FreeTibet Campaign 2008
expeditionsbergsteigen.com - Winter-ISPO 2008: Lawinenairbags der neusten Generation

Peter Aschauer hat anfangs der Achtziger Jahre den ABS Lawinenairbag entwickelt. Die Idee dazu hatte in den Siebzigern der Förster Josef Hohenester, der beim Abtransport von seinem erlegten Wild auf den Schultern in steilem Gelände ein Schneebrett ausgelöst hatte. Er bemerkte dass er durch den großen Tierkörper auf seinen Schultern regelrecht an die Oberfläche gezogen wurde. Er experimentierte in den Jahren 1975 bis 1979 mit Auftriebskörper und konnte zeigen, dass durch eine massive Erweiterung des eigenen Volumens eine Verschüttung vermieden werden kann und hat das Prinzip patentiert. Aschauer begann nach einem glimpflich ausgegangenen eigenen Lawinenerlebnis beim Heliskifahren in Kanada sich mit der Thematik zu befassen und erwarb das Patent des Försters. So wurden die ABS Lawinenairbags geboren. Heute kann Peter Aschauer auf eine Vielzahl von geretteten Leben zurückschauen, wie die Statistiken des Schweizer Lawinen-Forschungsinstitut in Davos dokumentierten.

Die Systeme im Überblick:

Beim ABS-Doppel-Airbag wird mittels eines aktiv vom Benutzer auszulösenden Systems eine Treibgaspatrone aktiviert. Diese wird allerdings aufgrund einer Neuentwicklung von einer Patrone pyrotechnisch ausgelöst. Der dadurch entstehende Druck wird über eine Druckleitung zu einem Auslösedorn geführt, der die Patrone ansticht. Nun füllt das Treibgas, zusammen mit der angesaugten Umgebungsluft, die beiden an den Seiten des Rucksackes angebrachten, jeweils 85 Liter fassenden Ballone. Der Vorteil dieses Systems liegt darin, dass es platzsparend im Rucksack untergebracht ist, dadurch mehr Raum für das Gepäck lässt und einen verbesserten Tragekomfort bietet.

Bei derAvagear befindet sich im Kragen einer Weste ein Ballon mit 90 Liter Volumen, der ähnlich wie die ABS-Airbags mittels einer Druckluftpatrone befüllt wird, die durch eine Reißleine manuell ausgelöst wird. Von der Kragenform des Airbags erhoffte man sich, dass der Kopf des Lawinenopfers mit größerer Wahrscheinlichkeit nicht verschüttet wird als bei den ABS-Airbags. Zusätzlich soll die Kragenform, die auf die Hals-Nackenregion wirkenden Kräfte mindern sowie im Falle einer Ganzverschüttung eine Atemhöhle erzeugen. Die Avagear wurde von der Firma püf! AVAGEAR Inc. in San Francisco Kalifornien entwickelt, hat aber bisher nie die marktreife bzw. eine Zertifizierung erreicht, so dass das Produkt im Ladern erhältlich wäre. Nach Insider Informationen hat die Entwicklerfirma auch die Patentrechte für den "Kragen-Airbag" nicht geltend machen können.

Das neuste Produkt am Markt ist derLife Bag von Snowpulse, ebenfalls ein Lawinenairbag. Der Life Bag wird bereits sehr erfolgreich in der Schweiz, Österreich und Frankreich mit über 200 verkauften Rucksäcken am Markt positioniert. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus dem ABS-Doppel-Airbag und der Avagear Weste. Der Life-Bag formt den Airbag wie bei der Avagear Weste um den Kopf der zu schützenden Person, bietet darüber hinaus aber durch weit bis vor die Brust gezogene Airbags noch wesentlich mehr Auftriebsvolumen. Der wesentliche Vorteil des Life-Bag Systems gegenüber dem ABS-Doppel-Airbag ist wie beim Avagear die bei einem Lawinenabgang zu erwartende Endposition des Lawinenopers. Durch die Verlagerung des Auftriebsvolumens in den Kopf- und Brustbereich wird mit einer deutlich größeren Wahrscheinlichkeit der Kopf des Lawinenopfers nicht verschüttet. Darüber hinaus schützt der Airbag den Kopf- und Brustbereich vor mechanischer Fremdeinwirkung während des Lawinenabgangs. Das Auslösen des "Life Bag" wird manuell durch einen einfachen Zug an einem Handgriff kontrolliert. Der Airbag mit einem Gesamtvolumen von 150 Liter wird dabei in weniger als 3 Sekunden vollständig aufgeblasen. Die Wiederanwendung des "Life Bag" nach vorheriger Auslösung ist einfach und durch den simplen Wechsel der Gaspatrone und das Zusammenfalten des Airbags möglich. Diese Wiederinbetriebnahme kann entweder von einem Fachgeschäft oder durch den Anwender selbst vorgenommen werden. Dies gibt dem Anwender die Möglichkeit sich mit der Funktionsweise von "Life Bag" vertraut zu machen, bevor der Airbag zum ersten Mal auf einer Bergtour zum Einsatz kommt.

Der Lawinenball ist eine logische Weiterentwicklung der traditionellen Lawinenschnur. Er besteht aus einem lampionförmigen, zusammengefalteten Ball mit einem Durchmesser von ca. 60 cm, der an einer 6 Meter langen Schnur an einem Bauchgurt befestigt ist. Das System wird am Rucksack angebrachten und besteht aus einer einer Systemtasche und der Reißleine. Nach dem Ziehen dieser öffnet sich die Systemtasche und gibt den Ball frei, der sich innerhalb von Sekundenbruchteilen durch einen Federmechanismus entfaltet. Der Lawinenball sollte nach einem Lawienabgang an der Oberfläche bleiben und der Verschüttete kann so rasch über die Schnur, die direkt zum Verschütteten führt rasch geortet werden. Laut Hersteller haben die Erfahrungen mit dem Lawinenball der letzten 6 Jahre gezeigt, dass im Falle einer Auslösung der Lawinenball nach einer Verschüttung immer zuverlässig an der Oberfläche lag und die Kameraden über die Verbindungsleine direkt zu den Verschütteten führte. Zeitaufwendige Suchtechniken wie Grob-, Fein- und Punktortung entfallen zur Gänze! Dadurch wird enorm viel Zeit gespart.

Heute kann Peter Aschauer auf eine Vielzahl von geretteten Leben zurückschauen, wie die Statistiken des Schweizer Lawinen-Forschungsinstitut in Davos dokumentierten. Dort werden nahezu alle Lawinenereignisse mit Personeneinwirkungen im Alpenraum registriert. Das SLF hat in den vergangenen Jahren 106 Lawinenunfälle dokumentiert, bei denen ein ABS Lawinenrucksack zum Einsatz kam. Mit ausgelöstem Airbag überlebten 105 Personen. Eine Person wurde von einer Nachlawine verschüttet. Von den 105 Personen waren ca. 90% gar nicht verschüttet oder nur teilverschüttet. Ca. 10% waren ganz verschüttet (d.h. der Kopf war verschüttet). Diese 10 % waren aber so nahe an der Schneeoberfläche, dass zumindest der Airbag noch zu sehen war. Eine schnelle Bergung war somit möglich. Diese beeindruckende Erfolgsstatistik der ABS Lawinenairbags zeigt das Potential dieser Technik. Die dramatischen Berichte lassen klar vermuten, dass die Betroffenen die Lawine ohne den Lawinenairbag nicht überlebt hätten, betont Peter Aschauer nicht ohne Stolz.

Durch den Lawinenairbag geschieht ein Umdenken weg vom passiven sich-verschütten-lassen hin zur aktiven Vermeidung der eigenen Verschüttung. Rund 10 % aller Lawinenopfer sind tot wenn die Lawine steht. Egal wie sie ausgerüstet sind. Sie sterben durch mechanische Fremdeinwirkung auf den Körper zum Beispiel durch Felskontakt während des Lawinenabgangs. Es ist die Verschüttung die den restlichen Lawinenopfern das Leben kostet.

Die meisten Tourengeher und Skifahrer interpretieren die Lawinengefahr und das Restrisiko falsch: Es kommt nämlich nicht darauf an, ob man das neueste LVS-Gerät hat und wie man damit umgehen kann und ob man geübt ist im Ausgraben. Was einzig und allein zählt ist, dass man zunächst den Absturz mit den Schneemassen überlebt und nicht verschüttet wird. Dagegen schützt kein LVS-Gerät, kein Avalanche Ball und auch keine Atemweste, sie alle sind sinnvolle aber lediglich passive Sicherheitsausrüstung. Wer verschüttet wird, kann außer piepsen (das automatische Senden des LVS-Geräts) nichts mehr, aber auch gar nichts für sich tun. Eine Verschüttung endet für das Opfer meist in einer unkontrollierten Körperposition und das schaffen einer Atemhöhle kurz vor Stillstand der Lawinen gelingt sehr selten, im Gegenteil meist ist durch ein anatmen Mund und Nase vollständig mit Schnee gefüllt. Das Lawinenopfer ist in akuter Lebensgefahr. Es kann nur warten und hoffen, rechtzeitig geborgen zu werden und ist dazu ausschließlich auf die Hilfe von Nichtverschütteten angewiesen und egal ob Profi oder Gelegenheitstourengeher, als Verschütteter ist jeder gleich hilflos.

Um jemanden aus der durchschnittlichen Verschüttungstiefe von einem Meter aus fest verpresstem Lawinenschnee auszugraben, benötigt man mindestens 10 Minuten. Hinzu kommt die Zeit für die Ortung des Opfers und das Sondieren. Statistisch nehmen die Überlebenschancen nach 15 Minuten Verschüttungszeit rapide ab. Das ist auch der Grund, warum ca. 50 % der verschütteten Lawinenopfer nur noch tot geborgen werden können. Nur wer die eigene Verschüttung verhindern kann, hat die größten Überlebenschancen und davor kann ein Opfer nur ein Lawinenairbag effektiv bewahren. Der Avalanche Ball ist hier keine wirkliche Alternative, da dieser die Verschüttung nicht verhindern kann, sondern lediglich durch ein schnelles Auffinden die Verschüttungszeit reduziert. Von den inzwischen 16 bekannt geworden Unfällen bei denen ein Lawinenball zum Einsatz kam, konnten alle Verschütteten binnen kürzester Zeit gerettet werden. Hier zeigt sich allerdings ein erheblicher Nachteil das Systems, denn der Verunglückte ist immer noch auf die Bergung durch die Nichtverschütteten angewiesen. Für den Fall einer Verschüttung einer Einzelperson oder einer gesamten Gruppe, die beim Aufstieg komplett verschüttet wird, bietet das System somit lediglich einen sehr geringen zusätzlichen Vorteil. Hier kann lediglich ein Lawinenairbag wirksam vor der Verschüttung schützen. Die ausgewerteten Zahlen über Unfälle mit Airbags vom SLF zeigen dass von insgesamt 32 verschütteten Personen 15 nicht verschüttet wurden und somit in der Lage wären, weiteren Verschütteten sofort zu helfen.

"Nur wenn es eine Ausrüstung geben würde", so Peter Aschauer, "mit der sich die Gefahr eines Lawinenabgangs reduzieren ließe, könnte man die Lawinengefahr verringern. Der Lawinenairbag und alle anderen Lawinen-Notfallausrüstungen (LVS-Gerät, Lawinenschaufel, Lawinensonde, Avalanche Ball und Atemweste) können in keiner Weise eine Lawine verhindern und deshalb kann man damit auch nicht mehr Risiko wagen. Die Werbeaussagen mancher LVS-Gerätehersteller "sicher auf Skitour mit dem Gerät XY", oder Schaufel und Sonde als Sicherheitsausrüstung anzupreisen, sind irreführend und für manchen Unerfahrenen auch gefährlich."

Beachtet werden muss auch die Wartungsarbeit am ABS-System. Nur ein optimal gewarteter Airbag, das bedeutet korrekter Füllstand der Treibgaspatrone, sowie systemgerechtes Falten und Verstauen der Luftsäcke in den Seitentaschen des Rucksackes, garantiert einen fehlerfreien Betrieb.

Das Auslösen all dieser Systeme hat aktiv vom Benutzer zu erfolgen und kann durch mehrfaches Üben und eine mentale Vorbereitung auf den Ernstfall die Wahrscheinlichkeit der korrekten Auslösung ausreichend hoch gehalten werden.
ABS-Lawinenairbag, LVS-Gerät, Schaufel und Sonde sind daher die optimale Notfallausrüstung und werden von Experten empfohlen.


Wirkungsprinzip eines Lawinenairbags


Die Wirkungsweise eines Lawinenairbag ist der Natur abgeschaut. Jede Lawine besteht aus einzelnen Schneekristallen. Geraten diese z.B. bei einer Fließlawine in Bewegung beginnt der Entmischungsprozess, bei dem die kleineren Schneekristalle die größeren unterkriechen und nach oben drücken. Solange die Lawine sich bewegt wiederholt sich das immer wieder. Ein Lawinenairbag wirkt nicht wie oft fälschlich angenommen durch den Auftrieb eines leichteren Körpers in einer Flüssigkeit sondern durch das physikalische Prinzip der inversen Segregation in granularen Strömungen. Unter dem Einfluß der Schwerkraft entmischen sich Strömungen granularer Medien (kugelförmige Körper) derart, dass große Körper oben, kleinere eher unten zu finden sind. Es ist also die Lawine selbst, die den Skifahrer immer wieder nach oben drückt. Nur kann er sich, durch sein höheres Volumengewicht nicht an der Oberfläche halten, er sinkt immer wieder zurück und so kommt es in der auslaufenden Lawine zur Verschüttung. Ein Lawinenopfer mit geöffnetem Lawinenairbag stellt einen großen Körper in einer als granulare Strömung aufgefassten Fließlawine dar. Der Lawinenairbag erhöht aufgrund des zusätzlichen Volumens die Wahrscheinlichkeit, in der fließenden Lawine "nach oben sortiert" zu werden. Das Prinzip der Segregation funktioniert allerdings nur in einem sich bewegenden Medium (Lawine)! Werden die Schneemassen langsamer und kommen zum Stillstand, baut sich die Auftriebskraft ab und kommt schließlich zum Erliegen. Im Staubereich von Lawinen, besonders im Zusammenhang mit zeitlich verzögertem Nachfließen von Schneemassen, ist trotz Airbag eine Verschüttung möglich und auch schon vorgekommen (BergundSteigen Ausgabe 01/2006: Apropos ABS und Tourenbindung: Mein Lawinenunfall von Edi Koblmüller (Bergführer)).


Die eigene Verschüttung verhindern - durch Volumenanpassung

Kalter trockener Pulverschnee hat eine sehr geringe Dichte, aber viel Volumen. Der Mensch hat im Gegensatz dazu eine große Dichte aber ungefähr 1,5x weniger Volumen. Um auf dem Schnee zu schwimmen und nicht einsinken zu können braucht er deshalb ein zusätzliches Volumen von ca. 1,5 mal seines Gesamtgewichts. Bei 100 kg sind das zusätzlich 150 Liter Volumen.


Life Bag von Snowpulse

Der "Life Bag" von Snowpulse wurde entwickelt, um dem Benutzer eine grösst mögliche Sicherheit zu bieten und trotzdem leicht und kompakt zu sein. Folgende Punkte machen den Snowpulse "Life Bag" einzigartig:

  • Dank der Head On Top-Technologie bleibt der Kopf an der Oberfläche der Lawine.
  • Schutz vor mechanischen Verletzungen des Kopfes und des Brustkorbes.
  • Die gute Sichtbarkeit führt zu einem Zeitgewinn bei der Rettung.
  • Leichtigkeit und Kompaktheit des Systems führen zu reduziertem Gewicht und maximalem Nutzvolumen.
  • Ein einfaches und ergonomisches System gewährleistet die Auslösung.
  • Die Nachfüllbarkeit der Kartusche ermöglicht ein selbständiges Training.


Life Bag von Snowpulse

Produkt

Der Life Bag von Snowpulse ist ein Airbag für Lawinen, der sowohl für professionellen Einsatz, als auch für alle, die eine Leidenschaft für Wintersport haben geeignet. Das Auslösen des "Life Bag" wird manuell durch einen einfachen Zug an einem Handgriff kontrolliert. Der Airbag mit einem Gesamtvolumen von 150 Liter wird dabei in weniger als 3 Sekunden vollständig aufgeblasen. Die Wiederanwendung des "Life Bag" nach vorheriger Auslösung ist einfach und durch den simplen Wechsel der Gaspatrone und das Zusammenfalten des Airbags möglich. Diese Wiederinbetriebnahme kann entweder von einem Fachgeschäft oder durch den Anwender selbst vorgenommen werden. Dies gibt dem Anwender die Möglichkeit sich mit der Funktionsweise von "Life Bag" vertraut zu machen, bevor der Airbag zum ersten Mal auf einer Bergtour zum Einsatz kommt.

Der "Life Bag" von Snowpulse wurde mit dem Ziel entwickelt eine optimale Sicherheit zu leisten und dabei leicht, kompakt und handlich zu sein. Dieses Produkt unterscheidet sich im wesentlichen von den anderen Produkte durch seine grossen Vorteile die es in Punkto Sicherheit und Funktionalität bietet.

Technische Daten

  • Airbagvolumen: 150 Liter
  • Gewicht ohne Kartusche 30L: 2.4 kg
  • Gewicht mit Kartusche 30L: 3kg
  • Verwendetes Material: Cordura 500 deniers
  • Temperaturbereich für den Einsatz: -30°C bis 50°C
  • Gas in der Kartusche: Atemluft (trocken)
  • Kartuschendruck: 207 bar (3000 Psi)

Optimale Sicherheit

  • Kopfposition an der Oberfläche der Lawine dank der Head On Top Technologie
  • Angemessener Schutz der Atemwege
  • Automatische Bildung einer Luftblase um das Atmen unter der Lawine zu ermöglichen (als Sonderaustattung verfügbar)
  • Effizienter Schutz gegen Kopf- und Brustkorbstösse

Verbesserte Funktionalität

  • Das kompakteste und leichteste System auf dem Markt (Airbagsystem ohne Rücksack : 1,3 Kg, Nur 3 Liter benötigter Stauraum im Rucksack)
  • Wechsel der Luftpatrone durch den Nutzer ohne besondere Kenntnisse oder Werkzeuge möglich
  • Vollständig wiederverwendbares System (unbegrenzte Trainingsmöglichkeiten)
  • Schutz gegen unbeabsichtigtes Auslösen des Airbags dank eines verdeckten Handgriffs

Sicherheitsoptimierung : AKTIVER SCHUTZ

Kopf an der Oberfläche (Head On Top Technology)
Das Funktionsprinzip des Life Bag entspricht einer Rettungsweste für Wassersport: Der Träger wird in Rückenlage mit hoher Kopfposition gebracht. Dank einem Volumen von 150 Litern (TÜV und CE normkompatibel), können die Atemwege an der Schneeoberfläche gehalten und die Asphyxie verhindert werden.

Schutz vor mechanischen Verletzungen
15-20% der Todesfälle, im Wald sogar deutlich mehr, sind auf mechanische Verletzungen zurückzuführen. Der Life Bag ist das einzige Airbag-System, welches den Brustkorb, den Kopf und die obere Halswirbelsäule schützt.

Zeitgewinn bei der Rettung
Dank seiner auffälligen Farbe ist der Life Bag auf der Lawinenoberfläche gut sichtbar, was die Suchzeit verkürzt und die Rettung vereinfacht.

Innovative: SYSTEMEIGENSCHAFTEN

Reduziertes Gewicht und maximales Nutzvolumen
Der Life Bag ist, dank der Innovationen von Snowpulse, der kompakteste und der leichteste Airbag auf dem Markt. Allein das Airbagsystem wiegt nur 1,4 Kg und lässt viel zusätzlichen Platz im Rucksack. Der Rucksack ist sehr robust und mit vielen praktischen Details ausgestattet.

Einfaches und ergonomisches Auslösungssystem
Die Auslösung des Airbags erfolgt durch Ziehen eines ergonomischen Handgriffs. Um das Risiko einer ungewollten Auslösung zu verhindern (auf Liftanlagen oder in anderen Transportmitteln), kann der Griff in einer Schutztasche verstaut werden. Die Auslösebereitschaft wird erstellt, indem die Schutztasche geöffnet wird: Ihr Life Bag ist jetzt einsatzbereit.

Einfache Wiederbefüllung ermöglicht das Training der Auslösung
Die Luftdruckpatrone kann in den USA, Kanada und in Europa bei den Vertragspartnern von Snowpulse einfach wiederaufgefüllt werden. Professionelle Anwender, Organisationen und Vereine haben die Möglichkeit mit einem eigenen Wiederauffüllungssystem zu arbeiten. Um noch mehr Sicherheit zu bieten, ist die Patrone mit einem Manometer ausgerüstet, mit welchem man den Druck vor jedem Gebrauch einfach kontrollieren kann.

Überlebensfaktoren in Lawinen
Die Überlebenschancen eines Lawinenopfers hängen von vier Faktoren ab. Diese wurden von verschiedenen Institutionen und Spezialisten der Bergsicherheit bestimmt und überprüft.

  • Vermeidung der Ganzverschüttung des Lawinenopfers.
  • Die Verschüttungsdauer muss so kurz wir möglich gehalten werden.
  • Die Überlebenszeit im Falle einer Ganzveschüttung muss erhöht werden.
  • Die Traumarisiken müssen minimiert werden

Snowpulse hat seine Bemühungen bei der Entwicklung auf diese vier Schlüsselfaktoren konzentriert. Der "Life Bag" ist der einzige Airbag, welcher für die vier genannten Faktoren eine Lösung bietet. Klicken Sie hier um die von Snowpulse entwickelten Innovationen und Lösungen zu entdecken!

Snowpulse SA
Place de Savoleyres
PO box 373
CH 1936 Verbier
Swizerland
Internet:www.snowpulse.com
E-mail : info@snowpulse.com



ABS-Lawinenairbags

Ob jemand eine Lawine überlebt hängt in erster Linie davon ab, ob es gelingt während des Lawinenabgangs an der Oberfläche zu bleiben. Wird das ABS-System bei einem Lawinenabgang ausgelöst, sorgt es dafür, dass man mit dem zusätzlichen Auftriebsvolumen der beiden Airbags von 170 l in fließenden Schneemassen an der Schneeoberfläche bleibt und nicht verschüttet wird bzw. die Verschüttungstiefe reduziert wird. Die Überlebenschancen erhöhen sich dadurch nachweislich drastisch.

ABS-Rucksäcke sind hochwertige Spezialanfertigungen. Beim Design sind professionelle Funktion, hochwertige Materialien und TÜV-konforme Verarbeitung die Grundlage. So haben alle ABS-Rucksäcke ein einheitliches Gurtgerüst, das auf die enormen Kräfte, die bei einem Lawinenabgang auftreten, ausgelegt ist. Die Reißwerte liegen durchschnittlich 3-mal höher als bei herkömmlichen Rucksäcken. Die Modellvarianten haben unterschiedliche Packvolumina für die verschiedenen Anwendungsbereiche. Das Airbagmaterial kommt aus der Autoindustrie und ist extrem reißfest und kältebeständig. Zur Airbagfüllung trägt Stickstoff aus einer Patrone bei. Die Patronen als auch der Auslösegriff sind wiederbefüllbar.

Als absolute Neuerung präsentiert ABS diese Saison die Vario-Line. Ein System, bei dem Rucksäcke mit verschieden großen Packvolumina an das ABS-Trägersystem angedockt werden können. Die Ideallösung für den vielseitigen Wintersportler.

Die optimale Lösung für den vielseitigen Wintersportler. Mit dem Vario haben Sie das ABS-System immer mit der passenden Rucksackgröße dabei - ob beim Freeriden, Snowboarden oder auf Skitour.

  • Die Vario-Line bietet individuelle Anpassungsmöglichkeiten hinsichtlich Größe und Packvolumen des Rucksacks.
  • Das Airbag-System mit Auslöseeinheit und Airbags ist in die Rucksack-Rückenplatte, die so genannte Vario Base Unit, integriert.
  • Über einen Reißverschluss an der Vario Base Unit können Rucksackgrößen mit unterschiedlichen Packvolumina "angedockt" werden.
  • 15 Liter, 30 Liter und 50 Liter große Packsäcke im neuen, innovativen Design und in verschiedenen Farben stehen zur Auswahl.

Der Vorteil: Mit nur einem ABS-System können Sie je nach Bedarf und Unternehmung die verschiedenen Rucksackgrößen anzippen. Spezialanfertigungen sind möglich!
Ob beim Variantenfahren im Skigebiet, auf Tagesskitour oder bei Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte, mit dem Vario haben Sie das ABS-System immer mit der passenden Rucksackgröße dabei. Auf das bewährte ABS-Lawinenairbag-System muss in keiner Lage mehr verzichtet werden.

Die Vario Base Unit ist eine hochwertige Spezialanfertigung. Sie ist TÜV-geprüft und ausgelegt auf die enormen Kräfte, die bei Lawinenabgängen auftreten. Grundlage beim Design der Packsäcke ist die Funktionalität. Die Airbagform wurde so weiterentwickelt, dass sie einen Schutz für den Kopf darstellen kann, ohne aber den bewährten Gesamtgleichgewichtspunkt zu verändern. Alle Packsäcke der Vario-Line bieten verschiedene Möglichkeiten, Lawinenschaufel und Sonde zu verstauen, eine Ski- und Snowboardhalterung sowie zusätzliche Halterungen für Pickel und Eisgeräte.

Technische Details Vario-Base-Unit
Gewicht: ca. 2,2 kg ohne Patrone
Farben: schwarz
Größen: S Rückenlänge bis 49 cm, L Rückenlänge ab 46 cm, (Oberkante Hüfte bis Oberkante Schulter)
Airbags: neue Form, 170 Liter Auftriebsvolumen

  • Leichtes Andocken an die Vario Base Unit mit YKK-Reißverschluss, Tragekraft 80 kg
  • Ergonomisch geformter Hüftgurt mit Grifftasche
  • Airstripe-Rücken mit Schaumstoffpolsterung und atmungsaktivem Netzmaterial
  • Ausgezeichneter Sitz- und Tragekomfort
  • Stufenlos höhenverstellbarer Brustgurt
  • Ein integrierter Schrittgurt
  • Neue Airbagform mit 170 L Auftriebsvolumen

Base unit + Vario 15
Gewicht: ca. 2,7 kg ohne Patrone
Packvolumen: 15 Liter
Farben: blue-grey, ice-blue, green-lemon, red-grey, black-grey

  • Sehr schmal, daher ideal beim Sesselliftfahren
  • Bequeme Unterbringung von Schaufel und Sonde im Innenraum oder Frontfach
  • Ski- und Snowboardhalterung, Pickelhalterung
  • Ski schräg und diagonal anbringbar
  • Toploader mit horizontalem Zip
  • Frontfach mit langem, durchgehenden Zip
  • Wertsachenfach
  • Verwendung von wasserabweisenden Zipps
  • Zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten
  • Gurttunnel zum Verstauen aller nicht benötigten Befestigungsschlaufen

Base unit + Vario 30
Gewicht: ca. 3,0 kg ohne Patrone
Packvolumen: 30 Liter
Farben: red-grey, blue-grey, black-grey

  • Stauraum für Schaufel und Sonde im Front- oder Rückenfach
  • Ski- und Snowboardhalterung, Pickelhalterung
  • Anbringung der Ski vertikal oder diagonal möglich
  • Toploader mit Kordelverschluss
  • Frontfach mit langem, durchgehendem Zipp
  • Deckeltasche mit Außen- und Innenfach
  • Verwendung von wasserabweisenden Zipps
  • Zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten
  • Gurttunnel zum Verstauen aller nicht benötigten Befestigungsschlaufen

Base unit + Vario 50
Gewicht: ca. 3,2 kg ohne Patrone
Packvolumen: 50 Liter
Farben: black-grey, red-grey

  • Stauraum für Schaufel und Sonde im Front- oder Rückenfach
  • Ski- und Snowboardhalterung, Pickelhalterung
  • Anbringung der Ski vertikal oder diagonal möglich
  • Toploader mit Kordelverschluss
  • Frontfach mit langem, durchgehendem Zipp
  • Deckeltasche höhenverstellbar und abnehmbar mit Außen- und Innenfach
  • Verwendung von wasserabweisenden Zipps
  • Zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten
  • Gurttunnel zum Verstauen aller nicht benötigten Schlaufen

Avagear Lawinenairbag-Weste

Die Avagear Lawinenairbag-Weste wurde von der Firma püf! Avagear Inc. ende der neunziger Jahre entwickelt und nahm erstmals 2001 am am Lawinenairbag-Test des SLF in Davos teil. Im Anschluß an den Test wurde beim TÜV München eine Abnahme des Systems beantragt bzw. in Auftrag gegeben. Seither ist es um die Avagear Lawinenairbag-Weste still geworden. Eine Markteinführung hat bisher weder in Europa noch in den USA stattgefunden. Die Firmenwebsite sieht nicht so aus, als ob die Firma noch aktiv ist.

Es gibt lediglich ein Video zum Lawinenairbag-Test des SLF in Davos: http://avagear.net/SLF.mp4

püf! AVAGEAR INC
719 Fillmore St. Suite #304
San Francisco, Ca.
9417 USA
tel (1-415)923-9704
fax (1-415)923-9704
http://www.avagear.net

Lawinenball

Der Lawinenball ist derzeit das schnellste und effektivste "Ortungssystem für Lawinenopfer".

Die wesentlichen Vorteile des Lawinenballs

1. Sofort sehen und retten: Erstmals können Verschüttete sofort gefunden werden! Die bisher zeitaufwändigen und übungsbedürftigen Suchtechniken wie Grobortung, Feinortung und Punktortung entfallen zur Gänze! Über die Verbindungsleine gelangt man direkt zum Verschütteten. Dadurch wird enorm viel Zeit gespart!

2. Lawinenball das einzige Ortungssystem, welches die Überlebenschance des "Verwenders" erhöht.

Wie die letzte Untersuchung (BergundSteigen) zeigt, bietet die Standartausrüstung (LVS, Schaufel, Sonde) im Ernstfall nur wenig Sicherheit. Lediglich 16% der Tourengeher sind in der Lage mit dem LVS-Gerät einen Verschütteten rechtzeitig zu finden. Nicht zu Unrecht empfehlen Experten daher vermehrt die Mitnahme von Zusatzprodukten.

Auch wenn ich selbst das beste und teuerste LVS-Gerät besitze, kann ich dadurch meine eigene Sicherheit nicht erhöhen. Denn im Falle einer Verschüttung kann ich damit mein Auffinden nicht beschleunigen. Ich bin immer von meinen Kameraden abhängig! Abhängig, ob diese ein LVS-Gerät haben. Abhängig, ob diese im Ernstfall überhaupt damit umgehen können. Anhängig, ob diese in der Lage sind mich unter Stress und Panik auch rechtzeitig zu finden.

3. Das Ortungssystem mit der größten Reichweite:

Bereits aus größter Entfernung ist zu erkennen, dass sich jemand in der Lawine befindet. Zudem ist für das Auffinden des Verschütteten kein zweites Ortungsgerät mehr notwendig. Dadurch kann im Ernstfall jeder der Vorort ist zum Lebensretter werden bzw. sofort helfen (z.B. Pistennahbereich!).


4. Bereits punktgenau sondiert:

Unmittelbar nach Stillstand der Lawine ist der Verschüttete durch die Verbindungsleine bereits punktgenau sondiert. Über die an der Oberfläche gestreckten Seilverbindung gelangen die Kameraden ohne zu suchen direkt zum Verschütteten. Sie können den Verschütteten sofort befreien. Ein Ziehen der "Retter" an der Verbindungsleine kann von den Verschütteten wahrgenommen werden! Bereits mit dem Lawinenball Gerettete haben berichtet, dass ihnen dadurch signalisiert wurde, dass man sie bereits gefunden hat. Dies kann für die Psyche des Verschütteten enorm wichtig sein! Von den inzwischen 16 bekannt geworden Unfällen, konnten alle Verschütteten binnen kürzester Zeit gerettet werden. Die Bergezeiten aller mit dem Lawinenball geretteten lagen alle zwischen 2 und 8 Minuten!

5. Schnellstes System bei mehreren Verschütteten:

Ohne spezielle Vorkenntnisse bzw. Methoden können auch mehrere Verschüttete sofort gefunden werden! Bei mehreren Verschütteten können sich alle Kameraden (auch Unerfahrene!) an der Rettung beteiligen und dadurch auch mehrere Verschüttete gleichzeitig retten! Untersuchung (BergundSteigen) "Werden gleich mehrere Personen einer Gruppe von Schneemassen begraben, gelingt es auf Skitour nur noch einer von 145 getesteten Personen (0,7%) , alle verschütteten Opfer zu befreien."

6. Ball blieb an der Oberfläche

Erste Ergebnisse eine derzeit laufende Studie zeigen, dass die meisten Lawinenopfer nicht in der Fließlawine sondern im Staubereich durch nachfließende Schneemassen ganzverschüttet wurden. Hier liegt ein wesentlicher Vorteil des Lawinenballs. Da der Ball nicht direkt mit dem Körper, sondern über eine flexible Verbindungsleine mit der Person verbunden ist, konnte der Lawinenball sowohl im Test als auch in der Praxis den nachfließenden Schneemassen ausweichen. Der Lawinenball bleibt in dieser Situation immer noch gut sichtbar an der Oberfläche, wodurch die Verschütteten sofort gerettet werden konnten.


7. Einfache und zuverlässige Technik

Das System funktioniert ohne Batterien und ohne Gaspatronen! Dadurch ist eine "systembedingte Sicherheitslücke" durch zu schwache Batterien oder durch eine leere Gaspatrone beim Lawinenball nicht möglich. Eine Überprüfung bzw. Auslösung des Systems ist jederzeit möglich. Der Lawinenball wird einfach wieder zusammengelegt und ist sofort wieder einsatzbereit. Zudem kann das System mit jedem beliebigen Rucksack verwendet werden.

Keine Folgekosten/ keine Wartung

Der LAWINENBALL funktioniert mit Federkraft. Daher entstehen auch keine zusätzlichen Kosten (Wartungs- bzw. Auslösekosten). Das System kann jederzeit durch einfaches Auslösen auf seine Funktionstüchtigkeit kontrolliert werden! Anschaffungskosten: Mit knapp 200,- ist der LAWINENBALL nicht nur das schnellste sondern auch kostengünstigste Ortungssystem am Markt. Von den bisher gemeldeten Unfällen konnten alle Ganzverschütteten (100%) mit dem LAWINENBALL binnen kürzester Zeit gerettet werden.

Der Lawinenball gilt heute als weltweit schnellstes Ortungssystem und wird von namhaften Experten empfohlen.

Dagegen hat die Marketingstrategie der Tiroler Firma die den Lawieneball erfunden hat und vertreibt in Fachkreisen für absolutes Unverständnis gesorgt. In der Fachzeitschrift Bergundsteigen, die vom Deutschen Alpenverein, dem Österreichischen Alpenverein und dem Schweizer Alpen Club als Sicherheitspublikation im Bergsport herausgegeben wird, war in einem Leserbrief die Marketingstrategie von Lawinenball stark angegriffen worden. Hier wird von Lawinenball das Airbag System stark angegriffen. Vor allem verwendet Lawinenball Zahlen zu Lawinenunfällen mit ABS Airbags die weder den Fachverbänden (DAV, ÖAV, SAAC) noch dem Schweizer Lawineninstitut in Davons bekannt sind. Dies wurde durch eine Anmerkung der Bergundsteigen Redaktion auf den Leserbrief bestätitg.

Wir sind der Meinung, dass die hier beschriebenen Produkte für die Sicherheit im Skisport einen erheblichen Beitrag leisten. Es ist hier völlig fehl am Platz, wenn sich die "Konkurenten" durch agressive Marketingstrategien zerfleischen und dadurch zu einer grossen Verunsicherung der Zielgruppe erheblich beitragen.


Youtube Video zum Life Bag von Snowpulse und zum ABS Lawinenrucksack:

Youtube Video: http://de.youtube.com/watch?v=KENr_9gK5f0
ABS Lawinenairbag ABS Demo

Youtube Video: http://de.youtube.com/watch?v=pMgmygPg5ZM


Weitere Infos:

Prävention

Gibt es eine Methode mit der man fehlerfrei die Lawinensituation einschätzen kann? Was sagen die Experten?

Michael Larcher (Stop or Go): "Aussagen über die Lawinengefahr sind niemals frei von Fehlern - trotz Wissen, Erfahrung und Vorsicht."

W. Munter 1997a, S. 12: "Es existiert keine "sichere" bzw. vollkommen richtige Einschätzung der Lawinensituation. "Wer in dieser unerforschten Materie Sicherheit verspricht, ist ein Ignorant oder ein Scharlatan"

Peter Geyer Ausbildungsleiter des Deutschen Bergführerverbandes - Präsident des Internationalen Bergführerverbandes: "Entschuldigt bitte meine provokativen Worte, wenn ich sage, dass diejenigen, die immer noch auf eine Methode zur Beurteilung der Lawinengefahr warten, die uns in unserem Handeln unfehlbar macht, lieber wieder an das Christkind oder den Osterhasen glauben sollten."

Patrick Nairz / Lawinenwarndienst Tirol: "Es gibt keine definitive Methode um die Lawinengefahr einzuschätzen".


Was tun im Notfall, wenn die Lawine rollt???

Ein Skifahrer, der eine Lawine lostritt sollte als erstes Versuchen ihr durch Flucht zu entkommen. Nicht selten endet eine solche Flucht allerdings im Absturz. Es besteht außerdem die Gefahr, dass sich der Skifahrer nicht mehr von Ski und Stöcken trennen kann. Dies ist ganz wesentlich, denn Ski und Stöcke können wie ein "Anker" wirken und den Skifahrer in die Tiefe der Lawine ziehen.

  • Von einer Lawine mitgerissen sollte man als erstes versuchen zumindest die Ski gerade zu halten und mit der Lawine mitzufahren.
  • Wenn nicht schon vorher getan: Hände aus den Schlaufen der Stöcke, wenn möglich Stöcke und Ski abwerfen.
  • Wenn man stürzt, sollte man gegen die Lawine kämpfen, sich wehren gegen das Hinuntergezogenwerden! Gegen den Schnee treten und sich mit den Armen kraulartig hochdrücken.
  • Alpenvereine und Lawinenwarndienste empfehlen Lawinenopfern, sich durch Schwimmbewegungen so lange wie möglich an der Oberfläche der zu halten und mit Hilfe der Hände einen Hohlraum vor Mund und Nase zu bilden.
  • Wenn man merkt, dass die Lawine langsamer wird, Hockstellung einnehmen, Arme vor Brust und Gesicht kreuzen, das Gesicht mit den Händen bedecken. Nur so kann eine Atemhöhle geschaffen werden!
  • Schreien, wenn die Retter über einem sind.

Wenn alle diese Maßnahmen und Hilfsmittel versagt haben und das Lawinenopfer vollkommen von den Schneemassen verschüttet ist, läuft die Zeit: Bei der Suche zählt nun jede Minute. 15 Minuten bleiben dann meist noch ...

  • Die Helfer müssen rasch und organisiert handeln und in den Rettungsmaßnahmen geübt sein. Sie sollen den Erfassten während des Lawinenabgangs beobachten, um den Suchbereich einschränken zu können.
  • Bei der Suche: An Nachlawinen denken und einen Fluchtweg überlegen !
  • Nach Möglichkeit nicht von oben, sondern von der Seite zum Lawinenopfer hin graben .
  • Atemwege von Schnee, Eis und Schmelzwasser freilegen.
  • Überprüfen Sie die Vitalfunktionen (Atmung, Bewusstsein, Puls).
  • Das Lawinenopfer nach dem Ausgraben vor weiterer Auskühlung schützen.
  • Unterkühlte Personen nicht aktiv bewegen lassen, da kaltes Schalenblut sich mit dem wärmeren Kernblut vermischen würde, was unter Umständen zum sog. "Bergungstod" (Herz-Kreislauf-Stillstand) führen kann.

Quelle:
* BergundSteigen, verschiedene Ausgaben
* ABS Peter Aschauer GmbH,www.abs-lawinenairbag.de
* Snowpulse SAwww.snowpulse.com
* Lawinenballwww.Lawinenball.at
* Avagear Inc. avagear.net
* Deutscher Alpenverein Sicherheitsforschung (Dieter Stopper, Chris Semmel u.a.)
* Stefan Brück, staatl. gepr. Berführer und ARVA LVS Produktmanagerwww.erlebnis-alpin.de



Anmerkung der Redaktion: Der Artikel gibt lediglich die persönliche Meinung des Autors zu diesem Thema wieder oder es werden andere Quellen zitiert (und entsprechend gekennzeichnet). Der Author steht mit keiner der angegebenen Firmen in irgendeiner Verbindung, weder privat noch geschäftlich.
Der Artikel ist nach bestem Wissen recherchiert, alle Angaben sind ohne Gewähr. Wir möchten jeden Leser darauf aufmerksam machen, dass wir keinerlei Haftung für Angaben aus diesem Artikel übernehmen.


30.01.2008 (Redaktion Edwin Haas)

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