Der Fall Charles Dexter Ward
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Bindung: Audio CD
EAN: 0693723123424
Format: Doppel-CD
Label: Lauschrausch (SPV)
Hersteller: Lauschrausch (SPV)
Anzahl Disketten: 2
Herausgeber: Lauschrausch (SPV)
Erscheinungsdatum: Februar 01, 2008
Studio: Lauschrausch (SPV)
CD 1:- Der Fall Charles Dexter Ward
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Durchschnittliche Bewertung:

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Eine von Lovecrafts berühmtesten und dichtesten Erzählungen, die starke autobiografische Züge trägt wurde hier von Lauschrausch meisterlich vertont. Tatsächlich scheint das Medium Hörspiel für die unverfilmbaren Vorlagen des Schriftstellers genau richtig zu sein, wenn sich ein ambitioniertes und motiviertes Label dem Stoff annimmt. Und bei Lauschrausch stimmt indes einfach alles: Fantastische Sprecher, allen voran Simon Jäger als Charles Dexter Ward, ein atmosphärischer überaus klangvoller Soundtrack von Akki Schulz und ein Drehbuch, welches auf grandiose Art und Weise den Stil Lovecrafts wiedergibt machen das gut 140 Minuten andauernde Hörspiel zu einem Erlebnis aller erster Güte.
Ein großes Lob gebührt Lauschrausch generell für die gute Sprecherwahl, denn das Label griff nicht auf ältere Besetzungslisten zurück. So findet man im Booklet zu Berge des Wahnsinns lediglich die Namen Lutz Harder und Christian Rode als einzige Sprecher, die auch in der vorliegenden Produktion ...
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Bewertung:

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...das so leider nicht funktioniert. Wie schon die Lauschrausch-Variante "Berge des Wahnsinns" geht auch das vorliegende Hörspiel in weiten Bereichen in die Hose.
Dabei mangelt es nicht an der Qualität der Umsetzung (gute Sprecher!), noch nicht einmal an der prinzipiell nicht schlechten Idee, den Chronisten durch eine Ansammlung von Briefen, Verhörprotokollen oder Gesprächen zu ersetzen. Es ist der Ansatz, der nicht passt.
Lovecraft lässt sich nicht in ein "Bühnen"-Hörspiel pressen. Die altertümelnde Sprache seiner Geschichten ist so speziell, daß sich die Wirkung in der Phantasie des Lesers entfaltet. Jeder Versuch, der über eine handwerklich hervorragende (Vor)Lesung einer seiner Geschichten hinausgeht, entlarvt leider auch gnadenlos Lovecrafts Schwäche: seine oftmals schwachen Auflösungen. Platt ausgedrückt: die Storys geben nicht genug Action her, um in einer dialoglastigen Kasperletheater-Inszenierung bestehen zu können.
So halte ich persönlich ...
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Also, ich habe selten ein Hörspiel gehört, das mich so enttäuscht hat, wie diese Version des Charles Dexter Ward. Was soll der blödsinn, keinen erzähler auftreten zu lassen (den es übrigens in der originalstory gibt), sondern einfach brief an brief zu hängen und auch einen dumpfsinnigen Ermittler einzubauen, der dazu dämlichste kommentare abgibt. Ja, und das "musik-geblase" passt überhaupt nicht. Die Geschichte spielt in den neuenglandstaaten und nicht in australien. Nach einmaligen hören habe ich diese version enttäuscht in mein regal gepackt und dort wird sie sicherlich verstauben. Schade!
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Wie "Berge des Wahnsinns" vermittelt auch diese Produktion ihren ganz eigenen, düster angehauchten Charakter. Allein die außergewöhnliche Musik sorgt dafür. Durch die Hörspielform wirkt die Story lebendig, und ich hoffe, dass das Label noch viele weitere Glanzstücke dieser Art herausbringt. Auf 2 CDs war genug Raum, die Story "atmen" zu lassen. Diese Produktion mit der bald erscheinenden von Titania Medien (Grusel-Kabinett) zu vergleichen, finde ich falsch. Titania wird an diese Story ganz anders herangehen. Was Titania produziert, ist in meinen Augen (Ohren?) ohnehin unschlagbar. Dennoch muss sich die hier besprochene Lauschrausch-Ausgabe hinter niemanden verstecken.
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Bei Lovecraft scheiden sich die Geister. Vor über 10 Jahren habe ich zum ersten Mal den Fall Charles Dexter Ward gelesen. Gespannt war ich deshalb auf das Hörspiel und ich war überrascht. Ein klassisches Dialoghörspiel bei dem die Effekte nicht verschwenderisch eingesetzt werden, sich vielmehr zurücknehmen und den Sprachdarbietungen der hervorragenden Besetzung und der Atmosphäre im Allgemeinen Untertan sind! Wie bei HPL zieht dieses Hörspiel mit fortlaufender Spieldauer immer mehr in den Bann, wird das "Kopfkino" angeregt. Dabei bleibt das Hörspiel immer nahe der Vorlage, auch deren sprachlicher Charme bleibt gewahrt. Hier wird nichts krampfhaft auf modern getrimmt, sondern mit den Mitteln gespielt. Wie im Roman steigern sich Zitate, Briefe und Gedankenspielereien immer mehr ins Absurde, werden durch Wiederholungen eigentlich banale Dinge zu Vorboten des Grauens. Bei aller Freiheit die sich das Hörspiel nimmt schimmert immer der krude Gedankenkosmos des HPL durch! Ein Spiel mit den inhaltlichen ...
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