gekommen.
Der sagenumwobene Watzmann ist unter den neun Gebirgsstöcken der Berchtesgadener Alpen der berühmteste. Seine Nordansicht Watzmann, Watzmannkinder und Kleiner Watzmann gilt als Symbol nicht nur für das Berchtesgadener Land, sondern für die gesamten deutschen Alpen. Berchtesgaden und Watzmann das ist wie Zermatt und das Matterhorn, wie Chamonix und der Montblanc.
Die Watzmann-Monografie reicht von der alten Wallfahrt auf das Hocheck und der Exkursion Alexanders von Humboldt zur «Eiskapelle» über die wagemutige erste Erkletterung der Mittelspitze durch den slowenischen Geistlichen Valentin Stanicˇ im Jahr 1800 und die Durchsteigungsgeschichte der «Watzmann-Ost» mit all ihren Triumphen und Tragödien bis in die Jetztzeit. Der Autor, Watzmann-Kenner von Jugend an, erzählt von den Pioniertaten der legendären einheimischen Bergführer Johann Grill vulgo «Kederbacher», Josef Aschauer und Franz Rasp. Er blättert die bewegte Geschichte des Watzmannhauses samt seinen originellen Pächtern auf. Er dokumentiert die Verhinderung einer Watzmann-Seilbahn durch engagierte Naturschutzverbände und berichtet über die mannigfachen Aufgaben des Nationalparks Berchtesgaden, dessen Zentrum der Watzmann bildet. Er lässt den «Hausmeister der Ostwand» Heinz Zembsch zu Wort kommen und bringt die schönsten Watzmanngeschichten: Aufsätze der Kieler Bergsteigerin Elisabeth Dabelstein, der Salzburger Extremen der 1950er- und 1960er-Jahre Helma Schimke und des romantischen Kletterers Henner Schülein vergessene Glanzstücke der alpinistischen Literatur.
Horst Höfler, 1948 in München geboren, seit seinem 16. Lebensjahr Bergsteiger, ist Alpinjournalist für Tageszeitungen und Bergzeitschriften, freier Mitarbeiter der Bergsteiger-Hörfunkredaktion des Bayerischen Rundfunks, Verfasser zahlreicher Alpinbücher und Spezialist für die Geschichte des Alpinismus.
Heinz Zembsch, geboren 1943 in Regensburg, hat die Watzmann-Ostwand schon über 270 Mal durchstiegen das erste Mal heimlich mit vierzehn Jahren. Außerdem hat er zahlreiche weitere schwierige Routen in den Alpen, in Südamerika und im Kaukasus gemeistert. Der gelernte Maschinenschlosser und staatlich geprüfte Berg- und Skiführer betreibt eine Bergschule in Strub im Berchtesgadener Land.
Horst Höfler, Heinz Zembsch, Watzmann - Mythos und wilder Berg
Bergmonografie
160 Seiten, 126 Abb. vierfarbig
17 x 24 cm, Pappband mit Schutzumschlag
ISBN 3-905111-61-6
CHF 45. / EUR 26,80
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